Das Sprengel Museum Hannover ist ein Haus für die internationale Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Den Anfang des Museums machte die großzügige Schenkung von Margrit und Bernhard Sprengel, die bis heute seinen Kernbestand bildet: 1969 übergab das Ehepaar seine Sammlung moderner Kunst der Landeshauptstadt Hannover. Die Schenkung war die Initialzündung zum Bau des Museums, dessen erster Bauabschnitt im Juni 1979 eröffnet wurde. Das Ehepaar unterstützte großzügig den Bau des Museums. Die Landeshauptstadt Hannover und das Land Niedersachsen kamen überein, den Bau und den laufenden Betrieb des 1979 eröffneten Museums gemeinsam zu tragen.
Neben der Sammlung Sprengel wurden die Bestände der Kunst des 20. Jahrhunderts von Stadt und Land aus dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover und dem Kestner Museum (heute Museum August Kestner) im Sprengel Museum Hannover zusammengeführt. Die Zusammenführung dieser wichtigen Bestände macht das Sprengel Museum Hannover zu einem der bedeutendsten Zentren moderner Kunst. Der Kunstbestand des Hauses ist durch Ankäufe, vor allem durch Schenkungen und Dauerleihgaben, kontinuierlich angewachsen.
Veranstaltungen und Ausstellungen
GABRIELA JOLOWICZ. HOLZSCHNITTE – WOODCUTS
Alljährlich ehrt die Stiftung Niedersachsen eine Persönlichkeit der niedersächsischen Kunstszene mit einer Ausgabe der Buchreihe »Kunst der Gegenwart«. Die Bücher sind Anerkennung und Ehrung für die Kunstschaffenden, die zumeist auf eine beachtliche Karriere und ein umfangreiches Werk blicken. Jede*r Künstler:in erhält die Möglichkeit, die Monografie nach eigenen Wünschen zu gestalten. Begleitend zu den jeweiligen Neuerscheinungen findet im Sprengel Museum Hannover eine Ausstellung statt. 2026 ist Gabriela Jolowicz, Jahrgang 1978, ausgewählt für die etablierte Monografienreihe.
Die in Salzgitter geborene Gabriela Jolowicz gehört zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Holzschnitts in Deutschland. Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Arbeiten verwandeln banale Alltagsszenen in Erzählungen voller Witz und Tiefe. Oft bezieht sie sich auch auf die Geschichte des künstlerischen Holzschnitts selbst und verwandelt historische Vorbilder in zeitgemäße Bilder. Mit feiner Beobachtungsgabe entschleunigt Jolowicz die visuelle Überladung unserer Zeit – und zeigt, wie das Alltägliche im Holzschnitt seine ungeahnte Tiefe entfaltet.
Kuratiert von Stefan Gronert
Eröffnung: 20. Januar 2025, 18:30 Uhr

