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Werther

Dem Stern folgen: Christliche Motive in der Kunst des Modernen Westfalens

Diese Ausstellung präsentiert rund 70 Werke von westfälischen Künstlerinnen und Künstlern der Moderne, die sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit zentralen Themen und Motiven der christlichen Überlieferung auseinandersetzen, darunter die Darstellung von Heiligen, die Geschichte von Adam und Eva oder als besonders wichtiges Sujet die Passion Christi. Den »Heiligen Drei Königen« kommt dabei in dieser Ausstellung eine besondere Rolle zu.

Zentrale Künstler sind die Expressionisten Hermann Stenner und Wilhelm Morgner, aber auch Kunstschaffende aus Bielefeld, Münster, Paderborn, Hagen und Soest. Bekannte und weniger bekannte Namen machen dabei mit ihren Werken deutlich, wie christliche Motive und Themen in einer von beiden christlichen Konfessionen ganz unterschiedlich geprägten Region eine besondere Bedeutung erhielten. Mit Christian Rohlfs ist auch ein Künstler aus dem weiteren westfälischen Kontext vertreten, der für die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts von größter Wichtigkeit ist und der einer christlichen Motivik in seinem Schaffen eine ganz eigene Bedeutung zugeschrieben hat. Künstler wie Aloys Röhr oder Eberhard Viegener vertreten zwar weniger bekannte Namen, die es mit ihren ausdrucksstarken Werken umso mehr wieder oder neu zu entdecken gilt.

Neben Leihgaben aus privaten Sammlungen und vielen bislang noch nie ausgestellten Werken aus den Nachlässen der Künstlerinnen und Künstler werden auch Werke aus öffentlichen Sammlungen gezeigt. Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Publikation mit wissenschaftlichen Aufsätzen im Hirmer Verlag. 

Diese Ausstellung beginnt in
93
Tage
15
Std
3
Min
25
Sek
Termine
Start09.01.2027
Ende25.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–18:00
Freitag12:00–18:00
Samstag12:00–18:00
Sonntag12:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Peter August Böckstiegel
Museum Peter August BöckstiegelSchloßstraße 109/111, 33824 Werther

Zum 125. Geburtstag des Künstlers Peter August Böckstiegel, am 7. April 2014, fasste der Kreis Gütersloh den Entschluss zum Bau eines Museums in unmittelbarer Nähe des Geburtshauses von Peter August Böckstiegel in Werther-Arrode. Im Dezember 2014 wurden mit einem Architektenwettbewerb die Weichen für diesen ergänzenden Bau auf dem ehemaligen Kornacker der Familie Böckstiegel gestellt. Aus einem Architektenwettbewerb mit 314 Teilnehmern gingen h.s.d. Architekten aus Lemgo als Sieger hervor. Der Entwurf des Museumsgebäudes, der neben einem Café und Platz für die Kunstvermittlung einen großen Ausstellungsraum, Lagerflächen und ein Kunstdepot bietet, stammt von Prof. André Habermann. Das mäzenatische Engagement von Familien und Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh, der Stadt Bielefeld und ganz Westfalen sowie die Unterstützung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) haben den Bau möglich gemacht. Die geplante Quadratmeterzahl konnte durch diese Hilfe und das so möglich gewordene Untergeschoss verdoppelt werden. So konnte der Wunsch der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung verwirklicht werden: Optimale Bedingungen für die Kunst, viel Raum für die Werke Böckstiegels und die Besucher:innen, aber auch ein schonender Umgang mit der Landschaft rund um das Künstlerhaus, das auch in Zukunft Kern und Herz der Anlage bleiben soll. Das Ensemble von altem und neuem Gebäude vervollständig das von der Planergruppe Oberhausen entworfene Außengelände. Blicksachsen und der Obstbaumbestand verweisen auf die Kulturlandschaft und frühere Nutzung der »wilden« Wiese, die im Sommer die Idee der Architekten möglich macht: Das Museum soll wie ein »Findling auf der Wiese« vor dem Künstlerhaus liegen. Dabei kommt den Materialien des Baus große Bedeutung zu: Der fränkische Muschelkalk an der Fassade des Gebäudes, und das Eichenholz, das die großen Fensterflächen rahmt und in der gesamten Möblierung des Museums wieder auftaucht, kontrastieren als Naturmaterialien mit dem bewusst modern gehaltenen Inneren.