demnächst
Bonn

Freiräume – Zwischen Wandel und Widerstand

Die Ausstellung thematisiert Freiräume des Denkens und Handelns ebenso wie die Voraussetzungen für Verständnis und Toleranz. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche und individuelle Möglichkeiten der Entfaltung und persönlichen Freiheit – bis hin zu Formen von Kritik und Widerstand. Denn Freiräume müssen immer wieder neu erkämpft, verteidigt und gestaltet werden: politisch, kulturell und künstlerisch.

 

Um die Bedeutung solcher Freiräume sichtbar zu machen, hat das Kunstmuseum Bonn acht internationale Künstler:innen eingeladen. In raumgreifenden, multimedialen und teilweise eigens für die Ausstellung entwickelten Beiträgen setzen sie sich mit unterschiedlichen Formen von Freiräumen, ihren Gefährdungen und ihrer Widerstandskraft auseinander. Dabei verstehen sie Freiräume nicht nur als Orte der Zuflucht, sondern auch als Räume der Aushandlung, Fürsorge, des Widerstands und gemeinsamer Vorstellungen von Zukunft.

 

Die Ausstellung rückt internationale und interkulturelle Perspektiven in den Mittelpunkt. Die künstlerischen Positionen eröffnen einen Raum für den Dialog zwischen Generationen sowie für zeitgenössische feministische und kritisch-reflektierende Ansätze. Die ausgewählten Werke und die Themen der Künstler:innen stehen dabei in einem engen Austausch miteinander und ergänzen sich inhaltlich.

 

Entlang der künstlerischen Positionen entfaltet die Ausstellung persönliche und kollektive Perspektiven auf Widerstand, Solidarität und Freiheit. Durch unterschiedliche Medien werden diese Themen auf vielfältige Weise erfahrbar. Zugleich vermitteln die Arbeiten ein erweitertes Verständnis von Archiven: nicht nur als Orte der Bewahrung von Wissen, sondern auch als Räume, in denen durch politische, künstlerische und feministische Praxis neues und zukunftsorientiertes Wissen entstehen kann.

 

Teilnehmende Künstler:innen: Tania Bruguera, Carolina Caycedo, Anna Ehrenstein (Co-Kuratorin der Ausstellung), Patricia Kaersenhout, Sara Sadik, Cemile Sahin, Ebun Sodipo und Keiken.

 

Eröffnung: 25. November 2026, 19 Uhr
Der Eintritt ist am Eröffnungsabend frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Diese Ausstellung beginnt in
34
Tage
22
Std
27
Min
2
Sek
Termine
Start26.11.2026
Ende14.03.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–19:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Bonn
Kunstmuseum BonnHelmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn

Das Kunstmuseum Bonn gehört zu den großen, bundesweit beachteten Museen für Gegenwartskunst. Sein 1992 eröffneter, von dem Berliner Architekten Axel Schultes entworfener Neubau zählt deutschlandweit zu den wichtigen Museumsbauten der letzten Jahrzehnte. Im Mittelpunkt des Hauses steht die rund 9.000 Werke umfassende Sammlung des Kunstmuseums Bonn mit ihrem zentralen Werkkonvolut zu August Macke und der Kunst der Rheinischen Expressionisten sowie die bedeutende Sammlung zur Kunst in Deutschland nach 1945 mit Schwerpunkt auf der Malerei, Fotografie und zeitbasierten Medien. Besonderes Kennzeichen des bundesweit einmaligen Profils ist die Konzentration auf eine überschaubare Anzahl herausragender Künstler:innen, deren Werk in großangelegten Künstler:innenräumen gezeigt wird. Die international ausgerichteten thematischen und monografischen Ausstellungsprojekte werden in der Regel aus einem engen Bezug zum Sammlungskontext entwickelt. Mit dem Aufgabenbereich »Bildung und Vermittlung« erschließt das Kunstmuseum Bonn neue Besucher:innenkreise und realisiert die gesellschaftspolitischen Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsarbeit und Kunstvermittlung durch ein qualifiziertes und vielseitiges museumspädagogisches Angebot, das eine Schlüsselfunktion im Rahmen der Bonner Freizeit- und Bildungsangebote einnimmt. Zudem verankern vielfältige Kooperationen mit unterschiedlichsten Institutionen im lokalen und regionalen Kontext das Haus im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit.