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Ahlen

Ein Ding der Unmöglichkeit – Anna & Bernhard Blume | Im Dialog mit Videokunst

Das Künstlerduo Anna (1936–2020) und Bernhard Johannes Blume (1937–2011) stellte mit Fotografien, Zeichnungen und Aktionen den Alltag auf den Kopf. Zwischen den 1970er und 2010er Jahren entstanden fotografische Serien, die das Banale ad absurdum führen – mit anarchischer Komik und einem unnachgiebigen Blick auf die bürgerliche Lebenswelt der deutschen Nachkriegszeit. Das Kunstmuseum Ahlen widmet dem international renommierten Künstlerpaar eine Ausstellung: klein- und großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien, Polaroid-Serien und Zeichnungen aus dem Nachlass von Anna und Bernhard Blume werden in einem Dialog mit zeitgenössischer Videokunst gezeigt. Der Ausstellungstitel verweist auf die Ordnung der Dinge, die das Künstlerpaar als Schein entlarvte. Was sich in ihrer Bildwelt abspielt, ist skurril, teilweise unerhört und insgesamt kaum zu glauben – ein Ding der Unmöglichkeit! 

Diese Ausstellung beginnt in
29
Tage
11
Std
29
Min
40
Sek
Termine
Start21.11.2026
Ende28.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch15:00–1800
Donnerstag15:00–1800
Freitag15:00–1800
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Ahlen
Kunstmuseum AhlenMuseumsplatz 1 / Weststraße 98, 59227 Ahlen

Das Kunstmuseum Ahlen hat im Jahr 2006 die ersten Schritte zum Aufbau einer eigenen Sammlung gemacht. Seitdem wird die Sammlung sowohl mit den Neuerwerbungen der Theodor F. Leifeld-Stiftung und des Förderkreises des Kunstmuseums Ahlen e.V. als auch mit Schenkungen und Dauerleihgaben privater und öffentlicher Einrichtungen kontinuierlich unterstützt. Thematisch ist die Sammlung eng mit der Ausstellungszielsetzung des Hauses verbunden. Als Resultat daraus entstand eine Sammlung mit ca. 1500 Exponaten von mehr als 200 Künstler:innen, die sich in die Kategorien der frühen klassischen Moderne, der konstruktiv-konkreten Kunst und der zeitgenössischen Kunst unterteilen lassen. In allen Bereichen ist dem Licht als Thema und Gestaltungselement besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Entwicklung vom Spätimpressionismus mit pointilistischem und luministischem Anteil bis hin zum Expressionismus wird im ersten Sammlungszweig deutlich. Die frühsten Gemälde der Sammlung stammen von Auguste Renoir, Christian Rohlfs, Emil Nolde und Erich Heckel, dicht gefolgt zum einem von den Werken der rheinischen Expressionisten wie Walter Ophey, Wilhelm Wieger, Heinrich Campendonk und Heinrich Nauen, zum anderen von den Westfälischen Expressionisten wie Peter August Böckstiegel oder auch Hermann Stenner. Der zweite Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem konstruktiv-konkreten Kunstschaffen, das besonders nach dem 2. Weltkrieg deutschlandweit starken Aufschwung erfuhr. Dazu zählen zum einem u.a. Werke von Fritz Winter und Heinrich Siepmann und zum anderen die reduzierten Arbeiten von Leo Erb, Klaus Staudt oder auch Imi Knoebel. Die Künstler der Gruppe ZERO wie Heinz Mack, Adolf Luther und Günther Uecker sind ebenso in der Sammlung vertreten wie Eduard Micus und Erwin Bechtold. Aus den vergangenen Wechselausstellungen erwuchs die dritte Säule der Sammlung. Die zeitgenössischen Positionen u.a. von Susanne Lyner, Margret Eicher, Bernd Damke, Jobst Tilmann und Christoph Dahlhausen verdeutlichen unsere Ausstellungstätigkeit der letzten 25 Jahre. Auch die enge Kooperation mit dem Totalkünstler Timm Ulrichs setzt mit einem umfassenden Konvolut einen besonderen Akzent in unserer Sammlung. Mit der Übernahme des Nachlasses von Andreas Horlitz konnten im Jahr 2016 seine wichtigen Leuchtkästen, Glas- und Spiegelarbeiten in die Sammlung integriert werden.