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Jever

Ein letztes Bier im Stehen? Vom Sterben der Gasthöfe

Über Jahrhunderte prägten sie das Leben in Dörfern und Kleinstädten: Gasthöfe waren Orte der Begegnung, der Geselligkeit, manchmal auch des handfesten Streits. Für die ländliche Bevölkerung waren sie unbestrittener Mittelpunkt der Freizeitgestaltung. Heute jedoch stehen sie vielfach leer, sind längst verfallen oder gar abgerissen. Nur wenige Wirtshäuser in der Fläche trotzen mit neuen Nutzungskonzepten dem kulturhistorischen Wandel des digitalen Zeitalters.

 

Der Bogen zwischen gestern und heute erzählt von Postkutschen und Zollstellen, Bewirtung und Gastfreundschaft und nicht zuletzt vom Tanzen, rauschhaftem Feiern und Amüsieren.

Diese Ausstellung endet in
9
Tage
11
Std
30
Min
25
Sek
Termine
Start01.05.2026
Ende31.10.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00;
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Schlossmuseum Jever
Schlossmuseum JeverSchlossplatz 1, 26441 Jever

Das Schlossmuseum Jever, das sich als kulturhistorisches Museum des Landkreises Friesland versteht, besitzt eine große Sammlung unterschiedlichster Objekte. Vom Eierbecher bis zur Kosakenlanze, von der Granatbrosche bis zum Kleiderschrank findet man eine ungeheure Bandbreite der Dinge vom 16. bis ins 21. Jahrhundert, die im Jeverland verwendet wurden, bevor sie ins Museum kamen. Aus konservatorischen und aus Platzgründen können wir unseren Gästen nicht alle Objekte im Rahmen der ständigen Ausstellung zeigen. In einer Reihe von virtuellen Präsentationen ermöglichen wir Ihnen daher ergänzend einen Einblick in ausgewählte und besondere Sammlungsbereiche des Schlossmuseums. Einen Querschnitt durch die Sammlung bietet zuvörderst die Dauerausstellung mit einem Rundgang über vier Etagen. Im Kellergeschoss wird die frühchristliche und mittelalterliche Kirchengeschichte thematisiert. Im Erdgeschoss steht das Museum an sich mit seiner Ausrichtung von den Anfängen bis heute im Mittelpunkt. Erste Exponate, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gezeigt wurden, farbige Möbel, Glas, Fayencen, Zinn und die Gemälde regionaler Künstler bieten einen Überblick über die Sammlungsschwerpunkte des Altertumsvereins, der sich 1886 gründete. Gerade die Wohnkultur und die landwirtschaftlichen Geräte, die am Ende des 19. Jahrhunderts durch modernere Technik abgelöst wurden, begriff man damals als museums- und erhaltungswürdig. Im Obergeschoss gibt es einen Rundgang, der durch die Stadt- und Landesgeschichte der letzten rund 500 Jahre führt. Angefangen von den Münzen aus der Regierungszeit Marias von Jever (1500–1575) bis zu den Porträts der letzten Großherzöge von Oldenburg. Die Zeugnisse regionaler Gewerke wie Zinn- und Silberschmiede, die Fayencen aus den Manufakturen Zerbst und Jever, Landkarten, Gemälde und Grafiken, Kleidung und Mode – zahlreiche wunderbare Objekte laden zum Anschauen und Entdecken ein. Im Dachgeschoss des Schlosses befinden sich die Spielzeugsammlung sowie die Räume der Ratte Remmer, in der museumspädagogische Veranstaltungen stattfinden können. In der großen Galerie schließlich ist Platz für die großen Sonderausstellungen des Schlossmuseums.