Ausstellungen

Entdecken Sie aktuelle und kommende Ausstellungen in Museen und Galerien

Ausstellung

DIE BLAUEN REITERINNEN

13.03.2027 - 01.01.2100
11:00 - 18:00
Bremen

Erma Bossi – Sonia Delaunay-Terk – Emmi Dresler – Elisabeth Epstein – Elisabeth Erdmann-Macke – Natalija Gontscharowa – Else Lasker-Schüler – Maria Franck-Marc – Olga Meerson – Gabriele Münter – Carla Pohle – Marianne von Werefkin

 

»Hochverehrte Prinzessin, vieladeliger wilder Junge, süße Malerin, wann darf ich kommen – ich träume von der Süßigkeit Ihrer Bilder. (Der Prinz von Theben) Else Lasker-Schüler (Der blauen Reiterreiterin Freundin.)«

Else Lasker-Schüler an Marianne von Werefkin 1913

 

In einem Brief an Marianne von Werefkin erfand die expressionistische Dichterin Else Lasker-Schüler 1913 den einprägsamen Begriff der »Blauen Reiterreiterin«.

 

Dass neben Werefkin zahlreiche Künstlerinnen im Umfeld der Bewegung und ihren Ausstellungen aktiv waren und sie entscheidend mitprägten, zählt zu den Besonderheiten des »Blauen Reiters«. Neben Werefkin und Gabriele Münter sind darunter Maria Franck-Marc und Elisabeth Epstein, die ein grenzüberschreitendes Netzwerk zu Erma Bossi, Sonia Delaunay und Natalija Gontscharowa aufbauten. Ihre Rollen innerhalb des »Blauen Reiters«, ihre Einflüsse auf die ästhetische Theorie und Kunst der Bewegung sowie ihr Wirken über den Ersten Weltkrieg hinaus sind nun erstmals Thema einer umfassenden Ausstellung, die an vier Stationen in Deutschland sowie der Schweiz präsentiert wird. Der Titel geht auf die Überformung Lasker-Schülers zurück und gewährt bereits einen Einblick in die komplexen emanzipatorischen Bestrebungen der Künstlerinnen.

 

Mit der Ausstellung feiert das Paula Modersohn-Becker Museum als weltweit erstes Museum, das dem Werk einer Malerin gewidmet ist, am 2. Juni 2027 sein 100-jähriges Bestehen. Die Bremer Pionierin der Moderne wird dann auf zwölf Zeitgenossinnen treffen, die ihr Ziel teilten, in ihrer Kunst mit etablierten Wahrnehmungsgewohnheiten zu brechen.

 

Eine Ausstellung des Paula Modersohn-Becker Museums in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München sowie der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona/CH

Museen Böttcherstraße
Ausstellung

Die Blauen Reiterinnen

22.10.2026 - 21.02.2027
10:00 - 17:00
Wiesbaden

»Hochverehrte Prinzessin, vieladeliger wilder Junge, süße Malerin, wann darf ich kommen – ich träume von der Süßigkeit Ihrer Bilder. (Der Prinz von Theben) Else Lasker-Schüler (Der blauen Reiterreiterin Freundin.)«

Else Lasker-Schüler an Marianne von Werefkin 1913

 

Der »Blaue Reiter« ist ein Kreis von unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die im Bereich der ästhetischen Theorie, Malerei, Grafik, Literatur und Musik Visionäres geleistet haben. Mit seinen beiden in den Jahren 1911 und 1912 organisierten Ausstellungen und dem 1912 herausgegebenen Almanach steht er für eine Subjektivierung in der Kunst, die Befreiung der Farbe vom Gegenstand und die Idee einer Gleichwertigkeit von künstlerischen Ausdruckformen unterschiedlicher Epochen, Gattungen und Regionen. Damit ist er Teil der internationalen Avantgardebewegungen vor dem Ersten Weltkrieg.

