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Darmstadt

Arnold Böcklin – Fantastische Welten

Im großen Jubiläumsjahr des in der Schweiz geborenen Künstlers Arnold Böcklin (1827–1901) bildet Darmstadt den Auftakt einer Ausstellungsreihe in den Städten Berlin, Leipzig und Basel.

 

Als einer der herausragenden Maler des Symbolismus prägte Arnold Böcklin mit seinem Werk die deutsche Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidend mit. Ruhm allerdings wurde ihm erst spät zuteil.

 

Dank der Stiftung des Industriellen Maximilian von Heyl und seiner Ehefrau im Jahr 1924 verfügt das Hessische Landesmuseum Darmstadt über einen herausragenden Bestand an Gemälden Böcklins sowie mehr als 60 Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung. Ergänzt durch hochkarätige Leihgaben aus renommierten Museen wie dem Kunstmuseum Basel, dem Museum der bildenden Künste in Leipzig, der Alten Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, dem Museum Folkwang in Essen oder dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal entsteht eine Präsentation von besonderer Qualität und Dichte – eine Konstellation, wie sie in Darmstadt seit über fünf Jahrzehnten nicht mehr zu erleben war.

 

Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf Böcklins symbolistische Kunst. Sie beleuchtet seine Position zwischen Historismus und den Anfängen der Moderne und hinterfragt die bis heute ambivalente Rezeption seines Werks. Welche gesellschaftlichen Vorstellungen spiegeln sich in seinen Bildern wider? Und warum gewinnen diese in einer von Unsicherheit und Umbrüchen geprägten Gegenwart erneut an Aktualität?

Diese Ausstellung wurde vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt initiiert und in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig realisiert.

Diese Ausstellung beginnt in
134
Tage
2
Std
53
Min
32
Sek
Termine
Start05.03.2027
Ende13.06.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Hessisches Landesmuseum DarmstadtFriedensplatz 1, 64283 Darmstadt

Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt (kurz HLMD), eines der ältesten öffentlichen Museen Deutschlands, ist ein Universalmuseum mit umfangreichen ständigen Sammlungen; daneben finden Sonderausstellungen statt. Es zählt zu den großen Museen Deutschlands und vereinigt zahlreiche unterschiedliche Sammlungen aus den Bereichen Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte. Ende des 18. Jahrhunderts vererbte Landgräfin Karoline ihrem Sohn Ludwig X. (1753–1830, ab 1806 Großherzog Ludewig I.) ihre Sammlung von Naturalien und physikalischen Instrumenten, die den Grundstock für die naturwissenschaftlichen Sammlungen des heutigen HLMD bildete. Während seiner Regierungszeit (1790–1830) fügte Ludewig I. wichtige Bestände hinzu: Glasgemälde, altdeutsche Altäre, niederländische Gemälde des 17. Jahrhunderts, Kupferstiche und naturgeschichtliche Objekte wie den Nachlass Johann Heinrich Mercks, der viele Säugetierfossilien beinhaltet. 1802 erwarb Ludewig I. das gesamte druckgraphische Werk Albrecht Dürers und Rembrandts. 1805 vererbte ihm der Kölner Sammler Baron von Hüpsch seine hochbedeutende Kunst- und Naturaliensammlung, darunter Elfenbeinarbeiten und Gemälde des Mittelalters sowie wertvolle Mineralien und Fossilien. 52 Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts wurden im Jahr 1808 von dem Baseler Kaufmann Nikolaus Reber angekauft, etwas später kam die 81 Gemälde umfassende Sammlung des Grafen Truchseß von Waldburg hinzu sowie 1450 Handzeichnungen aller bedeutenden europäischen Schulen aus der Sammlung E. F. J. von Dalberg. Im Jahr 1820 übergab Ludewig I. seine Kunst- und Naturaliensammlung in Form einer Stiftung in das Eigentum des Staates. Damit machte er die Sammlung, die seit dem 17. Jahrhundert von den Landgrafen Hessen-Darmstadts kontinuierlich aufgebaut worden war, der Öffentlichkeit zugänglich.

Weiterführende Literatur