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Köln

Drachen – Mythos und Wirklichkeit

Drachen üben in vielen Kulturen der Welt seit Jahrtausenden eine außerordentliche Faszination auf die Menschen aus. So handelt es sich bei Drachen nicht nur um fiktive Wesen aus uralten Mythen und Legenden, sondern sie sind auch in der modernen Popkultur, Kunst und Symbolik verankert.
Sie liefern eine anschauliche Vorstellung des Furchterregenden wie Bedrohlichen und geben zugleich ein Bild von elementarer Stärke ab. In Europa verkörpern sie das Böse, in Ostasien positive kosmische Kräfte. Sie bieten Stoff für Geschichten der Heldinnen und Helden, welche Drachen bezwingen, und sie können auch selbst zu Identifikationssymbolen werden. Mythos und Faszinationskraft des Drachen basieren dabei auf der ihnen inhärenten Ambivalenz: Während einige Drachen als Sinnbild für das Unheilvolle stehen, bringen andere ihr niedlich-kurioses Wesen zum Ausdruck. Der dem Drachen innewohnende Gegensatz zwischen als real beschriebenem Getier einerseits und Wesen menschlicher Schöpfung andererseits zieht sich als Leitmotiv durch die Ausstellung. 

 

Die Sonderausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation des Hessischen Landesmuseum Darmstadt mit dem Museum Schnütgen und dem Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

 

Eine Besonderheit dieser Ausstellung besteht darin, dass sie herausragende Zeugnisse der Kunst und Kultur mit der Naturwissenschaftshistorie verbindet, von Jahrmillionen alten Fossilien bis zu heute lebenden Tieren. Die Kölner Museen – das Museum Schnütgen und das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) – bringen in die Kooperationsausstellung ihre Expertise rund um die europäische Kunst des Mittelalters sowie der Kunst aus China, Japan und Korea ein. Zusammen mit bedeutenden Leihgaben aus europäischen Museen und Privatsammlungen entsteht so ein vielfältiges Panorama zur kulturgeschichtlichen Relevanz des Drachen von der Antike bis in unsere Gegenwart.

 

Da Drachen generationsübergreifend für Begeisterung sorgen, werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in der Ausstellung angesprochen. Die beiden Ausstellungsstationen bieten demnach vielfältige Angebote für ein diverses Publikum, sich mit dem Thema informativ, spielerisch und unterhaltsam auseinanderzusetzen.
Im Grundsatz entsprechen sich die Ausstellungen in Darmstadt und Köln. Aufgrund der jeweils anderen Gestalt der Ausstellungsräume und aus konservatorischen Gründen werden einige der Exponate nur an jeweils einem der beiden Orte zu sehen sein. Zu den Ausstellungen erscheint eine gemeinsame handliche und wissenschaftlich fundierte Begleitpublikation im Hirmer Verlag.

 

Die erste Station der Ausstellung findet im Hessischen Landesmuseum Darmstadt statt: 02.10.2026–17.01.2027

Diese Ausstellung beginnt in
133
Tage
0
Std
55
Min
8
Sek
Termine
Start04.03.2027
Ende06.06.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00, jeder 1. Donnerstag im Monat 10:00–22:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Schnütgen
Museum SchnütgenCäcilienstraße 29–33, 50667 Köln

Das Museum Schnütgen beherbergt eine herausragende Sammlung von Kunst des Mittelalters. Ihr Schwerpunkt ist die sakrale Kunst des Rheinlandes und der benachbarten Regionen. Das Museumsgebäude verbindet die Aura und Stille der Cäcilienkirche, einer der romanischen Kirchen von Köln, mit der Offenheit eines modernen Erweiterungsbaus. Das Museum ermöglicht es seinen Besucherinnen und Besuchern, die Kunstwerke in ihrer spirituellen Ausstrahlung, ihrer künstlerischen Qualität und ihrer Funktion ästhetisch und emotional zu erleben und intellektuell zu verstehen. Es vermittelt die europäischen Zusammenhänge ihrer Entstehung in künstlerischer, religiöser und geschichtlicher Hinsicht. Die inhaltliche Ausrichtung des Museums wird durch sein Team kontinuierlich weiterentwickelt. Das Museum tritt mit seinen Besucherinnen und Besuchern in einen Dialog. Die Vermittlungsarbeit richtet sich an ein Publikum aller Altersgruppen, mit oder ohne Erfahrung in der Betrachtung mittelalterlicher Kunst, mit unterschiedlichen Muttersprachen und kulturellen Prägungen. Das Museum geht aktiv auf neue mögliche Besucherinnen und Besucher zu. Auf diese Weise trägt es in der heutigen Gesellschaft zur Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe bei, welches durch die Sammlung verkörpert ist. Durch seine Zusammenarbeit mit den Freunden des Museums, aber auch mit anderen Einrichtungen und Personen bezieht das Museum deren Potentiale in seine Aktivitäten mit ein. Inhaltlich gibt es Berührungspunkte auch zu anderen Kölner Museen und zu den Kirchen der Stadt. Sonderausstellungen widmen sich Themen, die aus der Arbeit des Museums heraus entwickelt werden. Ihr Ausgangspunkt sind sowohl Aspekte der mittelalterlichen Kunst als auch kulturell relevante Themen der heutigen Gesellschaft. Das Museum Schnütgen ist traditionell ein Ort der Forschung und Lehre in der regionalen, nationalen und internationalen Zusammenarbeit mit anderen Museen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Zu den Aufgaben seiner Forschung gehört besonders die wissenschaftliche Erschließung der eigenen Sammlung. Eine besondere Verantwortung des Museums besteht in der konservatorischen Erhaltung der ihm anvertrauten Objekte für die zukünftigen Generationen. Das schließt restauratorische Maßnahmen von höchster fachlicher Qualität mit ein. Dazu erfolgt auch auf technologischer Seite ein intensiver wissenschaftlicher Austausch mit anderen Institutionen. Neuerwerbungen dienen dazu, die Sammlung qualitativ zu steigern und sie um neue Facetten zu erweitern.