Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Künstler:innen eine neue Bildsprache: Sie sollte nicht mehr das Sichtbare abbilden, sondern radikal modern sowie weltweit verständlich sein.
Wissenschaft, Technik und Fortschritt, aber auch die Suche nach dem Geistig-Seelischen wurden zu Triebfedern für eine Kunst, die ganz auf Linien, Farben und Formen reduziert war. Bis heute fasziniert uns die Abstraktion in ihren vielfältigen Ausprägungen.
Im Zentrum dieser Ausstellung mit rund 60 Werken stehen drei bedeutende Neuerwerbungen von Carmen Herrera, Wassily Kandinsky und Mark Rothko. Umringt von weiteren Gemälden und Skulpturen der eigenen Sammlung veranschaulichen sie drei unterschiedliche Spielarten der Abstraktion – das Lösen vom Gegenstand, die geometrische Konstruktion und die Farbfeldmalerei. Mit ihren transnationalen Biografien belegen diese Künstlerpersönlichkeiten außerdem, dass die Abstraktion von jeher eine globale Bewegung war und noch immer ist.
Kuratiert von Karin Schick, Direktorin der Hilti Art Foundation.

