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Salzburg

Am Ende des Tages: 100 Jahre Neue Sachlichkeit

Inmitten der 1920er- und 1930er-Jahre führt uns diese Ausstellung im Stil der neuen Sachlichkeit vom Atelier auf die Straßen der pulsierenden Großstadt, ins Theater und schließlich hinein in die Nacht. Malereien, Grafiken, Fotografien und Plastiken erzählen von gesellschaftlichem Wandel, Identität, Rollenbildern, Krisenerfahrungen und von Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben.

 

 

Eine prägende Stilrichtung

 

Mit der neuen Sachlichkeit entstand eine Bildsprache von einzigartiger Präzision. Bis heute – hundert Jahre später – hat sie nichts von ihrer Wirkung verloren. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten erscheinen verblüffend gegenwärtig. Die Künstler:innen der Neuen Sachlichkeit richteten ihren Blick auf das Sichtbare. Statt expressiver Geste entschieden sie sich für die klare Kontur, scharf beobachtete Details und die Wirklichkeit ihrer Zeit – oft mit beinahe schonungsloser Genauigkeit. Ihre Figuren wurden zu Typen einer Gesellschaft im Wandel.

 

 

Zeit des Aufbruchs

 

Die 1920er- und 1930er-Jahre waren laut, schillernd und voller Widersprüche. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der alten Ordnung entstand eine neue, ausdifferenzierte Gesellschaft mit bislang ungekannten Freiheiten: Schnellere Züge und Automobile veränderten das Lebenstempo, das Kino brachte Bilder aus Hollywood nach Europa, in Varietés und Nachtclubs wurden neue Formen der Unterhaltung angeboten. Zugleich blieben Armut, politische Gewalt und die Nachwirkungen des Krieges Realität. Aus dieser Spannung zwischen Fortschrittseuphorie und Krisenerfahrung entstand die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit.

 

 

Beteiligte Künstler:innen

 

Ausgehend von der Jan E. Fischer Private Collection und ergänzt durch Leihgaben aus österreichischen Sammlungen zeigen die ausgestellten Werke die Neue Sachlichkeit nicht als einheitlichen Stil, sondern als vielstimmige Bewegung mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Blickwinkeln. Mit Arbeiten von Albert Birkle, Dodo, Elde Steeg (Elfriede Stegemeyer), Lotte Laserstein, George Grosz, Otto Dix, Christian Schad, Rudolf Schlichter und vielen anderen.

 

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

 

Kuratorin: Marijana Schneider
Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher

Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art

Diese Ausstellung beginnt in
31
Tage
6
Std
57
Min
15
Sek
Termine
Start06.11.2026
Ende28.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum der Moderne Salzburg
Museum der Moderne SalzburgMönchsberg 32, 5020 Salzburg (Mönchsberg)

Das Museum der Moderne Salzburg ist für vielfältige und umfangreiche Sammlungsbestände verantwortlich, gesamt für rund 55 000 Werke, die vom 19. und 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen und aus der Anfangszeit einen Schwerpunkt auf Grafik und Fotografie aufweisen. Neben der eigenen Sammlung betreut das Museum der Moderne Salzburg gemeinsam mit den Werken im Besitz des Landes Salzburg auch die Fotosammlung des Bundes mit allein rund 12 000 Titeln. Ein weiterer prominenter, dem Museum seit 2014 anvertrauter Bestand ist die international ausgerichtete Sammlung Generali Foundation mit rund 2100 Werken in unterschiedlichen Medien und einem Fokus auf konzeptuelle sowie Medien und Performance basierter Kunst. Insgesamt befinden sich in der Obhut des Museum der Moderne Salzburg rund 31 000 Arbeiten auf Papier, 22 000 Fotografien, 800 Gemälde, 700 Skulpturen und Installationen sowie 800 Film- und Videoarbeiten inklusive Installationen mit elektronischen Medien. Einer der thematischen Grundpfeiler der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg ist das expressionistische Menschenbild, dass die frühe Sammlungsgeschichte geprägt und für einen deutlichen Schwerpunkt zugunsten figurativer Kunst gesorgt hat. Mit der Errichtung des neuen Museumsgebäudes am Mönchsberg wurden zeitgenössische Positionen nationaler und internationaler Kunst verstärkt berücksichtigt. Als Kompetenzzentrum für österreichische Fotografie nach 1945 verfügt das Museum über eine umfangreiche Sammlung der wichtigsten Positionen der nationalen Fotogeschichte. Ein hochkarätiges Konvolut japanischer Fotografie steht exemplarisch für eine internationale Perspektive. Die international anerkannte Sammlung Generali Foundation, die zu den bedeutendsten österreichischen Unternehmenssammlungen gehört, setzt mit feministischen, performativen und konzeptuellen Positionen seit den 1970er-Jahren wesentliche Akzente im zeitgenössischen Kunstgeschehen.