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Basel

Grafik grenzenlos – Die Schweizerische Graphische Gesellschaft

Das Kunstmuseum Basel zeigt mit Grafik grenzenlos. Die Schweizerische Graphische Gesellschaft einen vielfältigen Sammlungsbestand des Kupferstichkabinetts: die sogenannten Jahresgaben der Schweizerischen Graphischen Gesellschaft (SGG). Die 34 gezeigten Arbeiten sind zwischen 1917 und 2026 entstanden und zeigen eine große Spanne an künstlerischen Stilen, Techniken sowie inhaltlichen Auseinandersetzungen. Zu sehen sind unter anderem Werke von Omar Ba (*1977), Alice Bailly (1872–1938), Eduardo Chillida (1924–2002), Paul Klee (1879–1940), Meret Oppenheim (1913–1985) und Shirana Shahbazi (*1974).

 

Um 1900 entdecken immer mehr Künstler:innen druckgrafische Techniken als eigenständige, von der Malerei unabhängige Ausdrucksform. Die dabei entstehenden Werke werden als Originalgrafik bezeichnet. Bei Kunstsammler:innen sowie Museen kommt das Bedürfnis auf, die zeitgenössische Grafik und Künstler:innen gezielt zu fördern.

 

Um auf dieses Bedürfnis zu reagieren, wird 1918 die SGG gegründet. Bis heute fördert sie die grafischen Künste, indem sie Kunstschaffende beauftragt, Druckgrafiken zu produzieren. Die 125 Mitglieder der SGG sind Schweizer und internationale Museen sowie Privatsammler:innen. Jedes Mitglied der SGG erhält die Druckgrafik als Jahresgabe, begleitet von Erläuterungen zu Technik und Darstellung. Pro Jahr werden mindestens zwei Jahresgaben verteilt.

 

Da der erste Präsident der SGG, Paul Ganz (1872–1954), auch der damaliger Direktor des Kunstmuseums (damals noch Konservator der Öffentlichen Kunstsammlung Basel genannt), war, erhält das Kunstmuseum bis heute jeweils das erste Exemplar aller Jahresgaben. An wen der Auftrag für eine Jahresgabe geht, entscheidet die Generalversammlung der SGG in einem demokratischen Verfahren.

 

In den 278 Jahresgaben, die seit dem Bestehen der SGG entstanden sind, werden die Grenzen der Grafik immer wieder neu ausgelotet: Künstler:innen experimentieren mit neuen druckgrafischen Verfahren, erproben neue Darstellungsweisen und machen die Druckgrafik zum Verhandlungsraum von Erinnerungskultur, Emanzipation und gesellschaftlicher Verantwortung.

 

Kuratiert von Amélie Joller

Diese Ausstellung endet in
32
Tage
13
Std
34
Min
25
Sek
Termine
Start04.08.2026
Ende29.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Basel
Kunstmuseum BaselSt. Alban-Graben 16, 4051 Basel (Hauptbau)

Der stetige Ausbau der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, die mit dem 1661 angekauften Amerbach-Kabinett ihren Anfang nahm, machte über die Jahrhunderte hinweg mehrmals Umzüge der Sammlung innerhalb Basels erforderlich. 1936 wurde der Hauptbau am St. Alban-Graben eröffnet. 1980 fand mit dem Kunstmuseum Basel | Gegenwart eine erste Erweiterung statt, 2016 mit dem Neubau eine zweite. Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel aus dem Jahr 1936 wurde von dem Basler Architekten Rudolf Christ zusammen mit dem Stuttgarter Baumeister Paul Bonatz, beide Vertreter einer konservativen Moderne, entworfen. Er war als reines Sammlungshaus konzipiert worden, eine Bestimmung, die er seit der Eröffnung des Neubaus im Frühjahr 2016 mit dessen speziell für Sonderausstellungen konzipierten Oberlichträumen wieder voll wahrnehmen kann. Im Erdgeschoss präsentiert sich heute die Sammlung Basler Kunst, im Zwischengeschoss die Werke der Sammlung Im Obersteg. Im ersten Obergeschoss finden sich die Sammlungen mit Kunst aus dem Mittelalter und der Renaissance sowie des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Werke der Klassischen Moderne und der Europäischen Nachkriegsmoderne werden im 2. Obergeschoss präsentiert. Schliesslich beherbergt der Hauptbau im Zwischengeschoss auch das Kupferstichkabinett sowie im Erdgeschoss den Shop und das Bistro Kunstmuseum. Im April 2016 eröffnete gegenüber dem Hauptbau und unterirdisch mit diesem verbunden ein drittes Haus: der Neubau, entworfen vom ortsansässigen Architekturbüro Christ & Gantenbein. Er ist sowohl für Sonderausstellungen als auch für Sammlungspräsentationen konzipiert. In den Oberlichtsälen im 2. Obergeschoss werden die grossen Sonderausstellungen präsentiert. Die anderen Geschosse sowie der unterirdische Verbindungstrakt zum Hauptbau sind für Sammlungswerke ab 1950 vorgesehen – mit Ausnahme des zeitgenössischen Kunstschaffens, das im Kunstmuseum Basel | Gegenwart gezeigt wird. Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich zudem eine zusätzliche Verkaufsstelle des Shops im Hauptbau. 1980 fand mit der Eröffnung des Museums für Gegenwartskunst am St. Alban-Rheinweg – eines der weltweit ersten Museen für zeitgenössische Kunst – eine erste Erweiterung des Kunstmuseums Basel statt. Heute trägt es den Namen Kunstmuseum Basel | Gegenwart. Das Kunstmuseum Basel | Gegenwart zeigt Werke zeitgenössischer Kunst aus den Beständen des Kunstmuseums Basel und der Emanuel Hoffmann-Stiftung sowie Sonderausstellungen. Neben wechselnden Sammlungspräsentationen, die stets in einen Dialog mit der Ausstellungstätigkeit treten, finden regelmäßig Vorträge und Diskussionen zu Themen aktueller Kunst statt sowie Werkbetrachtungen und Führungen.