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Davos

Die Dämonische Leinwand: Kirchner und das Kino

Die Ausstellung untersucht erstmals die Wechselwirkungen zwischen Ernst Ludwig Kirchners Kunst und dem frühen deutschsprachigen, expressionistischen Film. 

 

Kirchner skizzierte nachweislich im Kino – ein Hinweis auf die starke Inspiration durch bewegte Bilder. Zentrale Themen wie Großstadt, Bewegung, Angst und Identität verbinden seine Werke mit filmischen Motiven der 1920er-Jahre.

 

Ikonen wie Asta Nielsen sowie Filme wie Der Student von Prag oder Das Cabinet des Dr. Caligari greifen Motive wie Doppelgänger, innere Zerrissenheit und gesellschaftliche Umbrüche auf, die auch Kirchner beschäftigten. Stummfilmklassiker von Murnau, Wiene und Lang zeigen das Kino als Experimentierfeld neuer Bild- und Raumerfahrungen.

 

Auch Kirchners Zeit in Davos wird einbezogen: Hinweise aus Briefen und Tagebüchern geben Einblick in seine mögliche Filmerfahrung. Filmstills, Sequenzen und ein Begleitprogramm machen die enge Verbindung von Malerei und Film sinnlich erfahrbar.

Diese Ausstellung beginnt in
115
Tage
0
Std
52
Min
44
Sek
Termine
Start14.02.2027
Ende02.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kirchner Museum Davos
Kirchner Museum DavosPromenade 82, 7270 Davos

Mit der weltweit einzigartigen Sammlung, die Hauptwerke der »Brücke«-Zeit, der Krisenjahre 1915 bis 1918 und der Schweizer Schaffenszeit umfasst, dem umfangreichen Dokumentenarchiv zu Leben und Werk des Künstlers sowie einer Expressionismus-Bibliothek gehört das Kirchner Museum Davos zu den bedeutendsten Ausstellungs- und Forschungsstätten zur Klassischen Moderne. Eigentümerin der Sammlung ist die Ernst Ludwig Kirchner Stiftung Davos. Seit 1992 bewahrt sie dank einer großzügigen Schenkung des Ehepaares Rosemarie und Roman Norbert Ketterer und der Familienstiftung Benvenuta sowie bereits zuvor erfolgten Schenkungen aus Gemeinde- und Privatbesitz, eine umfangreiche Sammlung von Werken Ernst Ludwig Kirchners. Aufgrund weiterer bedeutender Stiftungen aus Privatbesitz, die seit 1993 erfolgten, verfügt das Kirchner Museum heute über einen Bestand, in dem alle Schaffensperioden und thematischen Schwerpunkte Kirchners repräsentativ vertreten sind. Die Kirchner-Sammlung umfasst rund 40 Gemälde, 7 Skulpturen – darunter das Bett, das Kirchner 1919 für Erna Schilling schnitzte –, über 700 Zeichnungen und Aquarelle, über 300 Holzschnitte, Radierungen und Lithographien, 160 Skizzenbücher mit über 9000 Zeichnungen, über 1500 Glas- / Zellulose-Negative und Vintage Prints sowie rund 20 textile Werke, die nach Entwürfen Kirchners gestickt oder gewirkt wurden. Ergänzt werden diese Bestände durch Konvolute anderer Künstler, die dem Museum geschenkt wurden. So bewahrt das Museum heute über 50 Werke des deutschen Künstlers Fritz Winter (Schenkung Gottfried und Marti-Keller-Huber 1997; Schenkung Ilse Winternheimer-Zölffel 2000), 40 Werke des Kirchner Schülers Christian Anton Laely, die Gesamtheit der erhaltenen Holzstöcke und Druckplatten des Basler Künstlers Albert Müller (Schenkung Nachlass Albert Müller 1999) sowie wichtige Werke einiger Kollegen und Zeitgenossen Kirchners wie Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Wilhelm Lehmbruck, Georg Kolbe, Lyonel Feininger und Max Beckmann die dank der »Stiftung Rosemarie und Konrad Baumgart-Möller im Gedenken an Ferdinand Möller, Berlin« seit 2000 und dank der »Rosemarie Ketterer Stiftung« seit 2011 im Museum präsentiert werden können.

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Weiterführende Literatur