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München

Double up!

Designobjekte, Skulp­turen, Fotografien, Gemälde, Keramiken und Textilien korres­pondieren miteinander und beschreiben neue Inhalte. Jeder Raum bietet ästhetische Bezüge ebenso wie inhaltliche Verknüpfungen. Im Zusammenspiel von freier und ange­wandter Kunst zeigt sich so ein neues, hierar­chiefreies Verständnis.

 

Was in Museen und Köpfen ursprünglich streng geschieden war, hat sich nach der langen Zeit der Trennung viel zu sagen. Es braucht nur die richtigen Stichworte, um die Dialo­ge anzustoßen. Das kann die Farbe Rot ebenso gut sein wie die Form von Säulen und Türmen. Und in der Küche lässt sich be­kanntlich leicht ins Ge­spräch kommen, ­in diesem Falle in einer Küchenzeile von Le Corbusier und Char­lotte Perriand, entwor­fen für eine Marseiller Wohnanlage. Auch Keramik von Lotte Reimers, die auf indigene Kunst Australiens trifft, zeigt ein­drucksvoll, wie Wechselwirkungen entstehen.

Andere Räume mit einer inter­aktiven Installation oder Foto­grafien und Design­klassikern laden die Besu­cher­:in­nen zum Ausruhen, zu Begegnungen und zum Gedankenaustausch ein.

Zudem wird das Instant Housing Lab der Kunstvermittlung ak­tiviert. Das mobile Kunstwerk Instant Housing Trailer WBF-170/4 0 0 des Nürnberger Künstlers Winfried Baumann dient als Treffpunkt, Werkstatt, Bühne und Raum für performatives, partizipatives und künstlerisches Arbeiten.

Eine gemeinsame Ausstellung der Neuen Sammlung – The Design Museum mit dem Neuen Museum Nürnberg.

Termine
Start19.05.2022
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Die Neue Sammlung – The Design Museum
Die Neue Sammlung – The Design MuseumBarer Straße 40, 80333 München

Die Neue Sammlung im Kunstareal München bewahrt mit rund 120.000 Objekten die größte Designsammlung der Welt und gilt als das erste Designmuseum, lange bevor dieser Begriff geprägt wurde. Ihre Ausstellungsräume sind ein Bestandteil der Pinakothek der Moderne. Entstanden ist das Museum aus den Bestrebungen der 1903 gegründeten und später in »Münchner Bund« umbenannten »Münchner Vereinigung für angewandte Kunst«. Als nächster Schritt folgte im Mai 1925 die Einrichtung einer »besonderen Abteilung für Gewerbekunst« im Bayerischen Nationalmuseum, die im März 1926 als »Die Neue Sammlung« erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Von Beginn an hat sich Die Neue Sammlung in ihrem Verständnis von den gleichzeitig existierenden Museen für angewandte Kunst oder Museen für Kunst und Gewerbe abgesetzt, indem es sich dezidiert der seinerzeitigen Moderne und damit der zeitgenössischen Formgestaltung verpflichtete. Bis heute prägt dieser Gründungsanspruch die Programmatik der Neuen Sammlung. Die international ausgerichtete Museumssammlung mit den Schwerpunkten Industrie- und Grafikdesign umfasst auch Kunsthandwerk und Schmuck. Sie gliedert sich in mehr als 20 verschiedene Einzelbereiche, darunter Möbel und Leuchten, Radio- und Fernsehgeräte, Keramik, Metall, Textil oder Glas, aber auch in Themen wie Mobility und IT-Design. Im Bereich Industriedesign gilt Die Neue Sammlung als führend. Mit den Präsentationen ihres Museumsbestandes, ihren Ausstellungen und ihren vielfältigen Vermittlungsformen spiegelt Die Neue Sammlung die aktuellen Diskurse über die Inhalte und die Gestaltung von Designmuseen, über die Rezeption von Designinhalten und über die aktuelle Bedeutung von Design.