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Erlangen

Fischers Fang

Was kann ein Buch alles sein? Ein Leporello, das sich über einen Meter entfaltet. Ein Buch mit Bildern, Texten, Fotografien, Videos oder Klängen. Ein Objekt, das man auffächern und von allen Seiten betrachten kann. Oder eine kleine Auflage, bei der jede einzelne Seite selbst ein Kunstwerk ist.

 

Mit Fischers Fang wird die umfangreiche Schenkung an Künstlerbüchern von Karl Manfred Fischer an die Stadt Erlangen erstmals vorgestellt. Seit den 1970er-Jahren hat Fischer rund 550 Künstlerbücher, Mappen, Bildwerke und Editionen zusammengetragen.

 

Künstlerbücher sind eine Schnittstelle zwischen Kunst und Literatur, zwischen Bild und Schrift. Sie sind eigenständige Kunstwerke, in denen das Buch selbst zum Medium und Objekt der künstlerischen Auseinandersetzung wird. Neben der klassischen Buchform gibt es Konzept- und Objektbücher, Collagen, Leporellos, Rollen, Lose-Blatt-Sammlungen, Intermedia-Boxen und Multiples aus unterschiedlichen Materialien – als Unikate oder in autorisierten Auflagen.

 

Die Ausstellung gibt einen ersten Einblick in Fischers Sammlung. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Hybriden-Verlag von Hartmut Andryczuk mit künstlerischen Arbeiten von ihm selbst sowie von Kunstschaffenden wie der Tödlichen Doris, Elisabeth Masé und Lea Draeger. Darüber hinaus sind Ausgaben der von Uwe Warnke herausgegebenen Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder, Werke von Wilhelm Schramm sowie weitere Editionen, Selbstverlage und regionale Positionen zu sehen.

 

Vernissage: 27. November 2026

Diese Ausstellung beginnt in
57
Tage
9
Std
50
Min
8
Sek
Termine
Start28.11.2026
Ende28.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00, jeder 1. Donnerstag: 10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstpalais Erlangen
Kunstpalais ErlangenMarkt­platz 1, 91054 Erlangen

Zum Kunst­pa­lais gehört die Städ­ti­sche Samm­lung Erlangen, die bisher weit über 4.500 Werke umfasst. Ihr Schwer­punkt liegt auf inter­na­tio­naler multi­pli­zierter Kunst: Grafiken, Multi­ples und Künst­ler­bü­cher sowie Foto­grafie und Video­ar­beiten. Seit die Samm­lung 1966 begonnen wurde, ist sie immens ange­wachsen, sowohl durch Schen­kungen von Künstler:innen und Privat­per­sonen also auch durch Ankäufe aus dem städ­ti­schen Etat. Sie versteht sich als Ideen­ge­schichte der Kunst nach 1945: ob Pop Art, Op-Art, Land Art, Konkrete Kunst oder Informel – alle bedeu­tenden Kunst­rich­tungen von der Nach­kriegs­zeit bis heute sind in Erlangen vertreten. Jedes Jahr wird die Samm­lung um sorg­fältig ausge­wählte neue Arbeiten ergänzt, um auch weiterhin die neueste Kunst­ge­schichte mit ihren wich­tigsten Vertreter:innen reprä­sen­tieren zu können. Zu den Aufgaben, die mit der Samm­lung verbunden sind, zählen nicht nur deren Bewah­rung, Erfor­schung und Fort­füh­rung. Auch das Zeigen und Vermit­teln dieser Schätze ist uns ein wich­tiges Anliegen. So sind die Werke aus der Städ­ti­schen Samm­lung sowohl in thema­ti­schen Grup­pen­aus­stel­lungen des Kunst­pa­lais sowie auch in eigenen Samm­lungs­prä­sen­ta­tionen zu sehen. Die Neuerwer­bungen jeden Jahres stellen wir in unserem Blog vor und präsen­tieren sie nach Möglich­keit bei ihrer Ankunft in den Ausstel­lungs­räumen. Derzeit fehlt ein Ort für eine dauer­hafte öffent­liche Präsen­ta­tion der Samm­lung. Das Kunst­pa­lais arbeitet aber bereits intensiv an ihrer Digi­ta­li­sie­rung – ausge­wählte Arbeiten gibt es bereits jetzt schon mit Text und Bild auf der Home­page zu entde­cken.