Anna Jermolaewa (geb. 1970 in Leningrad / Sankt Petersburg, RU) richtet ihren wachen und empathischen Blick auf Momente des Alltags, die leicht übersehen werden, und verwandelt sie in anschauliche Gleichnisse für soziale und politische Realitäten.
Häufig arbeitet sie an Schauplätzen ihrer eigenen Biografie, vor allem in Ländern mit Bezug zur ehemaligen Sowjetunion, in der sie bis zu ihrer Flucht 1989 lebte.
Jermolaewas künstlerische Praxis umfasst Video, Installation, Fotografie, Performance, Malerei und Skulptur. Dabei richtet sich ihr besonderes Interesse auf die subtilen Mechanismen der Einflussnahme, die unseren Alltag prägen.
Im Kunstmuseum Liechtenstein war Anna Jermolaewa bereits in zwei Gruppenausstellungen vertreten. Zwei Werke der Künstlerin befinden sich in der Sammlung; beide waren Teil ihres Beitrags für den österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2024. Für ihre grosse Einzelausstellung wird Jermolaewa neue Arbeiten entwickeln.
Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, initiiert von Letizia Ragaglia.

