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Bietigheim-Bissingen

»Ein Ding der Unmöglichkeit!« – Anna und Bernhard Blume im Dialog mit Videokunst

Mit unnachgiebigem Blick rückten Anna und Bernhard Blume (1936–2020 bzw. 1937–2011) die kleinbürgerliche Lebenswelt der deutschen Nachkriegszeit in den Fokus. Ihre humorvollen Fotoarbeiten sind Kommentare zu gesellschaftlichen Normen und Themen, die bis heute nichts an Brisanz verloren haben. Ihre chaotische Bildwelt und surrealen Szenen zeichnen sich durch pointierten Witz aus. Ihre Arbeiten sind niemals dogmatisch oder pädagogisierend. Die Protagonisten – sie selbst – sind weder strahlende Vorbilder noch moralische Wegweiser, sondern wirken oftmals unbeholfen, erfolglos und nahbar, genau darin liegt ihr Charme. Die Überblicksausstellung stellt das Werk des international renommierten Künstlerpaares in einen neuen, aktuellen Kontext: Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien, die Polaroid-Serien, aber auch Zeichnungen und Objekte aus dem Nachlass treten in den Dialog mit zeitgenössischer internationaler Videokunst.

Diese Ausstellung beginnt in
161
Tage
9
Std
10
Min
15
Sek
Termine
Start20.03.2027
Ende04.07.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch14:00–18:00
Donnerstag14:00–20:00
Freitag14:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Städtische Galerie Bietigheim-BissingenHauptstraße 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen

Eingebettet in die malerische Altstadt Bietigheims stellt die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen eine gelungene Synthese aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur dar. Die Städtische Galerie hat zwei große Sammlungsschwerpunkte: Zum einen Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstler:innen der Region, darunter Gustav Schönleber, Walter Strich-Chapell, Theodor Werner, Hermann Rombach, Paul Reichle, Bruno Diemer, Leonhard Oesterle und Luisa Richter. Zum anderen eine umfangreiche, einzigartige Sammlung zum künstlerischen Linolschnitt, in die Sie hier einen Einblick gewinnen können. Seit Gründung der Städtischen Galerie 1989 liegt der besondere Sammlungsschwerpunkt auf dem künstlerischen Linolschnitt, da in Bietigheim die Deutschen Linoleumwerke ansässig waren. Mittlerweile ist der Bestand auf Linolschnitte von mehr als 300 Künstler:innen angewachsen und bietet einen repräsentativen Querschnitt von 1900 bis heute. Bereits 1992 wurde auf einer Ausstellungstournee in fünf deutschen Städten die europaweit einzigartige Linolschnittsammlung der Städtischen Galerie von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt – seither ist die Sammlung wesentlich umfangreicher geworden, auch dank des Grafikwettbewerbs »Linolschnitt heute«, der alle drei Jahre ausgeschrieben wird. Aus Anlass des zehnten Jubiläums dieser wichtigen Auszeichnung ging 2017/18 eine Werkauswahl der zehn Wettbewerbe auf Reisen quer durch die Republik von Quedlinburg im Harz über Würzburg in Unterfranken bis nach Husum und Niebüll an der dänischen Grenze – denn Bietigheim-Bissingen ist längst zur »heimlichen Hauptstadt des Linolschnitts« geworden.

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