 

Nahezu völlig unerforscht blieb bis heute, welchen großen Anteil die einzelnen Künstlerinnen im Umfeld des »Blauen Reiter« an der Entwicklung der Moderne hatten, welche Strategien und Netzwerke sich diese zurechtlegten, um trotz des damals herrschenden, ihnen völlig widrigen gesellschaftlichen Normengefüges ein Leben als selbstständige Künstlerin führen zu können, und wer waren all die mitunter völlig vergessenen, in ihren Lebensläufen kaum mehr zu rekonstruierenden Künstlerinnen überhaupt, das sind die Themen der Ausstellung Die Blauen »Reiterreiterinnen«. Und hier sind sie:

 

Erma Bossi – Sonia Delaunay-Terk – Emmi Dresler – Elisabeth Epstein – Elisabeth Erdmann-Macke – Natalia Gontscharowa – Else Lasker-Schüler – Maria Franck-Marc – Olga Meerson – Gabriele Münter – Carla Pohle – Marianne von Werefkin

 

Eine Ausstellung des Museum Wiesbaden in Kooperation mit dem Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München sowie der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona/CH

Museum Wiesbaden
Ausstellung

Menschenbilder. Porträt- und Genrefotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert – Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek

13.10.2026 - 31.01.2027
10:00 - 18:00
München

Während der Sanierung der Neuen Pinakothek sind Meisterwerke des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek zu Gast. Die Dauerausstellung »Von Turner bis van Gogh« wird im Jahr 2026 durch temporäre Sammlungspräsentationen ergänzt, die den Fokus auf besondere Themen und Werkgruppen richten.
 

Die Neue Pinakothek verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Italien. Meist sind Landschaften und architektonische Monumente von Venedig bis Neapel die Motive. Doch bereits sehr früh spielt auch der Mensch eine wichtige Rolle – als Individuum oder als Vertreter einer bestimmten sozialen Schicht.

Die Porträtfotografie trug ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entscheidend zur Durchsetzung des neuen Mediums bei. Fotografische Bildnisse wurden meist im Carte-de-visite-Format angefertigt und waren so für breite Käuferschichten erschwinglich. In kleinen Alben wurden nicht nur Fotografien der eigenen Familie und des Freundeskreises gesammelt, sondern auch von berühmten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.

Porträts der letzten Bourbonen auf dem Thron des Königreichs beider Sizilien in Neapel stehen neben Angehörigen der papsttreuen Adelsfamilien in Rom. Andere Aufnahmen zeigen die Protagonisten des Risorgimento von Mazzini bis Garibaldi. So entsteht im intimen Format der Carte-de-visite ein Panorama der italienischen Gesellschaft und ihrer Gegensätze in den Jahren um 1860.

Genreaufnahmen geben Einblick in soziale Realitäten, auch wenn sie meist inszeniert und im Atelier des Fotografen aufgenommen wurden. Sie zeigen Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Gruppen als Typen. Kolorierte Fotografien stellen Modelle in den Trachten verschiedener Regionen vor und konnten von Malern als Vorlagen für Genrebilder verwendet werden.

Die Sammlungspräsentation bietet mit rund fünfzig Fotografien einen Einblick in dieses Thema, das in enger Wechselwirkung mit der Malerei der Zeit steht. Die Fotografien stammen aus der Sammlung Dietmar Siegert, die der Pinakotheks-Verein in Verbindung mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe 2014 für die Neue Pinakothek erworben hat.

Alte Pinakothek
Ausstellung

Lovis Corinth – Dann kam Berlin!

09.10.2026 - 25.01.2027
10:00 - 18:00
Berlin

Lovis Corinths Bedeutung für die Moderne ist kaum zu überschätzen. Bereits zu Lebzeiten zählte der virtuose Maler (1858–1925) zu den bekanntesten und ein­flussreichsten Persönlichkeiten der Berliner Kunst­szene. In Tapiau in Ostpreußen geboren und aufgewach­sen zog er im Jahr 1900 von München nach Berlin. Die Reichshauptstadt war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich progressiver und lebendiger als die bayrische Residenzstadt. »Angefangen hat es erst in Berlin«, soll Corinth seine Erfolgsgeschichte an der Spree kommentiert haben.

