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München

Can You Imagine? | Part I & II

Was kann Kunst in uns bewegen? Wie verändert sie unseren Blick auf die Welt – und vielleicht die Welt selbst?

 

Unter dem Titel »Can You Imagine?« lädt die Ausstellung dazu ein, bekannte Werke aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten und die Vielfalt künstlerischer Positionen in unterschiedlichen Zusammenhängen zu entdecken. Es entsteht in drei Etappen ein neuer Rundgang durch das gesamte Obergeschoss der Pinakothek der Moderne mit mehr als 27 Sälen – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Part I und Part II sind bereits zu sehen, Part III wird am 10. Dezember eröffnet!

 

Im Mittelpunkt der neuen Präsentation der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne steht die visionäre Kraft der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. So wird aus der Neupräsentation mehr als ein Rundgang durch die Kunstgeschichte: »Can You Imagine?« eröffnet neue Blickwinkel auf vertraute Meisterwerke, hinterfragt Sehgewohnheiten und macht erfahrbar, wie radikal, überraschend und zukunftsweisend Kunst sein kann.

 

Der Rundgang knüpft an eine chronologische Hängung an und führt von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der Gegenwart. Innerhalb dieses Parcours setzen Interventionen, die einer anderen Künstler:innengeneration angehören, inhaltlich Akzente und eröffnen damit unerwartete Dialoge. Zugleich kehren die prägenden Künstlerräume zurück: Sie rücken zentrale Positionen des Sammlungsbestands in den Fokus und ermöglichen einen vertieften Blick auf ein künstlerisches Schaffen.

 

PART I I KUNST AB 1960 
SÄLE 29–35

Die Kunst seit 1960 ist in den Räumen des Ostflügels neu zu entdecken. Ein eigener Künstlerraum ist Blinky Palermo gewidmet; Highlights von Gerhard Richter, Rosemarie Trockel und Andy Warhol treffen auf jüngste Neuerwerbungen von Simon Fujiwara, Andy Hope und Ambera Wellmann. Säle zu den Themen »Spielräume« und »Vorbilder« setzen neue inhaltliche Schwerpunkte und geben einen ersten Ausblick auf die künftige Ausrichtung des Ostflügels.

 

PART II I KUNST AB 1945
SÄLE 11–13, 15–17

Im zweiten Teil der Präsentation liegt der Schwerpunkt auf der Kunst ab 1945. Erfahrungen von Gewalt unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs werden in Werken von Francis Bacon oder Georg Baselitz eindringlich umgesetzt; gegenübergestellt sind die Künstlerinnen Marlene Dumas und Ida Applebroog, deren Werke sich mit Ohnmacht und Machtmissbrauch auseinandersetzen. Doch auch die Kraft und das Potential von Kreativität und Imagination werden immer wieder von Generationen von Künstler:innen neu interpretiert. Joseph Beuys wird ein eigener Künstlerraum gewidmet. 

Diese Ausstellung endet in
1165
Tage
12
Std
17
Min
17
Sek
Termine
Start03.07.2026
Ende31.12.2029
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Pinakothek der Moderne
Pinakothek der ModerneBarer Straße 40, 80333 München

Die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne knüpft genau dort an, wo die Sammlungspräsentation der Neuen Pinakothek endet, nämlich bei der Kunst nach etwa dem Jahr 1900. Sie zählt mit ihren insgesamt über 20.000 Werke umfassenden Beständen zu den international führenden Institutionen für Malerei, Plastik, Fotografie und Neue Medien. Ihr Sammlungsspektrum reicht von den wichtigsten Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. In dialogischen Vergleichen und individuellen Künstlerräumen werden formale und inhaltliche Fragestellungen der Moderne aufgezeigt. Sie spiegeln die veränderten Bedingungen einer durch Technologieoptimismus, Fortschrittskult und zugleich Krisenbewusstsein geprägten Zeit. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die historischen Bedingtheiten des 20. und 21. Jahrhunderts in der Sammlungspräsentation sichtbar und beispielsweise die Einwirkungen von Krieg und Diktatur auf die Kunst vermittelt werden. Der kubistischen und futuristischen Neudefinition einer autonomen Kunst steht in der reichen Sammlung des Expressionismus die Frage nach den veränderten Bedingungen des Menschen in der Moderne gegenüber. Die Künstler der Brücke und des Blauen Reiter sowie Max Beckmann, der mit einer einzigartigen Werkdichte vertreten ist, vermitteln dies auf eindrucksvolle Weise, wie auch die moderne Fotografie, die durch August Sander, Albert Renger-Patzsch und Florence Henri repräsentiert wird. Die Bildfantasie und der formale Erfindungsreichtum von Pablo Picasso kommen in umfänglichen Werkgruppen ebenso zum Tragen wie die surrealistische Verrätselung der Welt bei Max Ernst, René Magritte und Salvador Dalí. Wichtige Themen seit 1960, etwa die formale und inhaltliche Erweiterung des Kunstbegriffs, die Nobilitierung des Alltäglichen und die damit einhergehende Diskussion über die Gleichrangigkeit von Trivial- und Hochkultur stehen im Zentrum umfangreicher Werkblöcke von Joseph Beuys, Andy Warhol, Dan Flavin, Donald Judd, Georg Baselitz, Jeff Wall, Rosemarie Trockel und Anselm Kiefer. Die jüngsten Entwicklungen, die das traditionelle Gattungsverständnis erweitern, kommen besonders in Rauminstallation, Performance und Medienkunst zum Ausdruck (Pipilotti Rist, Wolfgang Tillmans).