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Erlangen

Eva Nüßlein. Dreck unter den Nägeln

Die Malerei von Eva Nüßlein (* 1991 in Bamberg) erzählt Geschichten – nicht in langen, komplizierten Sätzen, sondern in Momentaufnahmen. Ihre Bilder wirken wie Szenen eines Traums kurz vor dem Erwachen: deutlich genug, um sie intensiv zu spüren, aber ausreichend offen, um sie mit eigenen Eindrücken zu füllen. Oft sind es theaterartige Szenen, durchzogen von immer wiederkehrenden Symbolen – Stars, Tears, Shows und Skulls. Ihre Bildsprache ist unmittelbar und plakativ.

 

Nüßleins Kunst braucht kein Vorwissen, um gelesen zu werden. Sie besteht aus wenigen, allgemein verständlichen Elementen, die ein Gesamtbild, eine Atmosphäre und ein Gefühl erzeugen. Die einfache Lesbarkeit ist eine Haltung. Die Künstlerin kommt aus der Working Class, ihre Kunst soll nicht ausgrenzen. Die Welt, die sie erschafft, ist radikal zugänglich, lädt ein. Alle können hier andocken, weil Gefühle ernst genommen werden. Die Angst, die Trauer, das Staunen und die Vorfreude – all das hat Platz.

 

Allgegenwärtig in Nüßleins Kunst ist die Welt der Musik, des Punk und der Subkultur. Viele ihrer Titel und Motive lehnen sich an Songzeilen an – es sind Lyrics, die einen nachts begleiten; Zeilen, die im Gedächtnis bleiben. So entsteht Malerei wie ein gutes Album: emotional, laut und offen.

Diese Ausstellung endet in
78
Tage
12
Std
13
Min
53
Sek
Termine
Start27.06.2026
Ende27.09.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00, jeder 1. Donnerstag: 10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstpalais Erlangen
Kunstpalais ErlangenMarkt­platz 1, 91054 Erlangen

Zum Kunst­pa­lais gehört die Städ­ti­sche Samm­lung Erlangen, die bisher weit über 4.500 Werke umfasst. Ihr Schwer­punkt liegt auf inter­na­tio­naler multi­pli­zierter Kunst: Grafiken, Multi­ples und Künst­ler­bü­cher sowie Foto­grafie und Video­ar­beiten. Seit die Samm­lung 1966 begonnen wurde, ist sie immens ange­wachsen, sowohl durch Schen­kungen von Künstler:innen und Privat­per­sonen also auch durch Ankäufe aus dem städ­ti­schen Etat. Sie versteht sich als Ideen­ge­schichte der Kunst nach 1945: ob Pop Art, Op-Art, Land Art, Konkrete Kunst oder Informel – alle bedeu­tenden Kunst­rich­tungen von der Nach­kriegs­zeit bis heute sind in Erlangen vertreten. Jedes Jahr wird die Samm­lung um sorg­fältig ausge­wählte neue Arbeiten ergänzt, um auch weiterhin die neueste Kunst­ge­schichte mit ihren wich­tigsten Vertreter:innen reprä­sen­tieren zu können. Zu den Aufgaben, die mit der Samm­lung verbunden sind, zählen nicht nur deren Bewah­rung, Erfor­schung und Fort­füh­rung. Auch das Zeigen und Vermit­teln dieser Schätze ist uns ein wich­tiges Anliegen. So sind die Werke aus der Städ­ti­schen Samm­lung sowohl in thema­ti­schen Grup­pen­aus­stel­lungen des Kunst­pa­lais sowie auch in eigenen Samm­lungs­prä­sen­ta­tionen zu sehen. Die Neuerwer­bungen jeden Jahres stellen wir in unserem Blog vor und präsen­tieren sie nach Möglich­keit bei ihrer Ankunft in den Ausstel­lungs­räumen. Derzeit fehlt ein Ort für eine dauer­hafte öffent­liche Präsen­ta­tion der Samm­lung. Das Kunst­pa­lais arbeitet aber bereits intensiv an ihrer Digi­ta­li­sie­rung – ausge­wählte Arbeiten gibt es bereits jetzt schon mit Text und Bild auf der Home­page zu entde­cken.