 

Im Fokus der großen Schau in der Berlinischen Galerie stehen Corinths steile Karriere und sein großer Einfluss auf die Kunstszene der Stadt, aber auch sein prägendes privates Umfeld. Wie modern der Künstler malte, lebte und dachte, zeigen darüber hinaus weniger bekannte Themen, denen eigene Kapitel gewidmet sind: Corinths Malschule, in der er vor allem Frauen unterrichtete, und seine Arbeit für das Berliner Theater. Bis heute steht Corinths Position für einen spontanen, expressiven Umgang mit Pinsel und Farben, der die Entwicklung der Malerei entscheidend prägte. Man denke an die Berliner Jungen Wilden, aber auch an Georg Baselitz oder den englischen Künstler Lucien Freud.

 

Die Berlinische Galerie besitzt einen Bestand qualitätvoller Gemälde des Künstlers. Mit  der Ausstellung erforscht sie die eigene Sammlung und erweitert ihre erfolgreiche Reihe monografischer Ausstellungen zur Berliner Moderne, darunter 2023 Edvard Munch, 2021 Ferdinand Hodler, 2019 Lotte Laserstein, 2017 Jeanne Mammen oder 2015 Max Beckmann.

Berlinische Galerie
Ausstellung

Zauri Matikashvili

20.06.2026 - 20.09.2026
12:00 - 18:00
Münster

Die Kunsthalle Münster freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung von Zauri Matikashvili zu zeigen und damit einen Einblick in das Schaffen des georgischen Künstlers zu geben, der seit 2003 in Deutschland lebt. Dazu werden sowohl ältere Arbeiten, aber auch eine neue Produktion gezeigt. Die Filme Matikashvilis sind in der Regel einzelnen Personen, Personengruppen oder Orten gewidmet. Meist sind es ihm fremde Personen, denen er in seinen Filmen begegnet und die ihn für eine Weile, mitunter auch nur für einen kurzen Moment, an ihrem Leben teilhaben lassen. Dabei zeigt er sich fasziniert von den unberechenbaren und überraschenden Momenten in der Begegnung mit den Menschen, auf die er trifft, von deren Gedanken, Begehren, Wünschen und Meinungen. Und es sind eben jene Momente, die er mit uns teilt.

 

Vor dem Hintergrund momentaner gesellschaftlicher Entwicklungen, einer Demokratie, die unter Druck steht, der Konfrontation mit einem zunehmenden Populismus und einem allgemeinen politischen Rechtsruck, der Zunahme sozialer Ungleichheiten sowie einer Abkehr von einer sozialen Politik, scheinen die Filme von Zauri Matikashvili von einer besonderen Dringlichkeit. Er macht Personen zu Protagonist:innen, denen in der Regel nur wenig Aufmerksamkeit zuteilwird, wendet sich Minoritäten zu. Er teilt Geschichten, die sich jenseits der Mehrheitsgesellschaft abspielen und die dringend gehört werden müssen, widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven Themen wie Segregation, Rassismus und einer zunehmenden Repression. Mit Filmen, Performances und Skulpturen fragt er, wie der Alltag der Menschen mit Macht und Widerstand verbunden ist, wie Gesellschaften im Detail funktionieren – oder auch nicht.

 

Zauri Matikashvili (geb. in Kvareli, Georgien) lebt und arbeitet in Münster und Amsterdam. Er hat bildende Kunst an der Kunstakademie Münster und der Kunstakademie Düsseldorf studiert. In seinen Filmen und Performances befragt er die soziokulturellen und politischen Zusammenhänge unterschiedlicher Gesellschaften und Nationen, welche die Identitätskonstruktion individueller Lebensrealitäten prägen. Besonders interessiert ihn, wie Narrative und Bilder Gemeinschaft stiften. Im Mittelpunkt seiner Werke stehen oft Menschen, die sonst nur wenig Beachtung finden. Sein Werk schwankt zwischen Beobachten, Bezeugen, (medialem) Gestalten und bewusster Provokation. Die Werke Matikashvilis waren im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster (2025), im Het Documentaire Paviljoen, Amsterdam (2024), bei Antimatter Media Art in Victoria (Canada, 2023), bei By Art Matters, Hangzhou (2023), im Eye Filmmuseum, Amsterdam (2023), in der Cité Internationale des Arts, Paris (2022), bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (2022), im Kunstverein Harburger Bahnhof (2021), beim Filmfestival Münster (2021), im HMKV, Dortmund (2021), im Atelier No. 63 von PACT Zollverein, Essen (2020) sowie in der Sammlung Philara in Kooperation mit der Filmwerkstatt Düsseldorf (2020), dem Theater im Pumpenhaus, Münster (2018), den Skulptur Projekten Münster (2017) und dem Kunstverein Gelsenkirchen (2016) zu sehen. Zwischen 2022 und 2024 war er Artist in Residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten, Amsterdam, zuvor hatte er Residenzen an der Cité Internationale des Arts Paris (2022) und bei PACT Zollverein in Essen (2021). 2025 erhielt er das KUNSTFONDS Stipendium.

