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Osnabrück

Andrea Pichl – The Dream Before

Andrea Pichl verbindet in ihrer Arbeit Kunst und Forschung. Sie untersucht, wie Räume und das Leben der Menschen sich gegenseitig beeinflussen. In ihren Kunstwerken befasst sich die Künstlerin oft mit historischen Gebäuden und normierten Bauteilen. [Normiert bedeutet hier: Die Bauteile waren immmer gleich. Sie wurden für viele verschiedene Gebäude benutzt.] Für Andrea Pichl erzählen sie von den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit. Sie sind Träger von Spuren der Geschichte.

 

In der Kunsthalle Osnabrück zeigt Andrea Pichl eine Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Planetariums im Naturkundemuseum Osnabrück. Die Kuppel des Planetariums wurde von einem Bau-Ingenieur aus der ehemaligen DDR gebaut – Ulrich Müther. Ulrich Müther wurde in den 1960er Jahren in der DDR und darüber hinaus für seine Schalentragwerke bekannt. Die Betonbauteile der Kuppel stützen sich gegenseitig, ohne ein Gerüst. Das war damals neu. Seine Bauten sind einzigartig und stehen bis heute an vielen Orten in Deutschland. Sie waren Teil von Handelsgeschäften zwischen der BRD und der DDR. Auch die Kuppel des Planetariums in Osnabrück war Teil eines Geschäftes.

 

Andrea Pichl übersetzt diese Baugeschichte des Planetariums in eine raumgreifende Installation, für die das Kirchenschiff der Kunsthalle zu einer realistisch wirkenden Straßenszene wird. [Eine Installation ist ein Kunstwerk im Raum.]. So legt sie ein Stück unbekannter Osnabrücker Geschichte frei.

 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum am Schölerberg – Naturkundemuseum Osnabrück statt.

Diese Ausstellung beginnt in
38
Tage
4
Std
31
Min
45
Sek
Termine
Start07.11.2026
Ende21.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Osnabrück
Kunsthalle OsnabrückHasemauer 1, 49074 Osnabrück

1991 beschloss die Stadt: In Osnabrück soll eine Kunsthalle gegründet werden. Der Wunsch war: Dort sollen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt werden. Man kann auch aktuelle Kunst dazu sagen. 1991 wurde Harald Szeemann dazu befragt. Harald Szeemann war ein berühmter Ausstellungsmacher und Museumsleiter aus der Schweiz. Er hat das kuratorische Konzept der Kunsthalle Osnabrück mitentwickelt. Das heißt: Er hatte eine Idee, welche Art von Kunst in der Kunsthalle Osnabrück gezeigt werden soll. Und wie. Er riet zu »internationalen Positionen und ortsspezifischen Installationen«. Damit meinte er: Das Museum soll mit anderen Museen in verschiedenen Ländern im Austausch stehen. Aber es soll auch zur Stadt und der eigenen Geschichte passen. 1993 fand die erste Ausstellung statt. Gründungsdirektor André Lindhorst leitete sie. Er zeigte auf den 1.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche bis 2013 Einzelausstellungen von Künstler:innen wie Elvira Bach, Lothar Fischer, Günther Uecker, Markus Lüpertz oder thematische Gruppenausstellungen. Die Kunsthalle Osnabrück ist zuständig für eine Sammlung von aktuell 44 Kunstwerken im öffentlichen Raum. Alle diese Werke wurden in den Jahren zwischen 1950 und 2000 im Stadtraum aufgestellt. Viele davon wurden im Bereich der historischen Altstadt platziert. Einige auch in den äußeren Bezirken der Stadt. Die Werke unterscheiden sich sehr stark in ihrer künstlerischen Gestaltung. Das heißt, sie sind aus ganz verschiedenen Materialien. Und das Material wurde auf ganz unterschiedliche Art und Weise bearbeitet. Sie sind auf verschiedenen Wegen Teil der Sammlung geworden.