Die Ausstellung Under the Milky Way bringt Protagonist:innen und Kollektive zusammen, deren künstlerische Arbeiten spekulativ post-vandalischen Tendenzen in der Gegenwartskunst zugeordnet werden könnten – Praktiken, die auf Widerstand, Selbstermächtigung und autonomer Abstraktion beruhen.
Was mit Formaten des Aufbegehrens im öffentlichen Raum und der ungenehmigten Malerei begann, hat sich als neue künstlerische Sprache der Leinwand, der urbanen Materialität und straßennahen Konzeptkunst entwickelt.
Die Schau stellt Positionen vor, die die Bandbreite der Szene markieren und durch ihre künstlerische Unabhängigkeit jenseits institutioneller und – teilweise – legaler Strukturen auffallen. Manche haben einen Graffiti-Writing-Hintergrund, andere Malerei oder Bildhauerei studiert, viele beides. Die Kunst, die daraus erwächst, lässt sich mit drei Begriffen am treffendsten beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus. Hier finden sich raue Ideen, politischer Aktivismus, Ironie, autonome Kunst und konzeptuelle wie auch anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal mit politischen Haltungen, manchmal mit der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts.
Ein Katalog erscheint im Frühjahr 2026 beim DCV Verlag.
Gruppenausstellung | Kuratiert von Larissa Kikol und Christoph Platz-Gallus.

