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Chemnitz

Kunst nach 1945

Ausstellung

Der Nationalsozialismus bedeutete einen tiefen Einschnitt, auch für die Kunst. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges favorisierten die (europäischen) totalitären Diktaturen den Realismus. Gleichzeitig entwickelten sich sowohl in Ost- als auch in Westeuropa Kunstformen, welche an die im Zuge der nationalsozialistischen Kulturpolitik als »entartet« diffamierte Abstraktion anknüpften. Auf diese Weise versuchten Künstler:innen die Vergangenheit und das Erlebte abzustreifen. In den 1950er und 1960er Jahren war die Abstraktion allgemeiner, fast unangefochtener Konsens besonders in der westdeutschen Kunst. Wichtige Impulse kamen aus Frankreich und den USA. Auch in Alfred Gunzenhausers Sammlung finden sich Werke wichtiger Künstler der abstrakten Nachkriegsmoderne wie Serge Poliakoff, Ernst Wilhelm Nay, Fritz Winter oder Carl Buchheister. Geometrische Abstraktion trifft hier auf dynamische, materielle und großflächige Farbigkeit. Dabei fordert die Bildsprache der Abstraktion die Betrachter:innen immer wieder in besonderer Weise heraus. Die Ausstellung präsentiert in thematischen Räumen den unterschiedlichen Fokus der Künstler: auf Farbe, Form, Rhythmus oder Materialität.

 

Darüber hinaus formierte sich um 1960 Pop Art in Amerika und wurde zu einem universalen und klassenübergreifenden Kulturphänomen. In dieser Zeit trat mit u. a. Andy Warhol eine Künstlergeneration hervor, die als figurative Gegenbewegung zu Abstraktem Expressionismus und Action Painting die amerikanische Pop Art begründeten. Mit der Pop Art sollte das Massentaugliche zur Kunst erhoben werden. Dabei war der Gegenstand nicht der Gegenstand selbst, sondern dessen massenhaft reproduziertes Abbild. Die amerikanische Pop Art beeinflusste den deutschen Künstler Uwe Lausen. Inszenierung, Provokation, Tabubrüche, Drogen, Gewalt – die Werke des Künstlers sind in den 1960er Jahren ohne Entsprechung. Sie entstehen in einer Zeit, die von erheblichen Um- und Aufbrüchen gekennzeichnet ist und in der eine neue Generation mit traditionellen Konventionen abrechnet.

Start Termin
11.03.2026
Ende Abschluss
Läuft auf unbestimmte Zeit
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