 

Kuratorin: Merle Radtke

 

Eröffnung: 19. Juni 2026, 18 Uhr

Kunsthalle Münster
Ausstellung

Miao Ying

19.06.2026 - 27.09.2026
11:00 - 18:00
Wien

Digitale Überwachung, KI und visuelle Manipulation – Miao Ying macht die Schattenseiten unserer vernetzten Welt sichtbar. Im Belvedere 21 eröffnet ihre Einzelausstellung einen differenzierten Blick auf die Ästhetiken digitaler Kontrolle. Mit Installationen, Malerei und Video reflektiert die Künstlerin globale Medienkulturen, Zensurmechanismen und die Macht generativer Technologien.

 

Kuratiert von Sergey Harutoonian. 
Assistenzkuratorin: Vasilena Stoyanova

 

 

Biographie

 

Miao Ying (* 1985 in Shanghai) lebt und arbeitet in New York und Shanghai. Sie gehört zur ersten Generation zeitgenössischer chinesischer Künstler*innen, die im Zeitalter des Internets, der zunehmenden Globalisierung, gesellschaftlicher Umbrüche wie der Ein-Kind-Politik und massiver wirtschaftlicher Transformationen in China aufgewachsen sind.

 

Nach künstlerischen Ausbildungen in China und in den USA entwickelt sie ein kritisches, oft ironisches Werk an der Schnittstelle von Technologie, Ideologie und digitalen Bildwelten. Ihre Installationen, Videos und Gemälde thematisieren die Mechanismen digitaler Überwachung, staatlicher Kontrolle und medialer Manipulation.

 

In ihren jüngsten Arbeiten setzt Ying KI-generierte digitale Bilder ein, die sie mithilfe generativer neuronaler Netzwerke unter festgelegten Parametern erzeugt und anschließend in analoge, malerische Formate überführt. So verschränkt sie digitale Technologien mit klassischer Bildproduktion und hinterfragt dabei unsere Wahrnehmung von Realität und Kontrolle.

 

Arbeiten von Miao Ying wurden u. a. im MoMA PS1 und im New Museum (New York), im M+Museum (Hongkong), im KW Institute für zeitgenössische Kunst (Berlin), auf der Gwangju Biennale (Südkorea) und im chinesischen Pavillon der Biennale von Venedig gezeigt.

Belvedere Wien
Ausstellung

Christopher Lehmpfuhl | Alter Markt Potsdam

30.05.2026 - 25.10.2026
10:00 - 18:00
Potsdam

Ab dem Frühjahr 2025 widmet sich der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl auf Einladung unseres Fördervereins ein ganzes Jahr lang dem Alten Markt. Aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten malt er einen der bekanntesten Plätze Deutschlands. Die während dieser Zeit direkt vor Ort entstandenen Werke werden in einer eigenen Ausstellung im Potsdam Museum zu sehen sein – parallel zur Ausstellung »Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025«.

 

Christopher Lehmpfuhl, 1972 in Berlin geboren, studierte Freie Malerei an der Universität der Künste Berlin bei Klaus Fußmann, dessen Meisterschüler er wurde. Seine – in Anlehnung an die deutschen und französischen Impressionisten – sehr pastose, fast reliefartige Pleinairmalerei verschaffte ihm international Anerkennung. Zahlreiche Malreisen führten ihn nach Australien, China, Indien, USA, Georgien, Island, Irland, Italien, Österreich, die Schweiz und jüngst Indonesien. In Berlin hat er seinen bislang größten Zyklus vom Rückbau des Palastes der Republik und Aufbau des Stadtschlosses in über 140 Großformaten dokumentiert.

