Der Kölnische Kunstverein wurde 1839 gegründet und ist eine der ältesten Institutionen für zeitgenössische, junge Positionen im Rheinland. Viele der hier frühzeitig ausgestellten Künstler – wie zum Beispiel Max Ernst (1919), Hans Arp (1919) oder Paul Klee (1932) – sind längst zu festen Größen der Kunstgeschichte geworden.
Mit Ausstellungen wie Happening und Fluxus, 1970 von Harald Szeemann kuratiert, hat man Ausstellungsgeschichte geschrieben. Auch in jüngster Zeit hat der Kunstverein immer wieder herausragende Künstlerpositionen sowie vielversprechende Talente in einer spannenden Mischung gezeigt. Auf diese Weise leistet der Kölnische Kunstverein seit über 180 Jahren seinen relevanten Beitrag zu der Frage, was neue Kunst ist.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Monika Baer – Defection
Wenigen gelingen Werke von solch durchgehender Spannung. Es ist, als würde von Werkgruppe zu Werkgruppe eine brennende Fackel übergeben. Oder als sei auf jeder Leinwand Haut besonders fest auf den Knochen gespannt. Es ist eine Spannung, die allein aus malerischen Setzungen rührt, die Monika Baer in den vergangenen dreißig Jahren immer weiter entfaltet hat. Kompromisslos hat sie dabei ein Werk entwickelt, das sich losgelöst von allen Strömungen bewegt. Baers Bildsprache tritt zeitlos auf und ist gleichzeitig stark mit der Gegenwart verbunden. Es sind flanierende Bewegungen von dialektischer Natur, die ein geladenes Vibrieren erzeugen und auch die innerbildlichen Zusammenhänge charakterisieren.
Defection zeigt ihre jüngsten Arbeiten. Sie treten in die Nachbarschaft der zuvor entwickelten Motivgruppe mit Mänteln, die auf Felsnischen oder Simsen abgelegt sind. Es handelt sich bei beiden Komplexen um Räume der Untiefe. Ihrer verschlossen bleibenden Dimension liegt etwas Rätselhaftes zugrunde, dessen Detailversessenheit das abtastende Auge auf die Spur kommt, dem es aber nicht bis zum Ende folgen kann.
Eröffnung: 26. Februar 2026, 18–21 Uhr

