abgeschlossen
Frankfurt am Main

Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever

Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever eröffnet einen Zyklus politischer Ausstellungen im Frankfurter Kunstverein, der bis 2028 reicht. Durch die Mittel der Bildbefragung und der Kunst werden die großen Verschiebungen unserer Zeit untersucht und Bruchstellen sichtbar gemacht.

 

Diese Ausstellung ist eine Reise in ein Land, das vom arktischen Meer umgeben, sechs Mal so groß wie Deutschland und in den vergangenen Jahren unfreiwillig in den Fokus der Großmächte gerückt ist. Die strategische Lage an der Schnittstelle zwischen Kanada, den USA, Russland und Europa weckt die Begierde nach Vorherrschaft über die Meereswege und den Zugriff auf die zahlreichen Rohstoffe. Das Land spiegelt alle geopolitischen Herausforderungen wider, die sich aktuell auf Menschen in zahlreichen Regionen der Welt ähnlich auswirken. Die Folgen der globalen Klimaerwärmung, Interessen und Entsolidarisierung von transnationalen Großunternehmen zu Ungunsten lokaler Volkswirtschaften. Wachsende Spannungen zwischen Staat und Bürger:innen sowie identitätspolitische Konflikte innerhalb von Gesellschaften nehmen zu. Was wissen wir über die Menschen in Grönland, über die Natur und über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Umwelt und Kultur? Was über die Geschichte kolonialer Gewalt? Welche politischen Kräfte erheben Anspruch auf das Land, das sich nach Unabhängigkeit sehnt?

 

Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever ist eine Ausstellung, die in Kooperation mit dem ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern gezeigt wird. Über vier Jahre sind beeindruckende Panoramabilder und intime filmische Zeugnisse und Videointerviews entstanden. Diese ermöglichen eine sinnliche Reise in die kaleidoskopischen Erzählungen eines komplexen Landes und dessen Menschen. Zum ersten Mal in Deutschland kommt Julie Edel Hardenberg mit ihrer politischen Kunst zu Wort. Dies ist die erste umfassende Schau einer der einflussreichsten Künstlerinnen Grönlands und Skandinaviens.

 

Eine Ausstellung des ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern, in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein

 

Kuratiert von Beat Hächler (Direktor ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern) und Gian Suhner (Filmemacher) und für die zeitgenössische Kunst von Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein)

 

Mit Julie Edel Hardenberg

Termine
Start19.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–19:00
Mittwoch11:00–19:00
Donnerstag11:00–21:00
Freitag11:00–19:00
Samstag11:00–19:00
Sonntag11:00–19:00
Veranstaltungsort
Frankfurter Kunstverein
Frankfurter Kunstverein Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

Der Frankfurter Kunstverein ist ein interdisziplinäres Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und Kultur in Frankfurt am Main. Die Präsentation von Positionen junger, aufstrebender Künstler:innen macht ihn zum Ort der Begegnung und Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit. Er ist die zentrale Plattform für Ausstellungen von Gegenwartskunst, ortsspezifischen Projekten, Performances, Künstler:innengesprächen und Expert:innen-Panels. Hier finden Kunstschaffende, Kreative und ein wissbegieriges Publikum ihr Netzwerk zum Austausch über zeitgenössische Kunst, Kultur, Wissenschaft und soziale Themen. Vielschichtige Gruppenausstellungen sowie innovative Einzelpräsentationen machen komplexe Themen für die Betrachter:innen erlebbar. Über die Sinne wird Wissen erfahrbar gemacht, um den Besucher:innen einen Zugang zu neuen Perspektiven zu ermöglichen. Kooperationen mit Institutionen der Stadt, der Region und internationalen Organisationen bündeln Kompetenzen und ermöglichen Projekte, die über Disziplinen hinweg gehen. Gleichzeitig wendet sich der Frankfurter Kunstverein dem Geschehen in der Stadt und den Künstler:innen vor Ort zu. Der Frankfurter Kunstverein wurde 1829 gegründet und ist einer der ältesten und größten Kunstvereine in Deutschland. Die Mitgliederzahl beträgt über 1.000. Seit 1962 ist die Institution im Steinernen Haus direkt im Zentrum der Stadt ansässig. Der in den 1950er Jahren entstandene zusätzliche Anbau steht inzwischen ebenfalls unter Denkmalschutz. Mit der Neugestaltung des DomRömer-Areals ist das Haus zentral in diese neue städtebauliche Struktur eingebunden. Durch die Schaffung eines zweiten Eingangs hat sich der Frankfurter Kunstverein dem neuen Viertel nun noch mehr geöffnet und bekräftigt damit seinen Anspruch, ein Ort zu sein, der mit und für die Bürger:innen der Stadt gestaltet wird.

Weiterführende Literatur