laufend
Stuttgart

Dokumentarfotografie Förderpreise 15 der Wüstenrot Stiftung

Ausstellung

Die Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung sind die bedeutendste Auszeichnung dieser Art in Deutschland. Zusammen mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang in Essen werden sie seit 1994 alle zwei Jahre an junge Künstlerinnen und Künstler deutscher Hochschulen und Akademien vergeben, die mit zeitgenössischen dokumentarischen Bildstrategien und Darstellungsformen die Gegenwart befragen.

 

In der 15. Ausgabe der Förderpreise werden Nazanin Hafez (*1991), Kristina Lenz (*1992) & Alex Simon Klug (*1991), Malte Uchtmann (*1996) und Hannah Wolf (*1985) ausgezeichnet. Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich in unterschiedlicher Weise mit bestehenden »Realitäten« von Welt auseinander, die die Gesellschaft und das Individuum betreffen. Die fotografischen Strategien und Formen, die hierbei Anwendung finden, bewegen sich zwischen manifestierend fiktionalen und KI-generierten Bildwelten. Es sind Techniken, die sich an den Rändern des Dokumentarischen bewegen, diese berühren und oszillieren lassen, ohne dabei Dokumentarfotografien im herkömmlichen Sinn zu sein.

 

Nach dem Auftakt in Essen macht die 15. Ausgabe der Förderpreise für vier Monate Halt in Stuttgart. Dort ist die Ausstellung in »THE GÄLLERY – Raum für Fotografie« zu sehen.

 

 

Nazanin Hafez

 

In ihrer multimedialen Arbeit »Spectators« verarbeitet Nazanin Hafez »Found Footage-Bildmaterial« iranischer und internationaler Pressemedien sowie Social Media Beiträge, die an Plätzen öffentlicher Hinrichtungen im Iran aufgenommen wurden, zu Papiercollagen. Hafez hinterfragt dadurch kritisch, welche moralische Mitverantwortung und Beteiligung Zuschauende haben und wie sich diese Orte darstellen lassen, ohne Gewalt zu reproduzieren. 

 

 

Kristina Lenz & Alex Simon Klug

 

Welchen Einfluss synthetisch erzeugte (Bewegt-)Bilder auf unsere Gegenwart haben, zeigt sich in der Videoinstallation »your choices should be grounded in reality« von Kristina Lenz & Alex Simon Klug. Mit einem archäologischen Anspruch dokumentieren sie die rasanten Entwicklungsstadien von KI-Diffusionsmodellen anhand des Prompts »close-up speaking mouth«. Ziel ist ein reales Archiv, das Phänomene und Ephemera fixiert. 

 

 

Malte Uchtmann

 

Wie Systeme von Wissen, Ordnung und Repräsentation unsere Wahrnehmung und unser Verhalten beeinflussen, erforscht Malte Uchtmann in »ANT*HOLOGY: De/Bugging the cultural history of ants«, einer raumgreifenden Zweikanal-Video-Soundinstallation. Die Kulturgeschichte von Ameisen wird hier zum Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit menschlichen Gesellschaftsformen. 

 

 

Hannah Wolf

 

In der Zweikanal-Videoprojektion »Die Dialektik dieser Arbeit beschäftigt sich Hannah Wolf mit der Rüstungsindustrie in Deutschland. Im Zentrum stehen die Architekturen der anonymen Zweckbauten, die sich scheinbar nahezu perfekt in die Städte und Peripherien eingefügt haben. Die »Alltäglichkeit des Nichtalltäglichen« kommt hierbei zum Tragen und ruft zu einer kritischen Auseinandersetzung auf.

Diese Ausstellung endet in
105
Tage
17
Std
41
Min
50
Sek
Start Termin
07.02.2026
Ende Abschluss
07.06.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–17:00
Mittwoch
10:00–17:00
Donnerstag
10:00–20:00
Freitag
10:00–17:00
Samstag
10:00–17:00
Sonntag
10:00–17:00