demnächst
Braunschweig

Creepy Crawlies – Das unheimliche Krabbeln in Kunst und Natur

Mit der Ausstellung »Creepy Crawlies« präsentiert das Herzog Anton Ulrich-Museum aufsehenerregende Naturstudien aus dem Kupferstichkabinett und kombiniert sie mit Präparaten aus seiner Schwester-Institution, dem Staatlichen Naturhistorischen Museum. In Dialog treten diese Exponate mit abstrakt-surrealen Aquarellen der Künstlerin Astrid Köppe (*1974). Sie reflektiert in der Ausstellung die bis heute bestehende Aktualität einer aus künstlerischen und wissenschaftlichen Methoden gebildeten Welterfahrung. In der Gesamtschau zeigen die farbigen Meisterzeichnungen aus der Zeit zwischen 1600 und 1750 die stets enge Verbindung von künstlerischer Präzision und naturwissenschaftlicher Beobachtung und Forschung.

Diese Ausstellung beginnt in
42
Tage
8
Std
29
Min
9
Sek
Termine
Start04.12.2026
Ende04.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Herzog Anton Ulrich-Museum
Herzog Anton Ulrich-MuseumMuseumstraße 1, 38100 Braunschweig

Das Herzog Anton Ulrich-Museum zählt zu den ältesten Museen Europas. Seine Eröffnung im Jahr 1754 geht zurück auf einen Herrscher, dem die Mehrung von Wohlstand und Bildung im Herzogtum Braunschweig ein zentrales Anliegen war: Herzog Carl I. von Braunschweig-Lüneburg. Benannt ist das Museum nach einem Vorgänger Carls I., Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg, einem leidenschaftlichen Kunstsammler, dem im Kern die hochkarätigen Bestände barocker Kunst zu verdanken sind. Die Öffnung des umfangreichen »Herzoglichen Kunst- und Naturalienkabinetts« durch Carl I. für das breite Volk war ein Akt der Aufklärung, stand jedoch gleichzeitig noch ganz in der Tradition der barocken fürstlichen Prachtentfaltung. So diente die Ausstellung prachtvoller Kunstwerke von namhaften Künstlern oder fernöstlicher Raritäten nicht nur der Weiterbildung der eigenen Untertanen, sondern auch als Signal ins In- und Ausland: Wir sind wer! Nach mehreren Umzügen fanden die Kunstsammlungen, die im 19. Jahrhundert von den naturkundlichen Sammlungen getrennt wurden (das heutige Staatliche Naturhistorische Museum), in einem eigens für sie errichteten Museumsgebäude ein neues Zuhause. Das vom renommierten Architekten Oskar Sommer entworfene Gebäude wurde 1887 eröffnet. Rund 100 Jahre später, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, war das Museum endgültig an seine Grenzen gelangt. Hoffnungslos veraltete Technik, Schäden in der Bausubstanz und Platzmangel – neben der 190.000 Kunstwerke umfassenden Sammlung und den Ausstellungsräumen mussten inzwischen auch 40 Mitarbeiter in dem Gebäude Platz finden – machten eine Sanierung und Erweiterung unumgänglich. Im Sommer 2008 begann man mit der Errichtung eines neuen Funktionsgebäudes im Museumpark, direkt hinter dem Museum, der erste Teil der Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen. Nach dem Umzug des Kupferstichkabinetts, der Bibliothek, der Werkstätten, Depots und der Verwaltung in den neuen Trakt begannen 2013 im zweiten Schritt die Sanierungsmaßnahmen am Oskar-Sommer-Museumsgebäude. Das Altgebäude wurde von nachträglichen Einbauten befreit, bis auf den Rohbau entkernt, grundlegend saniert und mit moderner Ausstellungstechnik ausgestattet. Dank der Sanierung hat sich die Sonderausstellungsfläche mehr als verdoppelt und kann auf 900 m² wechselnde Ausstellungen präsentieren. Neben neuen, großzügigen Servicebereichen sind auch ein Museumsshop, ein 250 m² großer Veranstaltungsraum sowie im Neubau rund 150 m² Fläche für museumspädagogische Veranstaltungen und ein Museumscafé mit 60 Plätzen dazu gekommen. Rund 38,2 Millionen Euro flossen insgesamt in die Erweiterung und Sanierung des traditionsreichen Hauses in Trägerschaft des Landes Niedersachsen.