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Luxemburg

Ana Vaz – A câmera é o corpo (Die Kamera ist der Körper)

Ana Vaz’ Filme und Installationen beschäftigen sich mit dem Nachwirken der kolonialen Moderne und deren nachhaltigen Auswirkungen auf Landschaften und Gemeinschaften.

 

»Kino entsteht vor allem aus dem Körper – dem Körper, der schaut, der vibriert, der sich stellt.« – Ana Vaz

 

In jedem ihrer Werke richtet sie den Fokus auf die Narben, Ruinen, Geister und verborgenen Geschichten, die diese Territorien prägen, und spürt zugleich den Potenzialen, Intensitäten und neuen Verbindungen nach, die daraus erwachsen können. Indem Vaz das rationale Subjekt westlicher Narrative unterläuft, nähert sie sich menschlichen, tierischen und pflanzlichen Welten durch das, was sie selbst als »verkörpertes Kino« bezeichnet – ein Kino, in dem Affekte und Körper im Mittelpunkt stehen. Für ihre erste große institutionelle Ausstellung entsteht eine modulare Umgebung, die eigens für diesen Anlass gestaltet wird und eine Konstellation von Vaz’ neueren Werken zeigt, darunter die Drei-Kanal-Filminstallation É Noite na América (2022), das abschließende Kapitel ihrer Meteoro-Reihe (2023–25) sowie einen neuen, im Amazonasgebiet produzierten Film. Die Umgebung wird außerdem Raum für Veranstaltungen und Workshops bieten, durch die die Galerien zu Laboratorien für radikale Pädagogik werden.



Biografie


Ana Vaz (1986, Brasília) zeigte international zahlreiche Einzelausstellungen, darunter in der Secession, Wien (2025), im Solar, Vila do Conde, in der Batalha, Porto (2024), im Pivô, São Paulo (2022), im Jeu de Paume, Paris (2021), im Matadero, Madrid (2019) und bei LUX, London (2018). Ihre Arbeiten waren unter anderem Teil der 18. Istanbul Biennale (2025), der Thessaloniki Biennale of Contemporary Art (2023) und der Biennale Gherdëina (2022). Sie nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, etwa in der Fondation Pernod Ricard, Paris (2023), im Palais de Tokyo, Paris (2022) und im Complesso dell’Ospedaletto, Venedig (2022 – im Auftrag der Fondazione In Between Art Film). Ihre Filme wurden auf Festivals wie dem MoMA Doc Fortnight, New York, dem CPH:Dox, Kopenhagen (2023), der Berlinale, Berlin (2023, 2021, 2020), dem International Film Festival Rotterdam (2023, 2020), dem Locarno Film Festival und der Viennale, Wien (2022) gezeigt. Einzelausstrahlungen und besondere Schwerpunkte ihres Werks fanden unter anderem am ICA, London (2025), im Harvard Film Archive (2024), bei High Line Art, New York (2023), bei Cinema Urbana, Brasília, Courtisane, Gent, im Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive (2022) sowie am Instituto Moreira Salles, São Paulo (2020) statt. Ihre Arbeiten sind in den Sammlungen von Kadist, Paris; Cnap, Paris; Pinacoteca, São Paulo und Frac Bretagne vertreten. Ana Vaz lebt und arbeitet in Paris.

Diese Ausstellung beginnt in
21
Tage
23
Std
2
Min
47
Sek
Termine
Start13.11.2026
Ende02.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–21:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Mudam – Das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg
Mudam – Das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg3, Park Dräi Eechelen, 1499 Luxemburg

Die größte Sammlung für zeitgenössische Kunst – inhaltlich wie konzeptuell konsequent international – umfasst mehr als 800 Werke aller Medien von Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt. Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine der seltenen Ausnahmen bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1930 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2000 durch das Mudam erworben wurde. Die Mission des Mudams ist das Sammeln, die Aufbewahrung und die Präsentation der bedeutendsten zeitgenössischen Kunst unserer Zeit und sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit seinen Ausstellungen, Publikationen und künstlerischen sowie pädagogischen Programmen fördert das Mudam Forschung und Dialog während es dabei der sich wandelnden Natur der Kunst und ihrer Produktion in der Welt besondere Aufmerksamkeit widmet. Das Mudam hat sich zum Ziel gesetzt, ein Referenzmuseum für zeitgenössische Kunst und eine vorbildliche Einrichtung in Luxemburg in Bezug auf künstlerische und kulturelle Exzellenz zu sein. Das Mudam fördert Kreativität, visionäres Denken, Offenheit und kulturelle Teilnahme für alle. Wie Luxemburg hat das Mudam seinen Sitz in Europa mit einer Vision für die ganze Welt. Das Mudam setzt sich für eine integrativere, tolerantere sowie ökologisch und sozial verantwortungsvollere Welt ein, in welcher Museen eine führende Rolle bei der Übertragung unseres zeitgenössischen kulturellen Erbes an künftige Generationen spielen.