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Stuttgart

BÄNG! – Radikale Künstlerinnen aus dem Archiv Sohm

Mit »BÄNG!« rückt die Staatsgalerie das Wirken von fünf Künstlerinnen in den Fokus: Yoko Ono (geb. 1933), Yvonne Rainer (geb. 1934), VALIE EXPORT (1940–2026), Carolee Schneemann (1939–2019) und Charlotte Moorman (1933–1991). Was das Schaffen dieser Frauen so einzigartig macht, ist ihr radikaler Zugang zur Kunst. Zu sehen sind über 100 historische Fotografien von exzentrischen Aktionen, legendären Performances und Choreografien der 1960er- bis 1970er-Jahre. Mit Werken aus dem Archiv Sohm zeichnet die Show einen Bogen von der Neoavantgarde im Rheinland bis zur Kunstszene in New York und Wien. Dabei geht die Ausstellung gezielt der Frage nach, in welcher Verbindung die Performancekunst zur Fotografie steht.

Diese Ausstellung endet in
101
Tage
11
Std
29
Min
48
Sek
Termine
Start10.10.2026
Ende31.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Staatsgalerie Stuttgart
Staatsgalerie StuttgartKonrad-Adenauer-Straße 30–32, 70173 Stuttgart

Die Staatsgalerie zählt zu den großen Kunstmuseen Deutschlands. Unsere Sammlung umfasst Malerei, Skulptur und Graphik vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter viele Meisterwerke und eine international herausragende Sammlung zur Kunst der Moderne. Besondere Highlights sind Oskar Schlemmers »Figurinen zum Triadischen Ballett« aus den frühen 1920er-Jahren, die berühmten »Rückenakte« (1909–1930) von Henri Matisse, zahlreiche Werke Picassos, u.a. die Skulpturengruppe »Die Badenden« (1956) und der vom Künstler noch persönlich eingerichtete Joseph Beuys-Raum. Das Haus bietet eine Ausstellungsfläche von 12.000 m², die sich auf die Alte Staatsgalerie des Architekten Georg Gottlob Barth (1843) mit dem Anbau von Albert von Bok (1888), den postmodernen Bau von James Stirling (1984) und die Steib-Hallen des gleichnamigen Basler Architektenpaares (2002) verteilen. Alle Gebäude sind miteinander verbunden. Die Staatsgalerie versteht Museum als eine Schule des Sehens für eine demokratische Gesellschaft in all ihrer Diversität und Internationalität. Kunst steht immer in Bezug zur Gegenwart und begleitet deren Themen und Entwicklungen mit einer eigenen Sprache. Ihre Sammlung ist in über 175 Jahren aus einem sehr klassischen Kanon westlicher Kunstgeschichte entstanden. Viele Lücken finden sich, in der Alten Kunst ebenso wie bei den künstlerischen Positionen der Gegenwart. Diese lassen sich nicht einfach schließen. So sind zum Beispiel weibliche Positionen nur rudimentär vorhanden und zeitgenössische Werke afrikanischer, asiatischer oder lateinamerikanischer Künstlerinnen und Künstler fehlen ganz. Wem gehört das Museum? Diese Frage stellt sich die Staatsgalerie immer wieder. Nicht zuletzt mit der musealen Präsentation des Werkes »Love is in the Bin« des britischen Street-Art-Künstlers Banksy. Die Arbeit hatte im Jahr 2018 einen globalen Medienhype ausgelöst und hing über 10 Monate in der Sammlung, um ihren Kunstwert zu ergründen. Die Staatsgalerie steht für einen offenen und ehrlichen Diskurs zu Kunst, Kunstgeschichte und Gesellschaft. In ihren Ausstellungen und Programmen von Vorträgen bis zu Events bietet sie immer wieder neue Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Kunst als Seismograph der Gesellschaft.