 

Gemeinsam mit seiner Frau Erika veröffentlichte er rund 100 Publikationen. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, wie den Gasag Kunstpreis, das Stipendium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste oder den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft. Neben der Ölmalerei machte er sich auch einen Namen als Aquarellist, Grafiker und Bildhauer. Seit zwei Jahren beschäftigt er sich zudem mit der Glaskunst und Keramik. Lehmpfuhl ist in zahlreichen namhaften Kunstsammlungen vertreten, wie der Sammlung Würth, der Sammlung des Deutschen Bundestags und der Kunstsammlung Rudi Bindella.

 

Die Ausstellung ist ein Projekt des Fördervereins des Potsdam Museums in Kooperation mit KORNFELD Galerie Berlin und dem Potsdam Museum. 

Potsdam Museum
Ausstellung

Gerenot Richter zum 100. Geburtstag

23.05.2026 - 19.07.2026
11:00 - 18:00
Ahrenshoop

Gerenot Richter (1926–1991)

 

Gerenot Richter machte nach dem Krieg zunächst eine Ausbildung zum Lehrer und arbeitete 1948–1949 als Neulehrer in Dresden. 1949 bis 1953 studierte er Kunsterziehung und Geographie an der Technischen Hochschule Dresden, der Universität Leipzig und der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

1953 wurde Richter wissenschaftlicher Assistent für Methodik der Kunsterziehung und der künstlerischen Praxis an der Humboldt-Universität. 1955 erhielt er einen Lehrauftrag für Malerei und Grafik am Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität, wo er 1957 promovierte. 1962 bis 1965 machte er ein externes Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Heinrich Burkhardt und Fritz Dähn, das er mit dem Diplom abschloss. 1966 wurde Richter Dozent für Theorie und Praxis der künstlerischen Gestaltung am Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität. 1971 erfolgte seine Berufung zum außerordentlichen Professor und 1979 bis zu seiner Emeritierung 1989 war er Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit für Malerei und Grafik an der Humboldt-Universität.

 

Richter war ein Meister der Radierung. Sein Werk umfasst auch eine Vielzahl von Zeichnungen, unter denen sich etliche befinden, die an die Qualität seiner besten Tiefdrucke heranreichen, sowie eine beachtliche Zahl von Aquarellen, Pastellen und Gemälden.

 

Einsichten und Eindrücke, die Gerenot Richter auf seinen Reisen sammelte, fanden immer wieder in unterschiedlicher Weise ihren Niederschlag in seinen Bildern. Dazu zählen die Landschaftsgraphiken von der Ostseeküste, ob nun von der Insel Rügen oder von der Halbinsel Fischland/Darß und Ahrenshoop.

 

Eröffnung: 22. Mai 2026, 18 Uhr

Kunstmuseum Ahrenshoop
Ausstellung

Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025

16.05.2026 - 25.10.2026
10:00 - 18:00
Potsdam

Der Alte Markt – Herzstück Potsdams und seit jeher Projektionsfläche für große Ideen.

 

Einst die belebte Mitte Potsdams, war der historische Alte Markt ein städtebauliches Kleinod im italienischen Stil, das europaweit seinesgleichen suchte.

 

Seit seiner Zerstörung 1945 wurde in den vergangenen 80 Jahren um kaum einen Platz so leidenschaftlich gerungen. Die Vorstellungen verkörperten meist diametral entgegengesetzte Positionen – in der DDR ebenso wie im vereinten Deutschland. Dabei war der Platz über weite Strecken hinweg Brache, Parkplatz, Grünfläche oder Baustelle.

 

Die historische Gestalt bleibt bis heute für viele die einzig vorstellbare Form, andere favorisierten Pläne, die beispielsweise mit den gegebenen (DDR-)Gebäuden arbeiteten. In jedem Fall erhitzte die Gestalt des Alten Marktes über viele Jahrzehnte die Gemüter der Stadtbevölkerung.

