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Nürnberg

Hallo, mein Name ist Bernard Frize

Was macht Malerei aus? Wie entsteht ein Bild? Welche Rolle spielen Farbe und Bildträger? Wie lässt sich Malerei neu denken und von der Idee der individuellen Handschrift lösen? Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigt sich der französische Künstler Bernard Frize seit Ende der 1970er-Jahre.

 

Bewusst arbeitet er im traditionellen Format des Tafelbildes, das ihm zugleich als Experimentierfeld dient, um die Bedingungen und Möglichkeiten der Malerei zu untersuchen. Seine Arbeiten entstehen nach immer wieder neuen, selbst festgelegten Regeln, die den Entstehungsprozess lenken, ohne das Ergebnis vollständig vorzugeben. Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, Planung und Zufall greifen ineinander und bilden die Grundlage seiner Praxis.

 

Bernard Frizes Werk verbindet analytisches Denken mit sinnlicher Präsenz, konzeptuelle Präzision mit malerischer Offenheit. Seine Bilder stellen etablierte Vorstellungen von Autorschaft, Komposition und Originalität infrage, ohne dabei ihre visuelle Kraft zu verlieren. Gerade diese Verbindung von theoretischer Reflexion und ästhetischer Erfahrung verleiht ihm eine eigenständige Position in der zeitgenössischen Malerei.

 

Die Ausstellung Hallo, mein Name ist Bernard Frize in der Kunsthalle Nürnberg ist keine chronologische Retrospektive. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Beziehungen zwischen einzelnen Werken und Werkgruppen: Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen treten in Dialog und machen Verbindungen, Parallelen und Unterschiede im Œuvre sichtbar. Zu sehen sind zudem Werkreihen, die erstmals in Deutschland präsentiert werden, sowie eigens für die Ausstellung angefertigte Arbeiten.

 

Die Kunsthalle Nürnberg präsentiert Bernard Frizes Werk als offenes System, in dem sich Methoden und Verfahren stetig weiterentwickeln und neu verknüpfen. Bereits erprobte Verfahren werden aufgegriffen, variiert und kombiniert, sodass ein dichtes Netz von Bezügen entsteht. So gewährt die Ausstellung Einblick in eine Praxis, die Malerei als fortwährende Untersuchung ihrer eigenen Möglichkeiten begreift.

Diese Ausstellung beginnt in
129
Tage
12
Std
29
Min
45
Sek
Termine
Start13.03.2027
Ende13.06.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Nürnberg
Kunsthalle NürnbergLorenzer Straße 32, 90402 Nürnberg

Seit 2008 ist die Kunsthalle Nürnberg Teil des KunstKulturQuartiers, das mit jährlich über 5.000 Veranstaltungen ein großes Angebot aus den verschiedensten Kultursparten bietet: Ausstellungen mit vielfältigen Vermittlungs­angeboten, Filmreihen und Filmfestivals, Tanztheater und Konzerte aller Musikrichtungen, Projekte zur digitalen Kultur sowie spezifische Angebote für unterschiedliche Altersklassen und Zielgruppen. Vernetzt mit zahlreichen Partnern im In- und Ausland konzentriert sich das Team der Kunsthalle Nürnberg heute mit seinem Programm auf Werküberblicke interessanter junger Künstler­persönlichkeiten und aktuelle Themenausstellungen sowie auf einflussreiche künstlerische Positionen seit den 1960er-Jahren. Als Haus ohne eigene Sammlung kann die Kunsthalle Nürnberg auf aktuelle Fragestellungen und Themen der internationalen Gegenwartskunst flexibel reagieren und hat sich längst zu einem der bedeutendsten Orte für die Präsentation von Gegenwartskunst in Bayern entwickelt. Errichtet wurde das Haus bereits 1913 als Kunst-Ausstellungs-Halle. Das Gebäude wurde zunächst von der regionalen Künstlerschaft als Ausstellungsforum genutzt. Die in die Stadtmauer integrierte Architektur mit ihren acht hellen, geräumigen Oberlichtsälen war immer wieder auch Plattform für verschiedene Wanderausstellungen und Präsentationen internationaler Künstler. Parallel dazu beherbergte das Gebäude in seinen frühen Jahren auch eine städtische Polizeiwache. In den 1930er Jahren diente das Gebäude unter dem Namen Fränkische Galerie den Städtischen Sammlungen zur Präsentation von Ausstellungen regionaler Kunst. Bei den Bombenangriffen auf Nürnberg im Zweiten Weltkrieg im Februar 1945 wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass der Ausstellungsbetrieb zunächst eingestellt werden musste.