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Künzelsau

Das Prinzip Verwandlung – Gertrude Reum. Sammlung Würth und Leihgaben

In ihrem malerischen und bildhauerischen Werk umkreist Gertrude Reum kaum fassbare Phänomene wie Licht, Zeit, Bewegung und Raum. Nach realistisch-gegenständlichen Anfängen im malerischen Bereich, beschritt die Künstlerin beim plastischen Arbeiten völlig neue Wege.

 

Dabei spielt das Material eine große Rolle, welches zum Teil ungewöhnlich und anspruchsvoll ist, wie beispielsweise Zellstoff, ein industrielles Zwischenprodukt. Durch Aufritzen, Reißen, Befeuchten und Trocknen brachte sie Reliefs hervor, die archaisch, erdhaft und eruptiv wirken. Ansonsten dominieren die Metallarbeiten. Chromnickelstahl, Aluminium und Messing gehören zu Reums bevorzugten Werkstoffen. In hauchdünnen Schliffen trägt sie Lichtbahnen in das Metall ein, die – je nach Standort des Betrachters und Lichteinfalls – ein vibrierendes, sich veränderndes Bild erzeugen. Die konsequente Weiterentwicklung der Lichtlinien führte Reum schließlich zu ihren monumentalen Skulpturen aus Chromnickelstahl. Mehrere, teils sechs Meter hohe Rohre winden sich verästelt aufwärts in den Raum. Gerade mit diesen Spätwerken kreierte die 1926 in Saarbrücken geborene und 2015 in Buchen verstorbene Künstlerin jenen unverkennbaren Stil, der zu ihrer künstlerischen Signatur wurde.

 

Anlässlich des 100. Geburtstages würdigt das Museum Würth Gertrude Reum mit einer umfassenden Ausstellung und zeigt Werke aus allen Schaffensphasen.

Diese Ausstellung endet in
17
Tage
5
Std
23
Min
36
Sek
Termine
Start27.04.2026
Ende08.11.2026
Öffnungszeiten
Montag11:00–18:00
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museen Würth
Museen WürthReinhold-Würth-Straße 15, 74653 Künzelsau (Museum Würth)

Kunst & Kultur gehören untrennbar zum Unternehmen Würth. Ihre starke Präsenz und die vielfältigen Aktivitäten sind Ausdruck gelebter Unternehmenskultur. Dreh- und Angelpunkt ist die Sammlung Würth, die Reinhold Würth seit den 1970er-Jahren aufbaut. Die Sammlung Würth umfasst Werke vom Spätmittelalter bis zur Moderne und Gegenwart – vor allem Malerei und Skulptur. Sie zählt zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas. Auch außerhalb der unternehmenseigenen Ausstellungshäuser ist sie in Museen und an öffentlichen Orten weltweit präsent. Was Reinhold Würth in seiner bald 60-jährigen Sammelleidenschaft zusammengetragen hat, umfasst rund 500 Jahre Kunstgeschichte – Werke vom späten Mittelalter bis zum frühen 21. Jahrhundert. Süddeutsche Renaissanceportraits finden sich ebenso darunter wie Objekte von höfischem Glanz und handwerklicher Bravour, eine Sammlung zauberhafter Ankündigungsplakate traditioneller süditalienischer Puppentheater (»Opera dei«) und internationale Krippen ebenso wie ganze Werkblöcke von Anselm Kiefer, Max Ernst oder auch Christo und Jeanne-Claude. Ausstellungsorte Besondere Anziehungspunkte in Schwäbisch Hall sind die Kunsthalle Würth seit 2001 und die Johanniterkirche mit den Alten Meistern seit 2008. Am Firmensitz der Würth-Gruppe in Künzelsau öffnete 1991 das Museum Würth seine Pforten. 2020 folgte als jüngstes Haus das Museum Würth 2, integriert in das von David Chipperfield Architects entworfene Kultur- und Kongresszentrum Carmen Würth Forum. Ausstellungen im familiären Rahmen bietet die Hirschwirtscheuer. Daneben agieren seit 1999 Kunstdependancen in Europa.

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