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Saarbrücken

Ein Neubeginn für Europa – subjektive fotografie

Zum 75-jährigen Jubiläum der legendären Ausstellungsreihe subjektive fotografie lädt die Moderne Galerie des Saarlandmuseums zu einer außergewöhnlichen Werkschau ein: Ein Neubeginn für Europa. subjektive fotografie. Über 150 Fotografien aus eigenem Bestand sowie aus renommierten Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden geben einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der künstlerischen Nachkriegsfotografie. Die von Otto Steinert initiierte Reihe gilt als Meilenstein der Fotografiegeschichte. 1951 erstmals in Saarbrücken gezeigt, zog sie anschließend durch Städte wie Köln, München, Paris, Tokio, Brüssel und Hamburg. Mit Positionen wie Brassaï, Kilian Breier, Henri Cartier-Bresson, Man Ray, Laszlo Moholy-Nagy, Marta Hoepffner, Carl Strüwe, und Irving Penn beleuchtet die Ausstellung das Spannungsfeld der Subjektiven Fotografie zwischen Experiment, streng künstlerischer Bildsprache und lebensnaher, humanistischer Darstellung.

 

Für Saarbrücken hat subjektive fotografie zudem eine besondere historische Bedeutung: Schon sechs Jahre nach Kriegsende setzte die internationale Ausrichtung der ersten Ausstellung ein starkes kulturpolitisches Signal für ein friedliches, geeintes Europa. Gleichzeitig war sie ein Aushängeschild des damals eigenständigen Europastaates Saar.

 

Vernissage: 6. November 2026, 19 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
15
Tage
20
Std
12
Min
52
Sek
Termine
Start07.11.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Moderne Galerie Saarbrücken
Moderne Galerie SaarbrückenBismarckstraße 11–15, 66111 Saarbrücken

Die Moderne Galerie zählt zu den führenden Museen in Südwestdeutschland und ist die museale Leitinstitution des Saarlandes. Geprägt durch ihre grenznahe Lage, entfalten sich ihre reichen Bestände vom Impressionismus bis zur Gegenwart im Dialog insbesondere zwischen französischen und deutschen Strömungen. Eigene Schwerpunkte von hohem Rang bilden die Malerei der Berliner Secession, der deutsche Expressionismus sowie die Kunst der École de Paris und des Informel. Das Museum beherbergt den Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko und verfügt über umfangreiche Grafische und Fotografische Sammlungen, wobei letztere direkt auf den Begründer der »subjektiven« in Saarbrücken, Otto Steinert, zurückgeht. Das Museumsgebäude zählt zu den wegweisenden Museumsbauten der frühen Bundesrepublik. Entworfen von dem St. Ingberter Architekten Hanns Schönecker und in drei Bauabschnitten zwischen 1965 und 1976 realisiert, genießt es heute aufgrund seines hohen architekturgeschichtlichen Ranges Denkmalschutz. Mit ihrer 2017 eröffneten Erweiterung, realisiert von Kuehn Malvezzi / Michael Riedel hat die Moderne Galerie einen entscheidenden Schritt in die Zukunft getan. Sie kann seither nicht nur ihre umfangreichen Sammlungen in viel größerem Maße zeigen, sondern öffnet sich auch stärker der zeitgenössischen Kunst.