Das Zentrum Paul Klee verfügt mit rund 4 000 Werken über die weltweit bedeutendste Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen sowie zusätzlich über Archivalien und biografische Materialien aus allen Schaffensperioden von Paul Klee.
Eine Hauptaufgabe des Zentrum Paul Klee besteht darin, das künstlerische, pädagogische und theoretische Werk Paul Klees sowie dessen Bedeutung im kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang seiner Zeit wissenschaftlich zu erschliessen und über verschiedene Kanäle und Medien zu vermitteln.
Durch zeitgemäße Fragestellungen, neue wissenschaftliche Interpretationen und innovative Vermittlungsformen will das Zentrum Paul Klee das künstlerische Potenzial Paul Klees in die Gegenwart einbringen.
Durch seine Aktivitäten etabliert sich das Zentrum Paul Klee als weltweites Kompetenzzentrum für die Erforschung und Vermittlung von Leben und Werk Paul Klees, dessen Wirkungsgeschichte und weiterer relevanter kultureller Themen. Es unterhält eine effiziente und moderne Forschungsinfrastruktur und entwickelt differenzierte Angebote an Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammen, die sich an wissenschaftlichen Ansprüchen wie auch an den Bedürfnissen von Besucherinnen und Besuchern unterschiedlicher Altersstufen, biografischer Voraussetzungen und kultureller Interessen orientieren.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Kosmos Klee. Die Sammlung
Die Dauerausstellung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmäßig ausgewechselt werden.
Paul Klee (1879–1940) sucht als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne nach neuen Ausdrucksformen, die den gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen seiner Zeit gerecht werden. Er stellt alles in Frage, was in Europa gelehrt wird, und orientiert sich an Kinderzeichnungen und nicht-europäischen Kulturen genauso wie an den Strukturen und Prozessen der Natur. Zudem setzt er sich mit künstlerischen Bewegungen wie dem Expressionismus, dem Kubismus, dem Dadaismus, dem Surrealismus und dem Konstruktivismus auseinander, ohne sich einer dieser Gruppen anzuschließen. Das politische Geschehen kommentiert Klee in zahlreichen Werken mit ironischer Distanz. Der Erste und der Zweite Weltkrieg haben einschneidende Folgen für Klees Leben. Seine Netzwerke brechen auseinander und führen zur Isolation des Künstlers.
Im »Fokus-Raum« organisieren wir kleinere Ausstellungen mit inhaltlichem Fokus auf Paul Klees Werk sowie mit Künstler:innen oder zu Themen mit einem überraschenden Bezug zu Kees Schaffen.
Anni Albers. Constructing Textiles
Anni Albers (1899–1994) ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Kunst und des Designs des 20. Jahrhunderts. Ihr kreatives und experimentelles Schaffen beginnt in den 1920er Jahren am Bauhaus, wo sie bei Paul Klee in den Unterricht ging.
1933 emigriert sie in die USA und etabliert sich dort als Weberin, Textildesignerin und bildende Künstlerin. Neben malerischen Webarbeiten, die als autonome Kunstwerke zu betrachten sind, widmet sich Albers der Entwicklung neuer Textilien für Gebäude und Innenräume, sogenannter »nützlicher Objekte«. Sie erachtet das Weben als die fortschrittlichste Form des modernen architektonischen Denkens. Die Ausstellung fokussiert auf die Verbindung zwischen Textil und Architektur, zwischen Weben und Bauen. Durch das tiefgreifende Verständnis für das Material und seine Anwendungen ist Albers’ Arbeit von hoher Aktualität und Relevanz im Hinblick auf heutige Herausforderungen im Bereich der Energie und der materiellen Ressourcen. Darin manifestiert sich ihre große Bedeutung als Designerin, Theoretikerin und Innovatorin auf dem Gebiet der Textilien sowie als einzigartige Künstlerin.
Kuratorinnen: Fabienne Eggelhöfer und Brenda Danilowitz
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit von Zentrum Paul Klee, Bern, und der Josef and Anni Albers Foundation, Bethany CT, in Kooperation mit ARoS Aarhus Kunstmuseum.
Fokus. Hans Fischli (1909–1989)
Hans Fischli war ein Schweizer Architekt, Künstler und Schüler von Paul Klee, Josef Albers und Wassily Kandinsky am Bauhaus. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz entstand ab Ende der 1920er-Jahre unter dem Titel Zellengebilde eine umfangreiche Serie von Farbstift- und Tuschezeichnungen.
Einige dieser Werke entstanden während einer dreimonatigen Haftstrafe, die er aufgrund von Dienstverweigerung verbüßte. Der Titel der Serie verweist dabei auf die Gefängniszelle als Entstehungsort und dient als Ausgangspunkt für die Ausstellung, die mit drei Architekturprojekten die politische Lage in den 1930er- und 1940er-Jahren thematisiert.
Kuratoren: Fredi Fischli und Niels Olsen
Fokus. Hans Fischli (1909–1989) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee.
Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.
In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.