 

Die Ausstellung zeigt den Alten Markt im Wandel der Zeit – anhand historischer Pläne, Fotografien und Modelle. Sie veranschaulicht politische, gesellschaftliche und städtebauliche Visionen, die den Alten Markt seit 1945 geprägt haben – bis hin zu aktuellen Diskussionen um Klimaanpassung und zukünftige Nutzung.

 

Sie möchten eigene Erinnerungen, Fotos oder Objekte zum Alten Markt nach 1945 beitragen? Schreiben Sie uns gerne an: [email protected]

 

Die Ausstellung wird von Dr. Wenke Nitz, wiss. Mitarbeiterin Historische Sammlung, Schrift und Druck, und Dr. Uta Kumlehn, wiss. Mitarbeiterin Sammlung Bildende Kunst bis 1850 und Angewandte Kunst, kuratiert.

Potsdam Museum
Ausstellung

Natur und Antike – Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom

14.04.2026 - 05.07.2026
10:00 - 17:00
Bremen

Die Kunsthalle Bremen entdeckt den Maler Friedrich Nerly in einer großen Ausstellung.
Ab in den Süden – das war der große Trend in der Romantik. Auch Friedrich Nerly (1807–1878) ging bereits mit 21 Jahren nach Italien. Er arbeitete in Rom, Tivoli und Olevano, damals wie heute Hotspots der Künstler und Touristen. An der Küste entlang reiste er nach Neapel und bis Sizilien. Dabei entstanden sonnendurchflutete Zeichnungen und Aquarelle vor der Natur, die ihm als Grundlage für Gemälde dienten.

 

Höhepunkt der Ausstellung ist das Gemälde Campagnalandschaft mit Aqua Claudia von 1836. Jahrzehntelang schlummerte es im Depot – ein schwerer Fall für die Restaurierung. Erst eine großzügige Spende ermöglichte seine aufwendige Wiederherstellung. Ein unbekanntes Hauptwerk Nerlys kam ans Licht!
Das Motiv war damals neu und spektakulär: Die imposanten Ruinen des Aquädukts vor den Toren Roms. Erst seit Ende der 1820er Jahre erwachte das Interesse von Künstlern an dem Monument. Nerlys Gemälde steht am Beginn dieser Entwicklung und ist in seiner Gestaltung einzigartig. Werke u.a. von Blechen, Piranesi, Schirmer und Spitzweg veranschaulichen die Karriere des Bildsujets.

 

Mit der Fotoserie Aqua Claudia, 2014, von Hans-Christian Schink schlägt die Ausstellung den Bogen in die Gegenwart und regt aktuelle Debatten an: über vergessene und wiederentdeckte Orte, über den Wandel unseres Blicks auf das kulturelle Erbe Italiens und über die Geschichte und Zukunft der Wasserversorgung – ein essentielles Thema in Zeiten des Klimawandels.

Kunsthalle Bremen
Ausstellung

Die Kunsthalle schließt – Willkommen zum Opening!

01.04.2026 - 01.04.2029
Düsseldorf

2026 soll sich für die Kunsthalle Düsseldorf einiges ändern:
Das Haus am Grabbeplatz soll ab April 2026 für bis zu drei Jahre geschlossen und saniert werden (mehr Informationen zur Sanierung siehe 
hier.

 

Aber das bedeutet nicht, dass das Programm der Kunsthalle pausiert, im Gegenteil:
Um für euch sichtbar und erlebbar zu bleiben, möchten wir uns auf eine Tour durch die 50 Stadtteile Düsseldorfs begeben und zu Gast in anderen Institutionen, in Zwischennutzungen, in Parks und auf Plätzen sein.

 

Wir kommen dorthin, wo ihr seid, um gemeinsam mit euch ein spannendes Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Bildungsprogramm zu realisieren.
Unser Fokus bleibt bestehen: Die Kunsthalle als Ort für das Gegenwärtige, Raum für Experimente, Erfahrungen, internationale Strömungen und Düsseldorfer Positionen. Plattform für neue Talente und etablierte Namen, Basis der Künstler*innen und Standort für Möglichkeiten. Mit ihrem Programm eröffnet die Kunsthalle weiterhin zeitgenössische Themenfelder und Diskursräume und bleibt lebendiger Ort für Austausch.

