läuft
Linz

GLUMPERT – Peter Fellner

Nachhaltige Mode als Safe Space

 

In GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern, Häkeldeckchen, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten.

 

Die Symbolik der Schnecke durchzieht die Kollektion als Sinnbild von Fluidität – ein queeres Vorbild aus der Natur. Fellner nutzt dieses Symbol auch, um einen Safe Space zu verorten und zugleich den Modemarkt zu entschleunigen: Eine Zero-Waste Schnitttechnik entsteht, die Identität performativ sichtbar macht und den Blick auf heteronormative Dresscodes verschiebt. Kleidung wird hier nicht nur getragen, sondern gezeigt, diskutiert und verhandelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie »repurpose« (kann mit »Umnutzung« übersetzt werden) fokussiert gebrauchte Materialien und steht somit für ökologische Verantwortung und eine politische Botschaft: Gegenstände, Menschen und Lebewesen, die als »ungeachtet« gelten, finden neue Wertschätzung.

 

Fellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet.

 

Kuratorin: Sandra Kratochwill

Diese Ausstellung endet in
54
Tage
7
Std
55
Min
14
Sek
Termine
Start07.03.2026
Ende13.09.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–20:00
Samstag10:00–20:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
OK Linz
OK LinzOK Platz 1, 4020 Linz

Das OK (Offenes Kulturhaus) in Linz ist eine wichtige Institution für zeitgenössische Kunst und kulturellen Diskurs. Die Institution hat sich als Museum für die Stadtbevölkerung etabliert, das relevante und gesellschaftlich bedeutsame Themen aufgreift und verhandelt. Ausstellungen wie »Queer«, die in Linz stattgefunden haben, zeigen, dass das OK in der Lage ist, die Einwohner der Stadt für wichtige und oft herausfordernde Themen zu sensibilisieren und zu aktivieren. Diese Fähigkeit, aktuelle gesellschaftliche Diskurse aufzugreifen und kritisch zu reflektieren, macht das OK zu einem zentralen Ort für eine junge, künstlerisch und kritisch denkende Community. Mit seiner einzigartigen und vielseitigen Raumstruktur, die von klassischen Klassenzimmern über ein schier grenzenloses Parkdeck bis hin zu einem weltweit einzigartigen metallenen Ausstellungsraum in schwindelerregender Höhe reicht, bietet das OK ideale Bedingungen für zeitgenössische und kritische Kunstformate. In den kommenden Jahren stehen wichtige Entwicklungsprojekte für das OK an. Dazu gehört die Schaffung eines neuen Eingangsbereiches, der das Haus noch einladender und zugänglicher machen soll. Darüber hinaus sind diverse Umbauten geplant, um die Raumstruktur weiter zu optimieren und den Bedürfnissen zeitgenössischer Kunstausstellungen noch besser gerecht zu werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bespielung der Außenflächen, die das OK noch stärker in das öffentliche Leben der Stadt integrieren und die Sichtbarkeit des Hauses erhöhen wird. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das OK in Linz ein dynamischer und flexibler Ort für zeitgenössische Kunst und kritischen Diskurs ist, der sich ständig weiterentwickelt, um auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Gesellschaft und der Kunstszene zu reagieren.

Social Media