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Düsseldorf

ECHT JETZT – Deutscher Jugendfotopreis 2026

ECHT JETZT richtet den Blick auf das, was junge Menschen bewegt: auf ihre Fragen, ihre Beziehungen und ihre Perspektiven. In einer Zeit des Wandels eröffnet die Ausstellung einen Raum für Vergewisserung, Austausch und Innehalten.

 

In 40 Arbeiten zeichnet ECHT JETZT ein Bild davon, wie junge Menschen ihre Gegenwart gestalten. Die Ausstellung erlaubt Einblicke in die Facetten, die ihre Leben heute prägen: Sie erzählt von Anteilnahme und Neugier, von Solidarität und Gemeinschaft, von Fragmentierung und Zusammenhalt, von Glauben und Hoffnung. Sie zeigt die Gleichzeitigkeit gesellschaftlicher und privater Kämpfe und macht den Perspektivenreichtum junger Menschen sichtbar.

 

Zugleich zeigt ECHT JETZT, wie groß das Vertrauen junger Menschen in Bilder ist und welche Kraft sie ihnen zuschreiben, den eigenen Themen und Anliegen Ausdruck zu verleihen. Fotografie wird dabei in ihrer ganzen Bandbreite erprobt und genutzt: dokumentarisch und künstlerisch, analog und digital, mit historischen Verfahren und dem Smartphone, in bewegten Bildern, Einzelbildern und Serien, im Zufall und der Inszenierung.

 

Die 40 ausgestellten Positionen wurden von der Jury des Deutschen Jugendfotopreises aus den Beiträgen des Wettbewerbs 2025/26 ausgewählt. Der Wettbewerb wurde in den Kategorien Freie Themenwahl, Experimente und dem Jahresthema »Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto« ausgeschrieben. Das Jahresthema lud junge Menschen dazu ein, ihre Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit und Zukunftsträumen fotografisch zu formulieren. 1.236 junge Menschen aus ganz Deutschland beteiligten sich mit 8.304 Arbeiten. Das Ausstellungs- und Raumkonzept sowie die Produktion sind in einem kooperativen Seminar im Lehrgebiet Fotografie an der HSD / Peter Behrens School of Arts entstanden.

 

Der Deutsche Jugendfotopreis entdeckt, fördert und vernetzt junge Fotograf*innen – seit 1961. Veranstaltet vom Deutschen Kinder- und Jugend filmzentrum (KJF), bietet er jungen Menschen eine Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und künstlerische Entwicklung. Die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb ist seit jeher kostenlos, mitmachen können junge Menschen im Alter von 0-25 Jahren. Von Anfang an stand der Wettbewerb für die Idee, der jungen Fotografie einen Raum zu geben und die Sichtweisen junger Menschen in die Öffentlichkeit zu tragen – für viele heute bekannte Fotograf*innen war die Teilnahme ein wichtiger Startschuss für ihren weiteren beruflichen Weg.

 

In über sechs Jahrzehnten ist so einiges zusammengekommen: Rund 80.000 junge Kreative haben seit 1961 mitgemacht – allein, im Team oder als Gruppe. Mehr als 11.000 prämierte Bilder sind, heute im digitalen Archiv unter jugendfotopreis.de zu sehen.

 

Und seitdem? Hat sich richtig viel bewegt! Mit wechselnden Ausschreibungen, vielfältigen Ausstellungen und spannenden Sonderprojekten hat sich der Wettbewerb immer wieder neu erfunden. Er greift aktuelle Themen auf, reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen und spiegelt, was junge Menschen bewegt. Neue Bildsprachen, neue Ideen, neue Perspektiven – all das findet hier seinen Platz. Die nächste Ausschreibung des Deutschen Jugendfotopreises startet im Herbst 2027.

 

Leitung Deutscher Jugendfotopreis: Katharina Klapdor Ben Salem

Projektleitung KIT: Jana-Catharina Israel

Ausstellungskonzept: Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, Leitung Prof. Mareike Foecking und Morgaine Schäfer

Arts Education: Kunstakademie Münster, Leitung Prof.’in Dr.’in Sarah Hübscher 

Diese Ausstellung endet in
48
Tage
14
Std
39
Min
22
Sek
Termine
Start20.09.2026
Ende15.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
KIT – Kunst im Tunnel
KIT – Kunst im TunnelMannesmannufer 1b, 40213 Düsseldorf

Direkt unter der Düsseldorfer Rheinuferpromenade – in einem Raum, der zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt – wurde 2007 mit KIT – Kunst im Tunnel ein spektakulärer Treff für zeitgenössische Kunst eröffnet. KIT liegt in Höhe des Familienministeriums und der alten Staatskanzlei am Horionplatz. Schon nach der Fertigstellung der Rheinuferpromenade 1995 war der Raum probeweise für Veranstaltungen genutzt worden. Eine dauerhafte Nutzung, wie sie vor allem aus der Kunstszene angeregt wurde, kam unter den damaligen Sicherheitsbedingungen jedoch nicht in Frage. 2006, im Jahr der ersten Düsseldorfer Quadriennale, wurde schließlich das Architekturbüro Fritschi/Stahl/Baum, das schon die Planung für die Gestaltung der Rheinuferpromenade geliefert hatte, mit einem Konzept für die Realisierung eines Ausstellungsraumes beauftragt. Das sichtbare Entree von KIT – ein zum Rhein hin verglaster Pavillonbau auf der Promenade – beherbergt das KIT Café und ist eine der schönsten gastronomischen Adressen am Rhein. Bei Sonnenschein ist die Terrasse mit Blick auf das Rheinknie ein Ort zum Entspannen und Genießen. Durch das Café gelangen die Besucher:innen über eine große Treppe oder mit dem Aufzug in den unterirdischen Ausstellungsbereich. Dieser schwingt sich elliptisch über eine Länge von 140 Metern parallel zum Rhein entlang. Deckenhöhe und Breite des Raums variieren. Zwischen den puristischen Betonwänden sind die Werke junger Künstlerinnen und Künstler ausgestellt, welche die Künstlerische Leiterin des KIT, Gertrud Peters, einlädt hier auszustellen. Gezeigt werden etwa vier bis sechs Wechselausstellungen pro Jahr. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Präsentation junger, zeitgenössischer Kunst aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Video- und Installationskunst. Zudem sieht es KIT als seine Aufgabe an, den Austausch zwischen internationalen jungen Künstlerinnen und Künstlern anzuregen und zu fördern. Präsentiert werden meist Gruppenausstellungen, in seltenen Fällen auch Einzelausstellungen. Auftrag des KIT – Kunst im Tunnel ist es, die in den Kunstakademien erworbene Haltung junger Künstlerinnen und Künstler zu fördern und durch Ausstellungen und Publikationen für Unterstützung, Akzeptanz und Anerkennung zu sorgen und erste Erfahrungen mit dem institutionellen Ausstellen zu ermöglichen. Ein weiteres großes Anliegen des KIT ist die direkte Vermittlung der Ausstellungsinhalte in Form von Workshops und Führungen. Dies geschieht häufig in direkter Kooperation mit den jungen ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern.