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Fischerhude

Christian Modersohn – Im Einklang mit der Schöpfung

Die weite Flußlandschaft mit dem stets wechselnden hohen Himmel, das Erlebnis der Weite, die – bei aller Grenzenlosigkeit wie am Meer – ihm ein tiefes Gefühl von Geborgenheit vermittelt, indem sie den Menschen zurückführt auf sich selbst und seine Begrenztheit, war prägend für seine Bilder. Jahres- oder tageszeitlich zeigte die Landschaft ihm ein sich ständig wandelndes Bild. Er fühlte sich angehörig, als Teil eines lebendigen Ganzen, wie das Stück Natur vor ihm, dass immer wieder – entsprechend der eigenen Stimmung – neue Inspiration zu künstlerischer Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ergebnissen bot.

 

Angeregt war Christian Modersohn von der Eigenart des Lichts. Besonders in den langen Wintermonaten, wenn dieses Licht die Landschaft einfach, ernst und groß und unendlich weit und vielfältig erscheinen lässt.

 

Um diese, dem schnellen Wechsel sich wandelnder Natureindrücke unterworfenen Bilder, besonders vor Sonnenaufgang oder bis zum letzten Widerschein eines Abendhimmels vor Einbruch der Nacht in ihrem Wesen zu erfassen, schien Christian Modersohn schon immer die Wasserfarbe, das Aquarell, das ihm gemäße Mittel, um dem, was er fühlte und sah, am unmittelbarsten Ausdruck zu geben. Auch wenn er oft am selben Standort malte und manches Motiv ähnlich erscheint, so gleicht kein Blatt dem anderen. Der Wechsel von Farbe und Licht wird zum eigentlichen Inhalt der Bilder. 

 

Es sind keine Abbilder, sondern gefühlte Erscheinungen. Seine Bilder werden zu einem Ausschnitt der Schöpfung, die uns – wenn wir bereit und offen sind – an der Schöpfung teilhaben lassen.

Diese Ausstellung beginnt in
91
Tage
12
Std
50
Min
45
Sek
Termine
Start11.10.2026
Ende03.01.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Otto-Modersohn-Museum
Otto-Modersohn-MuseumIn der Bredenau 95, 28870 Fischerhude

Das Museum ist dem Landschaftsmaler Otto Modersohn gewidmet und präsentiert sein Werk auf 500 Quadratmetern in thematisch wechselnden Ausstellungen. Es macht den Werdegang des Malers vom Aufbruch der Akademiezeit bis zur Reife des Spätwerks nachvollziehbar. Erstklassig kuratierte Sonderausstellungen arbeiten einzelne Aspekte seines vielfältigen Werkes heraus. Der Landschaftsmaler Friedrich Wilhelm Otto Modersohn wurde 1865 im westfälischen Soest geboren. Er war Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. Sein außergewöhnlich umfangreiches malerisches und zeichnerisches Oeuvre, das im 19. Jahrhundert wurzelt und sich in die Tradition der französischen Landschaftsmalerei stellt, unterteilt sich in Früh-, Haupt- und Spätwerk. Es wird auf etwa 12000 Werke geschätzt. Otto Modersohn ist einer der wichtigsten deutschen Landschaftsmaler der neueren Kunstgeschichte. Architektur Die technisch hochmodernen und großzügigen Ausstellungsräume wurden aus altem Fachwerk errichtet. Klassische Elemente und zeitgenössischer Museumsstandard werden so auf einzigartige Weise vereint und zu einer Architektur, die sich nahtlos in die Umgebung einfügt. Der Energiehaushalt ist bereits klimaneutral. Anno 1974 Das Nachlassmuseum wurde von Modersohns Sohn Christian Modersohn und seiner Frau Anna gegründet. Es ist seit fast fünfzig Jahren familiengeführt. Ursprünglich geplant, um den familiären Nachlass Otto Modersohns der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat sich das Museum über ein Nachlassmuseum im herkömmlichen Sinn hinaus entwickelt. Es wurde über vierzig Jahre hinweg durch drei Anbauten der Architekten Müller-Menckens aus Bremen und Modersohn & Freiesleben aus Berlin vergrößert, und seine Sammlung konnte im Laufe der Zeit erheblich an Substanz gewinnen.Es hat sich zu einem auch international wahrgenommenen Museum entwickelt.