Der älteste und bedeutendste Kunstschatz des Dommuseums erscheint in neuem Glanz
Das Rupertuskreuz von Bischofshofen nimmt einen besonderen Stellenwert ein: Es gilt als größtes erhaltenes Metallkreuz des Frühmittelalters und erstrangiges Werk der europäischen Kunstgeschichte des 8. Jahrhunderts. Verbunden mit dem Namen des Gründerheiligen Rupert, wurde es einprägsames Symbol für die christlichen Anfänge und den Aufstieg Salzburgs.
Das Kreuz birgt nach wie vor viele Rätsel, denn wann genau, wo und von wem es geschaffen wurde, wer es beauftragt hat und wann das Kreuz nach Bischofshofen kam, ist nicht überliefert. Notwendige Konservierungsmaßnahmen boten die Chance, mehr herauszufinden und alle Teile – Holzkern, Metallauflagen und Glassteine – gründlich zu durchleuchten.
Die Ausstellung vermittelt den aktuellen Wissensstand im Licht der jüngsten Forschungsergebnisse und eröffnet eine neue, faszinierende Sicht auf Material, Herstellungstechnik und künstlerische Details. Vorgestellt werden auch die angewandten Untersuchungsmethoden sowie die Ansätze der modernen Denkmalpflege gegenüber der Restaurierung von 1963. Im Zentrum steht das originale Kreuz, das seinen ursprünglichen Glanz wieder deutlicher erahnen lässt.