 

Aktuell planen wir die ersten Stationen unserer Tour. Von eintägigen Konzerten, Lesungen und Performances bis hin zu mehrtägigen oder mehrwöchigen Projekten und Ausstellungen wartet ein spannendes und umfangreiches Programm mit vielen interessanten Kooperationspartnern auf euch.
Auch am Grabbeplatz und im digitalen Raum werden wir immer wieder zu Gast sein.
Im Sommer 2025 stellt die Kunsthalle weitere Details zu ihrer Planung vor.

 

Habt ihr eine Idee, wohin die Kunsthalle in Düsseldorf kommen soll?
Dann meldet euch gerne dort!

 

Die Kunsthalle freut sich auf eure Vorschläge und Wünsche!

Kunsthalle Düsseldorf
Ausstellung

Duane Linklater. Cache

21.03.2026 - 21.06.2026
11:00 - 18:00
Bielefeld

Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland entwickelt Duane Linklater eine ortsspezifische Installation, die zentrale Fragen zum Umgang mit Erinnerung, Sammlung und musealer Verantwortung aufwirft. Ausgangspunkt ist der Begriff cache – ein Lager zur Aufbewahrung, wie es in Indigenen Kulturen Kanadas praktiziert wurde, und heute auch als digitale Speicherform bekannt ist.

 

Linklater, Omaskêko Ininiwak der Moose Cree First Nation, transformiert diese Idee in skulpturale Gerüstkonstruktionen. Diese industriellen Module tragen Gemälde, Objekte und persönliche Dinge – nicht zur unmittelbaren Aneignung, sondern als Speicher, die sich dem Zugriff des Publikums entziehen. Die Ausstellung verknüpft Indigene Perspektiven und Praktiken mit aktuellen Fragen zu kultureller Zugehörigkeit, Zirkulation von Wissen und kolonialem Erbe westlicher Institutionen.

 

Im Zusammenspiel mit einer vom Künstler mitkuratierten Sammlungspräsentation entstehen Resonanzräume zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. So entsteht eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Fragen nach Sammlung, Erinnerung, Aufbewahrung und musealer Verantwortung: Wer entscheidet, was bewahrt wird? Was erzählen Dinge über kulturelle Identitäten – und über Institutionen? Welche Geschichten zirkulieren zwischen Menschen, Objekten und Orten? In der Kunsthalle Bielefeld treffen somit Vergangenheit und Gegenwart aufeinander – in einem lebendigen Speicher kollektiver Aushandlung.

 

Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Künstler, der Wiener Secession und der Galerie Rudolfinum, Prag, konzipiert.

Kunsthalle Bielefeld
Ausstellung

Constantin Brancusi

20.03.2026 - 09.08.2026
10:00 - 18:00
Berlin

Brancusi (1876–1957) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Nach traditionell-akademischen Anfängen fand er ab 1907 in Paris zu einem eigenen Stil. Seine organischen bis auf das Wesentliche reduzierten Skulpturen machen ihn zum Vorreiter der skulpturalen Abstraktion im frühen 20. Jahrhundert. Brancusis stetige Suche nach einem künstlerischen Ideal manifestiert sich in den formalen Variationen weniger Motive und dem Spiel mit wechselnden Materialien und Oberflächen. Gekonnt nutzte er spezifische Sockel, Licht, Bewegung sowie Fotografie und Film, um seine Skulpturen in Szene zu setzen.

 

In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutschland. Mit über 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Filmen und bisher kaum gesehenen Archivmaterialien aus dem Centre Pompidou sowie aus weiteren privaten und öffentlichen internationalen Sammlungen, präsentiert die Ausstellung den bisher umfangreichsten Überblick über Brancusis vielseitiges Schaffen. Neben Hauptwerken wie »Der Kuss«, »Vogel im Raum«, »Schlummernde Muse« oder »Unendliche Säule« zeigt die Ausstellung eine Teilrekonstruktion des berühmten Ateliers von Brancusi, das damit erstmals seit seiner Übergabe an den französischen Staat 1957 außerhalb von Paris zu sehen ist.

 

Während das Werk von Constantin Brancusi in Frankreich sehr populär ist, ist der Bildhauer in Deutschland bisher nur Eingeweihten ein Begriff. Die Ausstellung soll dem Künstler auch in Deutschland die ihm gebührende Wahrnehmung verleihen.

