Obwohl der Begriff »Pop« in erster Linie mit der amerikanischen Nachkriegsmalerei in Verbindung gebracht wird, beschäftigten sich zahlreiche europäische Avantgardekünstler zur selben Zeit mit den gleichen Themen. Auch sie untersuchten die Beziehung zwischen Kunst und Konsum, griffen auf die Bildwelten von Mode, Werbung und Unterhaltung zurück oder hinterfragten die sich wandelnden Rollenbilder der Frau zwischen Pin-up und Emanzipation. Die Ausstellung im Museum Frieder Burda richtet den Fokus auf das Werk europäischer Malerinnen und Maler, die auf Innovationen der Pop Art reagierten, um das Verhältnis zwischen Kunst und moderner Vergnügungsgesellschaft neu zu hinterfragen. Vor dem Hintergrund eines regen transatlantischen Austauschs werden ihren farbstarken Arbeiten gezielt einzelne Gemälde der amerikanischen Pop Art gegenübergestellt. Insgesamt versammelt die opulente Werkschau mehr als 70 Werke von über 20 Künstlerinnen und Künstlern.
Vertretene Künstlerinnen und Künstler: Arman, Balder, Werner Berges, Rafael Canogar, César, John Chamberlain, William Copley, Christa Dichgans, Erró, Gérard Fromanger, Claude Gilli, Eulàlia Grau, Raymond Hains, Maurice Henry, Allen Jones, Alex Katz, Kiki Kogelnik, Umberto Mariani, Ivan Messac, Jacques Monory, Edgar Naccache, Sigmar Polke, Bernard Rancillac, Antonio Recalcati, Gerhard Richter, Chryssa Romanos, Mimmo Rotella, Niki de Saint-Phalle, Daniel Spoerri, Peter Stämpfli, Walter Strack, Hervé Télémaque, Fernand Teyssier und Andy Warhol.
Eine Ausstellung des Museum Frieder Burda, Baden-Baden. Mit freundlicher Unterstützung der Fondation Gandur pour l’Art, Genève, Schweiz.