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München

Eva 1900. Skulpturen einer Umbruchszeit

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen fünf Eva-Skulpturen von Künstlern wie Auguste Rodin und Jean Baptiste Carpeaux, die den inneren Konflikt der biblischen Figur ausloten: Scham, Schuld, Erkenntnis und Rebellion spiegeln sich in Körperhaltung, Mimik und Oberflächengestaltung.

 

Eva ist jedoch mehr als eine Figur der Genesis. Im 19. Jahrhundert wurde sie zur Projektionsfläche für wachsende Konflikte um Weiblichkeit und Emanzipation. Während durch Entwicklungen wie die Industrialisierung, Säkularisierung und das Erstarken des Bürgertums traditionelle Rollenbilder aufbrachen, verharrten Kirche, Wissenschaft und Politik in reaktionären Mustern. Doch gleichzeitig formierte sich Widerstand. Die ersten Frauenbewegungen nutzten den Eva-Mythos, um ihn umzudeuten – von der Sünderin zur ersten Rebellin der Geschichte.

 

Ausgehend von den ambivalenten Eva-Darstellungen der Zeit um 1900 eröffnet die Ausstellung Perspektiven auf aktuelle Debatten zu Gleichberechtigung, Körperlichkeit und Macht.

Diese Ausstellung beginnt in
194
Tage
2
Std
54
Min
49
Sek
Termine
Start04.05.2027
Ende07.11.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–20:00
Mittwoch10:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Alte Pinakothek
Alte PinakothekBarer Straße 27, 80333 München

Die Alte Pinakothek zählt zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas. Sie präsentiert die herausragenden Werke einer der weltweit größten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Unter den über 700 ausgestellten Gemälden befinden sich zahlreiche Hauptwerke von Dürer und Rubens sowie prominente Schlüsselwerke etwa von Rogier van der Weyden und Memling, Raffael und Tizian, Altdorfer und Cranach, Jan Brueghel d. Ä. und van Dyck, Rembrandt und Frans Hals, Poussin und Murillo. Der Reichtum und viele Höhepunkte der 1836 eröffneten Galerie verdanken sich den Kunstsammlungen der Fürsten des Hauses Wittelsbach. Der Gemäldeschatz der bayerischen Herzöge und Kurfürsten wurde im 16. Jahrhundert begründet und konnte in den folgenden Jahrhunderten wesentlich ausgebaut werden. Nach dem Erlöschen verschiedener Familienzweige der Wittelsbacher gelangten um 1800 die Galeriebestände der Residenzen in Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken nach München. So entstand eine umfassende Sammlung, die während des frühen 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation und durch die bedeutenden Erwerbungen Ludwigs I. von Bayern nochmals erheblich an Größe und Bedeutung gewann. Die Alte Pinakothek liegt im Zentrum des sogenannten Münchener Kunstareals und ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.