Neue Nationalgalerie
Ausstellung

Monets Küste – Die Entdeckung von Étretat

19.03.2026 - 05.07.2026
10:00 - 18:00
Frankfurt am Main

Ein französisches Fischerdorf wird zum Mythos. Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zog im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in den Bann. Vor allem Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert gemeinsam mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung von Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

 

Aufregend schön und zugleich bedrohlich: Das Interesse galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft Étretats. Maler und Schriftsteller reisten an den abgelegenen Ort und machten ihn durch ihre Werke über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt. Gustave Courbet malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy de Maupassant erhob Étretat literarisch zu einem Sehnsuchtsort und der Komponist Jacques Offenbach ließ sich in dem kleinen Küstenort eine großzügige Villa bauen. 

 

Mit der zunehmenden touristischen Erschließung um 1850 entwickelte sich Étretat zu einem beliebten Seebad und zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum. Monet begann in Étretat unter den sich stets verändernden Licht- und Wetterverhältnissen erstmals, Motivreihen zu malen, eine Arbeitsweise, die sich später zu seinem Markenzeichen entwickeln sollte. So spielte Étretat eine bedeutende Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die später als Impressionismus in die Geschichte der Kunst einging.

 

Im Frühjahr 2026 werden in Frankfurt herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus französischen, deutschen und weiteren internationalen Museen sowie Privatsammlungen zu sehen sein. Die Werke moderner und zeitgenössischer Künstler – von Félix Vallotton und Henri Matisse über Georges Braques bis hin zu Elger Esser – verdeutlichen zudem die anhaltende Faszination, die von diesem Ort bis heute ausgeht. Seit mehr als 150 Jahren ist Étretat Urlaubsort und Ziel des internationalen Tourismus. Die Menschenströme bedrohen die Steilküste jedoch ebenso wie die Erosion und der Klimawandel. Die Untersuchung des Mythos Étretat ermöglicht es somit auch, wie unter einem Brennglas die ambivalenten Auswirkungen der Popularisierung eines Ortes und die Rolle, die die Kunst dabei spielte, nachzuvollziehen.

 

Kuratoren
Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum)
Stéphane Paccoud (Conservateur en chef, Peintures et sculptures du XIXe siècle, Musée des Beaux-Arts de Lyon)
Isolde Pludermacher (Conservatrice générale peinture, Musée d’Orsay, Paris)

 

Projektleitung
Eva-Maria Höllerer (Kuratorin, Städel Museum)
Nelly Janotka (Wissenschaftliche Volontärin, Städel Museum)

Städel Museum
Ausstellung

Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection

12.03.2026 - 09.08.2026
11:00 - 18:00
Düsseldorf

Erstmals wird die Scharf Collection präsentiert, eine deutsche Privatsammlung französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer internationaler Kunst. Sie führt in vierter Generation einen Zweig der bedeutenden Berliner Sammlung Otto Gerstenberg weiter, deren Spektrum von den Anfängen der Moderne bei Francisco de Goya bis zur französischen Avantgarde der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Gustave Courbet und Edgar Degas und dem gesamten graphischen Werk von Henri de Toulouse-Lautrec reicht.

 

Trotz vieler Kriegsverluste konnte Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf den Großteil der Sammlung retten und an die beiden Söhne Walther und Dieter Scharf vererben. Nach der Teilung der Sammlung zwischen den Enkeln knüpften Walther Scharf, dessen Frau Eve und Sohn René an den französischen Fokus an und ergänzten u. a. Werke von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso. Heute richten René Scharf und seine Frau Christiane Scharf den Blick auf zeitgenössische internationale Positionen, unter anderem mit Werken von Sam Francis, Daniel Richter und Katharina Grosse. Mit einem besonderen Interesse an den Grenzen des Mediums Malerei sowie dem Verhältnis von gegenständlichen und abstrakten Bildwelten erweitern sie die familiäre Sammlungstradition in die Gegenwart.

 

Eine Ausstellung des Kunstpalastes, Düsseldorf, in Kooperation mit der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Kunstpalast