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Jever

Der Herzog kommt – der Herzog geht! Das Schloss als landesherrlicher Repräsentationsort

Eine Ausstellung im Tabletformat und mit Medienstationen

 

1818 wurden Herzog Peter Friedrich Ludwig Schloss, Stadt und Herrschaft vom russischen Zarenhaus übertragen. Das baufällige Schloss mit der altertümlichen Vorburg bedurfte dringend einer Sanierung, die dem Zeitgeschmack des Klassizismus entsprechen sollte. Sein Sohn, Paul Friedrich August, führte die Moder­nisierung weiter und gab von der Antike inspirierte Innendekorationen im Stile Pompejis in Auftrag. Die Säle, Gänge, Keller und Kammern können mit Hilfe von Tablets als mobile Audio-Videoführungen virtuell durchschritten werden.

Termine
Start10.06.2018
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00;
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Schlossmuseum Jever
Schlossmuseum JeverSchlossplatz 1, 26441 Jever

Das Schlossmuseum Jever, das sich als kulturhistorisches Museum des Landkreises Friesland versteht, besitzt eine große Sammlung unterschiedlichster Objekte. Vom Eierbecher bis zur Kosakenlanze, von der Granatbrosche bis zum Kleiderschrank findet man eine ungeheure Bandbreite der Dinge vom 16. bis ins 21. Jahrhundert, die im Jeverland verwendet wurden, bevor sie ins Museum kamen. Aus konservatorischen und aus Platzgründen können wir unseren Gästen nicht alle Objekte im Rahmen der ständigen Ausstellung zeigen. In einer Reihe von virtuellen Präsentationen ermöglichen wir Ihnen daher ergänzend einen Einblick in ausgewählte und besondere Sammlungsbereiche des Schlossmuseums. Einen Querschnitt durch die Sammlung bietet zuvörderst die Dauerausstellung mit einem Rundgang über vier Etagen. Im Kellergeschoss wird die frühchristliche und mittelalterliche Kirchengeschichte thematisiert. Im Erdgeschoss steht das Museum an sich mit seiner Ausrichtung von den Anfängen bis heute im Mittelpunkt. Erste Exponate, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gezeigt wurden, farbige Möbel, Glas, Fayencen, Zinn und die Gemälde regionaler Künstler bieten einen Überblick über die Sammlungsschwerpunkte des Altertumsvereins, der sich 1886 gründete. Gerade die Wohnkultur und die landwirtschaftlichen Geräte, die am Ende des 19. Jahrhunderts durch modernere Technik abgelöst wurden, begriff man damals als museums- und erhaltungswürdig. Im Obergeschoss gibt es einen Rundgang, der durch die Stadt- und Landesgeschichte der letzten rund 500 Jahre führt. Angefangen von den Münzen aus der Regierungszeit Marias von Jever (1500–1575) bis zu den Porträts der letzten Großherzöge von Oldenburg. Die Zeugnisse regionaler Gewerke wie Zinn- und Silberschmiede, die Fayencen aus den Manufakturen Zerbst und Jever, Landkarten, Gemälde und Grafiken, Kleidung und Mode – zahlreiche wunderbare Objekte laden zum Anschauen und Entdecken ein. Im Dachgeschoss des Schlosses befinden sich die Spielzeugsammlung sowie die Räume der Ratte Remmer, in der museumspädagogische Veranstaltungen stattfinden können. In der großen Galerie schließlich ist Platz für die großen Sonderausstellungen des Schlossmuseums.