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Köln

Mythos Ming – Blauweißes Porzellan der Ming-Dynastie

Ausstellung

Chronologisch zeichnet die Ausstellung die künstlerische und technische Entwicklung des Blauweißporzellans und seiner Handelsgeschichte von der Frühphase der Ming-Dynastie bis zu ihrem Untergang im 17. Jahrhundert nach. Neben der Produktion für den Hof wird Handelsware für verschiedene regionale Märkte ins Licht gerückt sowie die Versuche persischer, türkischer und europäischer Fayencemanufakturen die chinesischen Vorbilder zu imitieren. Die Exponate werden durch visuelles Material, wie Malereien, persische Miniaturen und Fotografien ergänzt. Gezeigt werden Objekte aus Eigenbestand des Museums, Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung sowie Leihgaben städtischer Kölner Museen und wichtiger deutscher Privatsammler. 

 

Glanzlichter der Ausstellung sind die seltenen kaiserlichen Porzellane der frühen Ming-Zeit mit ihren exquisiten Dekoren und intensiven Blautönen aus importiertem Kobalt, die den freihändiger gemalten „Volkswaren“ für den einheimischen Markt gegenübergestellt werden. Ein umfangreiches Scherbenkonvolut, das 1977 von Archäologen auf der iranischen Insel Hormus geborgen wurde und eine Zeitspanne von 300 Jahren abdeckt, veranschaulicht den Rang des blau-weißen chinesischen Porzellans aus Jingdezhen als erste globale Handelsmarke.

 

Ein bedeutendes Exponat mit besonderem Bezug zum Rheinland ist eine in Blau-Weiß und mit Schmelzfarben dekorierte Schale, die der Kölner Domherr Graf Eberhard von Manderscheidt (1552–1608) im Jahr 1583 von einer Pilgerreise aus der Türkei mitbrachte und als Pokal in Silber fassen ließ. Die Leihgabe aus einer Privatsammlung gilt als das früheste in Deutschland nachweisbare Ming-Porzellan.

 

Gefäße und Teller mit Dekoren von Fabeltieren, Literaturszenen, Gedichten und glückverheißender Blumen und Symbole lassen in die Geisteswelt der kultivierten Oberschicht der Ming-Dynastie eintauchen, die stark von den drei Religionen, Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus, geprägt war.

 

Kurator: Dr. Daniel Suebsman

Diese Ausstellung endet in
49
Tage
17
Std
41
Min
53
Sek
Start Termin
22.05.2025
Ende Abschluss
12.04.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
11:00–17:00
Mittwoch
11:00–17:00
Donnerstag
11:00–17:00, jeder 1. Donnerstag im Monat (außer Feiertags): 11:00–22:00
Freitag
11:00–17:00
Samstag
11:00–17:00
Sonntag
11:00–17:00