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Bonn

Beethoven by Warhol

Wenige Wochen vor Andy Warhols plötzlichem Tod am 22. Februar 1987 entstand seine Siebdruckserie »Beethoven 1987«. Mit ihr schuf Warhol nicht nur eines seiner letzten druckgrafischen Werke, sondern auch eine Ikone der Beethoven-Rezeption des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben wurde die Serie vom Bonner Galeristen Hermann Wünsche, der Warhol mehrfach ins Rheinland holte. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde sie anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn während des Beethovenfestes 1989 in der Beethovenhalle. Die beiden motivischen Vorlagen für die Siebdruckserie, Abbildungen des berühmten Beethoven-Porträts von Joseph Stieler und des Autographs der Mondscheinsonate, stammen zudem aus dem Beethoven-Haus. Mit der Sonderausstellung »Beethoven by Warhol« wird erstmals die sich über mehrere Jahre erstreckende Entwicklung von Andy Warhols Beethoven-Portfolio nachgezeichnet und im Rahmen seines Gesamtwerks verortet. Anhand von über hundert zum Teil noch nie öffentlich gezeigten Arbeiten von Andy Warhol, darunter unbekannte Beethoven-Zeichnungen, Plattencover, Trial Proofs und Siebdrucke auf Leinwand sowie zahlreiche Ephemera, wirft die Themenausstellung ein Schlaglicht auf ein bedeutendes kulturelles Kapitel der Bonner Republik.

Diese Ausstellung endet in
157
Tage
21
Std
30
Min
37
Sek
Termine
Start09.09.2026
Ende05.04.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstagfür vorangemeldete Gruppen
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Beethoven-Haus Bonn
Beethoven-Haus BonnBonngasse 20, 53111 Bonn

Das Museum im Geburtshaus Ludwig van Beethovens zählt zu den meistbesuchten Musikermuseen der Welt und zu den 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Seit dem 17. Dezember 2019 präsentiert sich das Museum mit einer neuen und räumlich erweiterten Dauerausstellung. Es lädt zu einer erlebnisorientierten und emotionalen Begegnung mit dem Künstler und Menschen Beethoven ein. Neu sind eine Schatzkammer mit Originalmanuskripten, ein Musikzimmer für regelmäßige Konzerte auf historischen Tasteninstrumenten sowie ein eigener Bereich für Wechselausstellungen. Gebäude Beethovens Geburts- und Wohnhaus Das Haus in der Bonngasse 20, in dem im Dezember 1770 der Komponist Ludwig van Beethoven geboren wurde, ist eines der wenigen erhaltenen Bonner Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Seine barocke Steinfassade wurde über einem Kellergewölbe aus dem 12. oder 13. Jahrhundert errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich eine Küche und ein unterkellerter Wirtschaftsraum. Im ersten Stock gab es zwei kleinere und eine etwas größere Wohnstube, im Dachgeschoss befanden sich die Schlafkammern. Beethovens Eltern, der kurfürstliche Hofsänger Johann van Beethoven und seine Frau Maria Magdalena, geb. Keverich, bezogen den Gartenflügel im November 1767. In der Nachbarschaft wohnten ebenfalls Musiker der kurfürstlichen Hofkapelle: im Vorderhaus Johann Peter Salomon, auf der gegenüberliegenden Straßenseite Kapellmeister Ludwig van Beethoven (Großvater) und Hornist Nikolaus Simrock. 1774 verließ die Familie Beethoven ihre erste Wohnung und bezog ein Quartier am Platz Auf dem Dreieck. Ab 1776 wohnte sie mit Unterbrechungen zehn Jahre in der Rheingasse, im Haus »Zum Walfisch«, dem sog. Fischerschen Haus, ab 1787 in der Wenzelgasse. Keines der späteren Beethoven-Häuser ist erhalten geblieben. Sammlung Die in den Ausstellungen gezeigten Handschriften, Bilder, Musikinstrumente und Erinnerungsstücke bilden den Kernbestand der Museumssammlung. Schon in den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins Beethoven-Haus 1889 konnten so berühmte Stücke wie Beethovens letzter Hammerflügel (ein Instrument des Wiener Klavierbauers Conrad Graf) oder die Originalhandschriften der »Mondscheinsonate« und der »Pastoralsinfonie« erworben werden. Heute besitzt das Beethoven-Haus die größte und vielseitigste Beethoven-Sammlung der Welt. Sie umfasst Musikhandschriften, Briefe, Musikinstrumente, Möbel und Gegenstände aus Beethovens Alltag sowie eine kunsthistorische Sammlung mit Bildern, Büsten, Münzen, Medaillen und Briefmarken. Die Museumssammlung wird durch die Bibliotheksbestände ergänzt. Das Depot der Sammlung, ein nach konservatorischen Anforderungen konzipierter Tresor, befindet sich unter der Bühne des Kammermusiksaals. Viele Künstler fühlen sich durch die architektonische Symbolik in ihrer Beethoven-Interpretation besonders inspiriert.