In Freiräumen wird die Gestaltung von Zukunft verhandelt. Auch historisch gesehen entstanden genau dort gesellschaftliche Veränderungen, wo Menschen zusammenkamen, um für ihre Rechte und Anliegen einzutreten. Aktuelle Entwicklungen zeigen allerdings, wie schnell errungene Freiräume diskreditiert, in Frage gestellt und sogar abgeschafft werden können. Dabei sind sie entscheidend, um gesellschaftliche Handlungsoptionen zu erkennen, wenn die Rechtsstaatlichkeit unter Druck gerät.
Mit der Ausstellung möchte das Kunstmuseum Freiräume als Ausdruck von Emanzipation und Befreiung sichtbar machen. Wie können Kunst und Museum heute Freiräume eröffnen, in denen trotz digitaler Kontrolle, ökologischer Krisen und globaler Machtgefälle neue Formen des Zusammenlebens und des Widerstands erprobt werden können? Internationale Künstler:innen werden eingeladen, in raumgreifenden, multimedialen und teils eigens für das Projekt entwickelten Beiträgen unterschiedliche Formen der Befreiung zu thematisieren.
Die Stadt Bonn steht für den Beginn der Demokratie in Deutschland. Sie steht für das Grundgesetz, das Gleichheitsgebot, für Respekt und Toleranz. Von hier aus wollen wir auf die Notwendigkeit von Freiräumen hinweisen und sie als Voraussetzung für eine solidarische und friedliche Gesellschaft erfahrbar machen. Dabei beziehen wir das Publikum in interaktiven Formaten ein und fragen: Was sind deine Freiräume? Wie hast du sie genutzt? Wie haben sie dein Leben geprägt? Erzähle uns davon, und werde Teil der Ausstellung!
Eröffnung: 25. November 2026, 19 Uhr

