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Karlsruhe

Agentic Constellations. Kartografie des Verborgenen | Daniel Heiss, Marc Schütze

Mit »Agentic Constellations« präsentiert das ZKM in der Konzernzentrale der EnBW in Karlsruhe eine von Daniel Heiss und Marc Schütze entwickelte Medieninstallation. Diese untersucht, was geschieht, wenn autonome KI-Agenten beginnen, Daten im Internet selbstständig zu erkunden, Hypothesen über verborgene Zusammenhänge zu entwickeln und diese in fortlaufend entstehende analytische Visualisierungen zu übersetzen. 

 

In der Installation recherchieren mehrere KI-Agenten – Programme, die Aufgaben weitgehend autonom bearbeiten – frei im Internet zugängliche Daten mit Bezug zur EnBW, werten sie aus und setzen sie miteinander in Beziehung. Diese werden in Form dynamischer Informationsgrafiken, Diagramme, Netzwerke und kartografischer Visualisierungen auf einer großformatigen LED-Wand sichtbar. Die Visualisierungen sind nicht im Voraus festgelegt: Mit jeder neu verfügbaren Information werden Zusammenhänge neu bewertet, Hypothesen angepasst und Konstellationen fortlaufend weiterentwickelt.
 

Im Zentrum der Installation steht die Frage, welche Formen von Wissen entstehen, wenn KI-Agenten große Mengen heterogener Informationen untersuchen und miteinander in Beziehung setzen. Was erkennen Maschinen, das Menschen übersehen – und wie verändert dieser Blick unser Verständnis der Welt? Das System der KI-Agenten fungiert dabei nicht allein als Werkzeug zur Verarbeitung und Darstellung von Daten, sondern als aktiver Akteur in einem offenen Erkenntnisprozess, bei dem die Grenzen zwischen menschlicher und maschineller Autorschaft verschoben werden. Die Installation überlässt es dabei den Betrachtenden zu entscheiden, welche Perspektive aufschlussreicher erscheint: die menschliche Sicht mit ihren individuellen Prägungen oder die Sicht der KI, die von ihren Daten und Modellen bestimmt wird.

 

Mit »Agentic Constellations« führen Daniel Heiss und Marc Schütze ihre künstlerische Auseinandersetzung mit autonomen KI-Systemen fort. Die Arbeit erforscht deren Potenzial, komplexe Datenräume eigenständig zu erschließen und neue Perspektiven auf verborgene Zusammenhänge zu eröffnen. Die Installation wurde erstmals im Frühjahr 2026 am ZKM in der Ausstellung »THE SCREEN. Drei Positionen zu KI und Kunst« gezeigt und für die Präsentation in der EnBW technisch weiterentwickelt und inhaltlich angepasst. Das ZKM und die EnBW verbindet eine langjährige Sponsoring-Partnerschaft.

Diese Ausstellung beginnt in
18
Tage
4
Std
19
Min
6
Sek
Termine
Start23.10.2026
Ende07.02.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
EnBW-KonzernsitzDurlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert. Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Das ZKM wurde 1989 mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf den Gründungsdirektor Heinrich Klotz zurückgeführt wird. Die Sammlung des ZKM umfasst etwa 10.200 Werke der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie enthält Werke aller Gattungen der bildenden Kunst – Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur, Fotografie, Film, Video und Installation. Der Bestand an computerbasierten Installationen, Videobändern und Videoinstallationen ist weltweit einzigartig. Die Forschungssammlung des ZKM umfasst zudem circa 24.000 Video- und Audiobänder. Sie enthält Werke der Videokunst sowie Dokumentationen zu KünstlerInnen, Kunstwerken, künstlerischen Veranstaltungen und Ausstellungen von den 1960er-Jahren bis heute.