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Potsdam

Oscar Murillo. Kollektive Osmose

Ab 14. März 2026 bespielt der in Kolumbien geborene Künstler Oscar Murillo die Innen- und Außenräume des MINSK und macht das Potsdamer Kunsthaus zum Schauplatz eines lebendigen Experiments über Austausch und Gemeinschaft. Mit seinem Projekt Kollektive Osmose schafft Murillo einen Dialog zwischen seiner zeitgenössischen malerischen Praxis, seinen Installationen und den impressionistischen Werken Claude Monets. Die Ausstellung hebt dabei das jedem Menschen innewohnende Potential mit Pinsel, Hand oder Stift künstlerische Gesten zu schaffen, hervor. Der im Titel verwendete Begriff der Osmose beschreibt in der Wissenschaft, wie Wasserpartikel sich durch eine semipermeable Membran bewegen, um einen Zustand des Gleichgewichts herzustellen. Murillo nutzt dieses Sinnbild für die Öffnung des Museums: Seine Ausstellung schafft Durchlässigkeit und Austausch zwischen Innen und Außen, zwischen Museum und Stadt sowie zwischen Potsdam und der Welt.

 

Das Projekt markiert zudem die erste Zusammenarbeit zwischen dem MINSK und dem Museum Barberini. Für die Ausstellung hat Murillo eine Reihe neuer Gemälde geschaffen, die sowohl im MINSK als auch mit einer Intervention im Museum Barberini zu sehen sind. Gleichermaßen sind zentrale Werke aus berühmten Serien von Claude Monet im MINSK ausgestellt.

 

»Oscar Murillo gelingt es, den Diskurs über das Medium Malerei voranzutreiben, indem er sichtbare wie unsichtbare Grenzen sprengt und soziale wie ökonomische Zyklen neu beschreibt«, sagt Anna Schneider, Direktorin des MINSK. »Seine Arbeit erschließt neue Möglichkeiten der Gemeinschaftsbildung. Kollektive Osmose wird zu einem gelebten Experiment, das Austausch fördert und Ungleichheit entgegenwirkt. Oscar Murillos Entscheidung, Claude Monet als Komplizen zu wählen – jenen Künstler, der Licht und Landschaft in weltweit bewunderte Werke mit leuchtenden Farben übersetzte –, ist eine kongeniale Idee. Es gelingt ihm damit, seinen eigenen Bezugsrahmen zu erweitern und sich der Idee einer universellen menschlichen Gemeinschaft anzunähern.« 

 

Die Ausstellung zeigt neue abstrakte Gemälde des Künstlers aus den Serien Surge, Scarred Spirits und Disrupted Frequencies und lädt in den Sommermonaten dazu ein, selbst an der Gestaltung eines gemeinschaftlichen Kunstwerks teilzunehmen. 

Diese Ausstellung endet in
29
Tage
12
Std
35
Min
23
Sek
Termine
Start14.03.2026
Ende09.08.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–19:00
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:00–19:00
Donnerstag10:00–19:00
Freitag10:00–19:00
Samstag10:00–19:00
Sonntag10:00–19:00
Veranstaltungsort
Das Minsk
Das MinskMax-Planck-Straße 17, 14473 Potsdam

Das ehemalige Terrassenrestaurant »Minsk«, erbaut in den 1970er Jahren im modernistischen Stil der DDR, wird wieder zu einem Ort für Begegnungen – zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst und zwischen Menschen. Hier werden Kunstwerke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Sammlung Hasso Plattner sind, in neuen Kontexten gezeigt. »Das Gebäude ist für viele Potsdamer:innen mit glücklichen Erinnerungen verbunden. Die Architektur aus der DDR-Zeit ist ein Teil der Geschichte Potsdams, und ich wollte den Potsdamer:innen diesen Ort zurückgeben.« — Hasso Plattner Ein Schwerpunkt der Sammlung Hasso Plattner liegt auf Kunst aus der ehemaligen DDR: DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam betreut die Werke aus der Sammlung, die nach 1945 entstanden sind. Der umfangreiche, über Jahre aufgebaute Bestand an bedeutenden Werken namhafter Künstler:innen aus der ehemaligen DDR, wie Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig und Ruth Wolf-Rehfeldt, bildet den Ausgangspunkt für das Programm des Hauses. Werke aus dieser Zeit werden im MINSK mit zeitgenössischer Kunst in Dialog gebracht. »Im neuen Ausstellungshaus finden die Arbeiten der Sammlung aus der Zeit nach 1945 ein Zuhause. Kunst aus der ehemaligen DDR ist bis heute in den Museen kaum vertreten und erfährt nicht die Wertschätzung, die sie verdient. Das wollen wir ändern, die Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich machen und zeigen, wie vielfältig und bedeutend die Kunst dieser Zeit ist.« — Hasso Plattner

Ausstellungskatalog