Die Paul Ege Art Collection ist Ausdruck einer lebenslangen Passion des 2019 verstorbenen Freiburger Unternehmers und Kunstmäzen Paul Ege und seiner Frau Helga. Ausgehend von einem grundsätzlichen Interesse an minimalistischen Tendenzen gehört sie heute europaweit zu den umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen im Bereich der Farbmalerei. Als Ausgangspunkt dieser Leidenschaft diente zunächst die Konzentration auf abstrakte, monochrome Malerei. Das sogenannte Radical Painting, einer zu Beginn der 1980er Jahre einsetzenden transatlantischen, informellen Malereibewegung, die die Aussagefähigkeit des Mediums analysierte, ist das Herzstück der Sammlung.
Die grundlegende Fragestellung nach dem Wesen von Malerei wurde im Laufe der letzten 15 Jahre auf das Bild ansich übertragen. So umfasst die Sammlung heute auch Skulpturen, Installationen, Zeichnungen genauso wie Fotografien und Videos, die danach fragen, welche Möglichkeiten ein Bild hat, wenn es nicht mehr ausschließlich der Aufgabe verpflichtet ist Wirklichkeit darzustellen, sondern als Ort des Sichtbarwerdens begriffen wird.
Nachdem 1997 die Sammlung erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde, ist sie seit 2004 in musealen Räumen im Industriegebiet Nord in jährlich zwei bis drei stattfindenden Ausstellungen präsentiert.
Noch zu Lebzeiten hatte Paul Ege entschieden, dass die Sammlung, die 2008 in eine Stiftung überführt wurde, selbst einen Namen erhalten sollte: Seit September 2019 erinnert die Paul Ege Art Collection (abgekürzt PEAC) nun mit ihrem Namen direkt an den Unternehmer und Kunstmäzen. Entsprechend dazu heißt der Ort, an dem die Paul Ege Art Collection bewahrt, gezeigt und vermittelt wird, PEAC Museum.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Textil
Im Rahmen des SCHULKUNST-Programms des Landes Baden-Württemberg präsentiert das PEAC Museum unter dem Titel TEXTIL über 50 künstlerische Arbeiten von Schüler:innen. Diese treten in einen Dialog mit abstrakten und konzeptuellen Werken zeitgenössischer Künstler:innen aus der Paul Ege Art Collection, die Textil als künstlerisches Medium nutzen, darunter Michał Budny, Henrik Eiben, Andrea Ostermeyer und Franziska Reinbothe.
Eingeladen, sich mit textilen Materialien auseinanderzusetzen, zeigen die Schüler:innen eine große Bandbreite künstlerischer Möglichkeiten mit Textil. Sie erkunden die haptische Qualität von Faden, Geflecht und Gewebe, greifen traditionelle Techniken wie Sticken, Weben, Knüpfen oder Nähen auf und entwickeln diese weiter. Interdisziplinäre Bezüge zu Mode und Design sowie grafische und filmische Arbeiten erweitern den Blick auf textile Materialien. Das weiche Material wird zur Inspirationsquelle und zum Experimentierfeld zugleich.
Als Teil der Ausstellung bietet die offene Werkstatt während der Öffnungszeiten des Museums Raum, selbst kreativ zu werden. Besucher:innen sind eingeladen, eigenen Impulsen zu folgen, neue Ausdrucksformen zu erproben und mit Techniken und stofflichen Materialien zu experimentieren.
Eröffnung: Mittwoch, 4. März 2026, 15 Uhr

