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Duisburg

Anish Kapoor. Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland

Anish Kapoor (*1954, Mumbai) zählt zu den visionärsten Künstlern unserer Zeit. Mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wird nun sein wegweisendes Lebenswerk gewürdigt, das die Entwicklung der Kunst bis heute prägt.

 

Aus diesem Anlass präsentiert das Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung von Kapoors Werken in Deutschland seit über einem Jahrzehnt. Sie zeigt den Künstler und sein Werk in all seinen Facetten: von frühen Pigmentarbeiten über faszinierende Spiegelskulpturen bis hin zu monumentalen Installationen, die Körper, Raum und Bewusstsein miteinander verbinden. Kapoor arbeitet dabei mit Formen, Farben und Materialien, die uns sinnlich und intellektuell herausfordern. Sie führen uns zu der Frage: Wie lässt sich das darstellen, was nicht greifbar, nicht sichtbar ist, das, was den Menschen im Kern ausmacht?

 

Für die Architektur des Lehmbruck Museums entwirft Anish Kapoor eine Ausstellung, die die Wirkkraft seiner Werke mit den Charakteristika des ikonischen Bauwerks der Moderne in Einklang bringt. Im Zentrum stehen Themen, die uns seit Jahrhunderten bewegen: Woher kommen wir und wohin gehen wir? Es geht um Identität, Erinnerung, Verletzlichkeit und Unendlichkeit.

 

Die Skulpturen Anish Kapoors sind keine rein statischen Objekte, sondern immersive Erfahrungsräume, die uns berühren, erstaunen und verändern. Die Ausstellung ist eine seltene Gelegenheit, Kapoors Schaffen in seiner ganzen emotionalen und philosophischen Tiefe zu erleben. Sie lädt dazu ein, sich intensiven Sinneseindrücken zu öffnen und das Unmögliche für möglich zu halten.

 

Die Architektur des Museums wird dabei zum Resonanzraum von Kapoors Ideen: Licht und Schatten, Raum und Material verändern unsere Wahrnehmung der Welt und erweitern unsere Vorstellungskraft. Im Parcours durch die Ausstellung begegnen wir Werken, die wie Schwellen zu anderen Dimensionen sind – geheimnisvoll und von unmittelbarer Präsenz.

 

Die Ausstellung wird gefördert vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der duisport-Duisburger Hafen AG, von der Sparkasse Duisburg und der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland sowie von der Stadt Duisburg.

 

Monopol-Magazin für Kunst und Leben ist der Medienpartner der Ausstellung.

Diese Ausstellung endet in
8
Tage
22
Std
16
Min
26
Sek
Termine
Start18.04.2026
Ende18.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag12:00–17:00
Mittwoch12:00–17:00
Donnerstag12:00–17:00
Freitag12:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
Veranstaltungsort
Lehmbruck Museum
Lehmbruck MuseumFriedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg

Das mitten in Duisburg gelegene Lehmbruck Museum ist ein Museum für Skulptur. Seine Sammlung moderner Plastiken von Künstlern wie Alberto Giacometti, Constantin Brâncuși, Hans Arp und natürlich Wilhelm Lembruck ist europaweit einzigartig. Beheimatet ist das Museum in einem eindrucksvollen Museumsbau inmitten eines Skulpturenparks, der zum Schlendern und Entdecken einlädt. Namensgeber des Hauses ist der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck, der 1881 in Meiderich, heute ein Stadtteil von Duisburg, geboren wurde. Lehmbruck gilt neben Ernst Barlach als wichtigster deutscher Plastiker der Klassischen Moderne. Er hatte mit seinem Werk maßgeblichen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen und ist auch nach seinem frühen Freitod im Jahr 1919 präsent geblieben. Wechselnde Skulpturenausstellungen in faszinierender Museumsarchitektur Lehmbrucks zweiter Sohn, der Architekt Manfred Lehmbruck, gestaltete das Museumsgebäude. Es gilt heute als einer der interessantesten und schönsten Museumsbauten der Nachkriegszeit und bietet viel Raum, um die beeindruckenden Skulpturen Lehmbrucks und anderer Künstler in Sammlung und Wechselausstellungen zu präsentieren. Der Fokus liegt hierbei auf ausgewählten Schlüsselwerken aus dem Nachlass Wilhelm Lehmbrucks, die in immer wieder neue Kontexte mit unterschiedlichen Epochen gestellt werden. Das Museum schlägt dabei einen Bogen vom Primitivismus und Kubismus über die Abstraktion und den Expressionismus bis hin zum Konstruktivismus und Minimalismus. Auf diese Weise veranschaulicht es Parallelen und Unterschiede zwischen den verschiedenen Strömungen ebenso wie kunsthistorische Entwicklungen so, dass sie nicht nur für Kunstliebhaber spannend sind, sondern auch dem interessierten Laien verständlich werden. Darüber hinaus fördert das Skulpturenmuseum auch zeitgenössische lokale und regionale Künstler:innen und präsentiert deren Werke in den eigenen Räumen.

Weiterführende Literatur

Ausstellungskatalog