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Lübeck

Benedikte Bjerre. The Birds

Die Kunsthalle St. Annen präsentiert die Installation THE BIRDS der dänischen Künstlerin Benedikte Bjerre im frei zugänglichen Foyer. Die zeitgenössische Arbeit wird parallel zur Ausstellung Dimensionen der Freiheit. Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt gezeigt. In der Ausstellung werden künstlerische und gesellschaftliche Freiheitsbegriffe im Kontext des Schaffens von Else Alfelt und Carl-Henning Pedersen und deren künstlerischen Herangehensweisen thematisiert. Mit THE BIRDS werden diese Fragestellungen um gegenwärtige Perspektiven erweitert und in eine unmittelbar erfahrbare, partizipative Form überführt: Für die Installation THE BIRDS füllt Bjerre den Ausstellungsraum mit Hunderten heliumgefüllter Ballons in Form von Pinguinen. Die Figuren bewegen sich frei im Raum, reagieren sensibel auf Luftströmungen und verändern fortwährend ihre Anordnung.

 

Die Künstlerin thematisiert mit ihrer Arbeit aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Die Verwendung industriell gefertigter, massenhaft produzierter Objekte verweist auf globale Produktions- und Konsumzusammenhänge und regt zum Nachdenken über den Umgang mit Natur, Ressourcen und Umwelt im Kontext von Klimawandel und ökologischen Veränderungen an. Der Kaiserpinguin wurde erst jüngst als stark gefährdete Art eingestuft. Grund dafür ist vor allem das schwindende Meereis als Folge der menschengemachten Erderwärmung. Dies verleiht der Arbeit eine besondere Aktualität.

 

THE BIRDS ermöglicht einen interaktiven und sinnlichen Zugang zur Kunst: Die Besucher:innen können sich frei im Raum bewegen und die Installation aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Die Installation im Foyer der Kunsthalle St. Annen kann von allen Interessierten kostenfrei besucht werden und stärkt die Kunsthalle St. Annen als offenen Ort für die Stadtgesellschaft und des Austauschs zu drängenden Themen unserer Zeit.  

 

Benedikte Bjerre (*1987) studierte nach einem Bachelor in Soziologie Bildende Kunst an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen sowie an der Städelschule in Frankfurt am Main. Sie lebt und arbeitet in Kopenhagen.

Diese Ausstellung endet in
94
Tage
14
Std
25
Min
56
Sek
Termine
Start20.06.2026
Ende24.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle St. Annen
Kunsthalle St. AnnenSt. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Die Kunsthalle St. Annen ist ein noch recht neues, im Jahr 2003 auf den Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche St. Annen errichtetes Haus. Ihre Sammlung gründet auf den Beständen der Lübecker Museen für Kunst und Kulturgeschichte und umfasst heute ein breites Spektrum an Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Graphiken von 1945 bis zur Gegenwart. Grundlegend für den Aufbau der Sammlung war und ist ein bürgerliches Engagement: Der 1980 explizit zur Förderung von moderner Kunst gegründete Verein der Freunde der Museen sowie zahlreiche Galerien, Stiftungen und private Sammler:innen spielen bis heute eine wesentliche Rolle. Die Sammlungsschwerpunkte der Kunsthalle in Lübeck liegen im Bereich der Abstraktion und der informellen Malerei. Hierzu zählen u.a. Gemälde von Willi Baumeister, Ernst Wilhelm Nay, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Hann Trier, Fred Thieler und K.R.H. Sonderborg sowie einzelne Vertreter der Gruppen COBRA und SPUR. Ergänzt werden diese von jüngeren bedeutenden Positionen wie Sigmar Polke, Markus Lüpertz, Dieter Krieg, Arnulf Rainer und Jonathan Meese. Die amerikanische (Post-)Moderne ist mit Bildern von Andy Warhol und Richard Serra vertreten. Darüber hinaus versammelt die Kunsthalle ausgewählte Werke norddeutscher Künstler:innen, wie etwa Horst Janssen, Raimer Jochims, Johannes und Hanna Jäger, als auch der skandinavischen Kunst, z. B. von Per Kirkeby, Jan Håfström und Osmund Hansen. Jährlich finden in der Kunsthalle etwa drei große, teils internationale Wechselausstellungen statt. Hierbei werden die eigenen Bestände in einem immer wieder neuen und lebhaften Dialog mit der zeitgenössischen Kunst gezeigt. Besucher:innen erhalten so Einblicke in das wechselvolle Verhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft und Kunst und Gegenwart.

Weiterführende Literatur