In der Ausstellung widmet sich die GfG – Gesellschaft für Gegenwartskunst e.V. dem Lebenswerk von Georg Bernhard (*1929, Augsburg), einem Künstler, der Entwicklung der Kunst in der Region seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer geprägt und beeinflusst hat. Seit über 80 Jahren ist er schöpferisch tätig – ein beeindruckendes Lebenswerk, das nun erstmals in seiner ganzen Breite aufgearbeitet, dokumentiert und der Öffentlichkeit in Form einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation zugänglich gemacht wird.
Nicht zuletzt durch seine langjährige Lehrtätigkeit in Augsburg ist Georg Bernhard weit über die Stadt hinaus bekannt und hat mehrere Generationen Kunstschaffener geprägt. Überdies sind an zahlreichen sakralen und profanen Bauten in ganz Bayern seine Werke im Bereich ›Kunst am Bau‹ zu sehen. Dieser umfangreiche Werkkomplex wird von der Gesellschaft für Gegenwartskunst in einer eigenen Publikation aufgearbeitet, die als Werkverzeichnis erscheinen wird.
In den drei Kabinetträumen des H2 in der Kunsthalle Augsburg wird eine exemplarische Auswahl aus dem zeichnerischen Werk Georg Bernhards präsentiert – von den Anfängen in den frühen 1940er-Jahren bis in die Gegenwart. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung zentraler Motive, insbesondere der menschlichen Figur, nach. Stilistische Veränderungen sowie die beeindruckende Sicherheit und Vielseitigkeit des Künstlers im Umgang mit unterschiedlichen grafischen Medien werden anhand der gezeigten Arbeiten sichtbar.
Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch das künstlerische Schaffen Georg Bernhards. Und diese Reise endet nicht in der Vergangenheit: Noch heute entstehen täglich neue Arbeiten in seinem Atelier.
Georg Bernhard begleitet die Augsburger Gesellschaft für Gegenwartskunst bereits seit ihrer Gründung. Immer wieder erhielt die GfG-Artothek Grafiken und Zeichnungen als Schenkungen des Künstlers. Zuletzt übergab Bernhard 2024 ein Konvolut von zehn Blättern. Heute verfügt die Artothek über einen Bestand von Arbeiten aus den Jahren 1966 bis 2019, was einen umfassenden Einblick in die Entwicklung seines zeichnerischen Schaffens ermöglicht.
Bereits in mehreren Ausstellungen im Kongress am Park und im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, der heutigen Kunsthalle Augsburg im Glaspalast, hat die GfG das malerische und zeichnerische Werk Georg Bernhards vorgestellt. Mit der Ausstellung Georg Bernhard – Zeichnen ist für mich wie Atmen wird diese langjährige Verbindung fortgeführt und erstmals ein weiter Bogen über acht Jahrzehnte seines Arbeitens auf Papier gespannt.