In Zwölf Leben verbindet Florian Germann Skulpturen, Modelle und experimentelle Anordnungen zu einer vielschichtigen Welt, in der sich Natur, Technik und Architektur begegnen und neue Formen des Zusammenlebens denkbar werden.
Die Skulpturen von Florian Germann (*1978) sind als offene Systeme gedacht, in denen Menschen, Tiere, Technik und Umwelt aufeinandertreffen. Manche werden tatsächlich von Pflanzen, Insekten oder Vögeln genutzt, andere entwerfen solche Begegnungen als Möglichkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie Energie zwischen organischem Leben, künstlichen Systemen und Materialien zirkuliert und sich verändert. So entstehen Werke, die Skulptur, Modell, Versuchsanordnung oder Lebensraum sein können. Sie reagieren auf ihre Umgebung, setzen Prozesse in Gang und machen unsichtbare Kräfte erfahrbar. In der Einzelausstellung Zwölf Leben kommen diese unterschiedlichen Werkformen zusammen und beziehen auch das Kunstmuseum sowie den Übergang zwischen Innen- und Außenraum ein.
Zur Ausstellung erscheint im Februar 2027 beim DISTANZ Verlag eine Monografie über das Werk des Künstlers, mit Texten von Raphael Gygax, Linda Jensen und Stefanie Gschwend.
kuratiert von Stefanie Gschwend