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Appenzell

Florian Germann – Zwölf Leben

In Zwölf Leben verbindet Florian Germann Skulpturen, Modelle und experimentelle Anordnungen zu einer vielschichtigen Welt, in der sich Natur, Technik und Architektur begegnen und neue Formen des Zusammenlebens denkbar werden.

 

Die Skulpturen von Florian Germann (*1978) sind als offene Systeme gedacht, in denen Menschen, Tiere, Technik und Umwelt aufeinandertreffen. Manche werden tatsächlich von Pflanzen, Insekten oder Vögeln genutzt, andere entwerfen solche Begegnungen als Möglichkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie Energie zwischen organischem Leben, künstlichen Systemen und Materialien zirkuliert und sich verändert. So entstehen Werke, die Skulptur, Modell, Versuchsanordnung oder Lebensraum sein können. Sie reagieren auf ihre Umgebung, setzen Prozesse in Gang und machen unsichtbare Kräfte erfahrbar. In der Einzelausstellung Zwölf Leben kommen diese unterschiedlichen Werkformen zusammen und beziehen auch das Kunstmuseum sowie den Übergang zwischen Innen- und Außenraum ein. 

 

Zur Ausstellung erscheint im Februar 2027 beim DISTANZ Verlag eine Monografie über das Werk des Künstlers, mit Texten von Raphael Gygax, Linda Jensen und Stefanie Gschwend.

 

kuratiert von Stefanie Gschwend

Diese Ausstellung beginnt in
10
Tage
12
Std
18
Min
55
Sek
Termine
Start15.11.2026
Ende11.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–18:00
Freitag12:00–18:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Appenzell / Kunsthalle Appenzell
Kunstmuseum Appenzell / Kunsthalle AppenzellUnterrainstraße 5, 9050 Appenzell (Kunstmuseum Appenzell)

Das Kunstmuseum und die Kunsthalle Appenzell stehen für moderne und zeitgenössische Kunst und ein klassisches Konzertprogramm. Mit ihren abwechslungsreichen Ausstellungen und Programmen bilden die beiden Häuser einen wichtigen Treffpunkt in Appenzell und sind dynamische Orte der Begegnung, kultureller Erlebnisse und des Ideenaustausches. Sie sind zwei Institutionen mit unterschiedlichem Charakter und künstlerischen Programmen, deren Trägerschaft die Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell ist. Die künstlerischen Programme zeichnen sich durch eine Vielfalt von unterschiedlichen Ausstellungsformaten und Medien aus, Konzepte, die oft eng mit Kunstschaffenden entstehen und das Experiment zulassen. Alle Ausstellungen und Aktivitäten sind der Aktualität und dem zeitgenössischen Blick auf das künstlerische Schaffen von der Moderne bis in die Gegenwart verpflichtet. In einer ruralen Gegend mit traditionellen Werten bilden die beiden Häuser einen wichtigen Treffpunkt und sind dynamische Orte der Begegnung, kultureller Erlebnisse und des Ideenaustausches. Das Kunstmuseum und die Kunsthalle Appenzell strahlen über das Lokale hinaus – auch durch ihre Kooperationspartnerin Fondazione Marguerite Arp in Locarno – und tragen facettenreiche Perspektiven ins ländliche Terrain. Die Institutionen bieten Besucher:innen aller Altersgruppen durch Ausstellungen, Workshops, Veranstaltungen, Vermittlung und Publikationen Zugang zur zeitgenössischen und modernen Kunst. Das Kunstmuseum und die Kunsthalle Appenzell übernehmen gleichermaßen öffentliche und bildungspolitische Aufgaben und sollen für möglichst viele und vielfältige Gruppen offen sein. Mehrspartenhaus Kunsthalle Als Mehrspartenhaus beinhaltet das Angebot in der Kunsthalle neben Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst ein musikalisches Konzertprogramm. Zwölf Konzerte und drei Matinee mit Nachwuchsmusiker:innen widmen sich der Klassik, deren Fortführung und Variationen in der gegenwärtigen Musik. In den Altbauräumen der Kunsthalle befinden sich außerdem eine kleine Bibliothek und die Papierwerkstatt, die öffentlich und kostenlos zugänglich sind und welche Kinder und Erwachsene selbständig benutzen können. Architektur Die Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell bewahrt und fördert mit den Baudenkmälern Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell Architektur- und Industriegeschichte. Während das Kunstmuseum ein zeitgenössischer Bau des Architekturbüros Gigon/Guyer, Zürich ist, war die Kunsthalle ein frühindustrielles Bauensemble, das nach dem System der Bricolage allmählich um den Ziegelbrennofen von 1566 herum entstand und samt den wichtigen Produktionseinrichtungen, wie Kollergang, Ziegelpresse, Paternoster-Aufzug und Brennofen erhalten und restauriert wurde. Ausstellungsprofile Das Kunstmuseum Appenzell bietet Raum für monografische und thematische Wechselausstellungen, die von der Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst reichen. Zentral sind der zeitgenössische Blick auf Werke und die Sammlung, Kooperationen mit Institutionen, Organisationen oder Künstler:innen, Förder- oder Stipendienausstellungen. Den Werkbeständen der der beiden Appenzeller Vertreter der modernen Kunst, Carl August Liner und Carl Walter Liner, welche den Ausgangspunkt für die Gründung der beiden Häuser bildeten, wird mit kollaborativen Projekten und Teilhabe begegnet. In der Kunsthalle Appenzell steht mit ihren regionalen, nationalen und internationalen Ausstellungen das aktuelle Kunstschaffen und der Austausch zwischen Künstler:innen und Publikum im Zentrum, sowie gemeinschaftliche regionale Formate. Die Kunsthalle ist ein Mehrspartenhaus, in dem die zeitgenössische Kunst in einem produktiven Spannungsfeld mit Musik, Literatur und sozialem Raum steht. Das Angebot beinhaltet neben Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst ein musikalisches Konzertprogramm und kulturelle Veranstaltungen. Daneben gibt es den alten Ziegelofen, eine Kunstbibliothek, die Papierwerkstatt und ein vielfältiges Vermittlungsprogramm sowie Töpferworkshops zu entdecken.