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Karlsruhe

Zeichenlabor – Einladung zum kreativen Experimentieren

Mit dem Zeichenlabor öffnet die Junge Kunsthalle besondere Räume für künstlerisches Forschen, Ausprobieren und Entdecken.

 

Ein leises Kratzen von Bleistift auf Papier, irgendwo ein Rascheln, dann wieder Stille. Wer die Räume der Junge Kunsthalle betritt, landet nicht in einer klassischen Ausstellung, sondern in einem Experimentallabor, mit Linien, Flächen und offenen Fragen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eingeladen, an unterschiedlichen Stationen mit einfachen Materialien wie Papier, Bleistift oder Kohle aktiv zu werden und selbst Kunstwerke zu gestalten, die an einer Galeriewand präsentiert oder getauscht werden können.

 

Jede Station bietet einen eigenen Zugang zum Zeichnen und Gestalten, mal werden alle Sinne einbezogen, mal wird künstlerisch geforscht, mal mit Licht und Schatten gearbeitet. Hier lässt sich beispielsweise erkunden, wie Raum auf einer Fläche entsteht, wie Klänge in Linien übersetzt werden können oder welche Rolle der Zufall im kreativen Prozess spielt. Zeichnen wird dabei als sinnliches und erkenntnisorientiertes Verfahren erfahrbar.

 

Die Schau findet parallel zur Sonderausstellung Nanne Meyer. Gezieltes Umherirren in der Orangerie statt und nimmt deren forschenden Ansatz auf. Mit dem Aktivprojekt setzt die Junge Kunsthalle ihre Linie fort, sich als Ort der Auseinandersetzung mit Kunst zu positionieren – weniger als Ausstellungsraum im klassischen Sinn, sondern als Werkstatt, in der Prozesse im Vordergrund stehen.

Diese Ausstellung endet in
78
Tage
11
Std
39
Min
15
Sek
Termine
Start23.05.2026
Ende27.09.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Junge KunsthalleHans-Thoma-Straße 4, 76133 Karlsruhe

3500 Werke aus den wichtigen Epochen der europäischen Kunstgeschichte sowie knapp 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken umfasst die Sammlung der Kunsthalle Karlsruhe. Zurück geht diese auf den Kunstsinn und die Tätigkeit der badischen Markgräfinnen und Markgrafen als Sammler:innen. Schwerpunkt der Sammlung bilden die Kunst des Mittelalters und der Renaissance, die Niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die Französische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit Biedermeier, Romantik, Realismus und Impressionismus ist auch die Malerei des 19. Jahrhunderts mit bedeutenden Werken vertreten. Ebenso präsentiert werden mit der Klassischen Moderne u.a. Konstruktivismus, Expressionismus und Neue Sachlichkeit. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die Sammlung mit großen Bemühungen in die Gegenwart überführt, so dass auch Arbeiten des Informel, der Konzeptkunst, der Neuen Figuration sowie medienübergreifende Arbeiten vertreten sind. Als eines der ersten Museumsgebäude Europas konzipierte Heinrich Hübsch die Kunsthalle Karlsruhe zu Beginn des 19. Jahrhundert als Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei und Skulptur. Noch heute ist sie weitgehend in ihrer originalen Gestaltung erhalten. Um hier auch den Anforderungen der Gegenwart gerecht zu werden, ist eine bauliche Weiterentwicklung in Planung. Aufgrund einer sanierungsbedinten Schließung ist die Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe derzeit im ZKM Karlsruhe zu sehen.