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München

Can You Imagine? UN\CERTAINTIES | Territories

Die Ausstellungsreihe »un\certainties« widmet sich gesellschaftlich-politischen Fragen, die in Fotografie und Medienkunst sichtbar und verhandelbar werden. Im Fokus stehen künstlerische Arbeiten, die gegenwärtige Formen von Unsicherheit, Ambivalenz und Irritation dokumentarisch wie ästhetisch reflektieren. Jede Präsentation wird durch ein Werk aus einem anderen Sammlungsbereich ergänzt, das weitere Perspektiven auf die jeweiligen Themen eröffnet. Die Reihe beleuchtet unterschiedliche Facetten von Verunsicherung – etwa politische Instabilität, ökologische Krisen, technologische Kontrolle oder Identitätsfragen – und zeigt, wie Kunst Räume für Reflexion, Orientierung und Wandel schaffen kann.

Die erste Ausgabe der Ausstellungsreihe »un\certainties« widmet sich dabei dem Thema Grenzziehungen. Unter dem Titel »territories« werden künstlerische Positionen präsentiert, die sich mit den Auswirkungen und Nachwirkungen von Kriegen, Migration und anderen territorialen Krisen und Bewegungen auseinandersetzen. Im Fokus stehen dabei Grenzpolitiken und ihre gesellschaftlichen Folgen – von Europa als vermeintlichem Zufluchtsort bis zu den Grenzräumen zwischen Mexiko und den USA.

 

Weitere Arbeiten thematisieren die langfristigen Spuren des Vietnamkriegs für Hinterbliebene und nachfolgende Generationen sowie Formen des politischen Protests und Widerstands. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Lebenswelten von Kindern, die von Konflikten und Grenzregimen betroffen sind: Videoarbeiten im Zentrum der Ausstellung machen ihre Erfahrungen, Perspektiven und Verletzlichkeiten sichtbar.

Diese Ausstellung beginnt in
318
Tage
2
Std
2
Min
57
Sek
Termine
Start10.08.2027
Ende12.12.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Pinakothek der Moderne
Pinakothek der ModerneBarer Straße 40, 80333 München

Die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne knüpft genau dort an, wo die Sammlungspräsentation der Neuen Pinakothek endet, nämlich bei der Kunst nach etwa dem Jahr 1900. Sie zählt mit ihren insgesamt über 20.000 Werke umfassenden Beständen zu den international führenden Institutionen für Malerei, Plastik, Fotografie und Neue Medien. Ihr Sammlungsspektrum reicht von den wichtigsten Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. In dialogischen Vergleichen und individuellen Künstlerräumen werden formale und inhaltliche Fragestellungen der Moderne aufgezeigt. Sie spiegeln die veränderten Bedingungen einer durch Technologieoptimismus, Fortschrittskult und zugleich Krisenbewusstsein geprägten Zeit. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die historischen Bedingtheiten des 20. und 21. Jahrhunderts in der Sammlungspräsentation sichtbar und beispielsweise die Einwirkungen von Krieg und Diktatur auf die Kunst vermittelt werden. Der kubistischen und futuristischen Neudefinition einer autonomen Kunst steht in der reichen Sammlung des Expressionismus die Frage nach den veränderten Bedingungen des Menschen in der Moderne gegenüber. Die Künstler der Brücke und des Blauen Reiter sowie Max Beckmann, der mit einer einzigartigen Werkdichte vertreten ist, vermitteln dies auf eindrucksvolle Weise, wie auch die moderne Fotografie, die durch August Sander, Albert Renger-Patzsch und Florence Henri repräsentiert wird. Die Bildfantasie und der formale Erfindungsreichtum von Pablo Picasso kommen in umfänglichen Werkgruppen ebenso zum Tragen wie die surrealistische Verrätselung der Welt bei Max Ernst, René Magritte und Salvador Dalí. Wichtige Themen seit 1960, etwa die formale und inhaltliche Erweiterung des Kunstbegriffs, die Nobilitierung des Alltäglichen und die damit einhergehende Diskussion über die Gleichrangigkeit von Trivial- und Hochkultur stehen im Zentrum umfangreicher Werkblöcke von Joseph Beuys, Andy Warhol, Dan Flavin, Donald Judd, Georg Baselitz, Jeff Wall, Rosemarie Trockel und Anselm Kiefer. Die jüngsten Entwicklungen, die das traditionelle Gattungsverständnis erweitern, kommen besonders in Rauminstallation, Performance und Medienkunst zum Ausdruck (Pipilotti Rist, Wolfgang Tillmans).