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Würzburg

Harry Hachmeister

Ausstellungen von Harry Hachmeister sind stets überraschend: Kunstwerke aus Keramik, Fotografie, Malerei und Zeichnung versammeln sich zu ebenso humorvollen wie tiefgründigen Ensembles. Sie werfen grundlegende Fragen auf: Was macht die Identität eines Menschen aus? Müssen wir uns gesellschaftlichen Rollenbildern fügen – oder ist es nicht viel interessanter, außerhalb von Schubladen zu denken? Und welche Rolle spielen Tiere dabei? Ausgehend von persönlichen Erfahrungen, sind Hachmeisters Werke ein Plädoyer für Diversität und die unerschrockene Begegnung mit dem vermeintlich Anderen, das vielleicht so anders gar nicht ist.

 

Mit seinem breiten, unkonventionellen Ansatz und seiner Fähigkeit, grundlegenden gesellschaftlichen Themen auf visuell eindringliche und zugleich spielerische Weise Ausdruck zu verleihen, hat sich der 1979 in Leipzig geborene Harry Hachmeister einen Namen in der deutschen Gegenwartskunst gemacht. Nach seinem Studium in Leipzig, Cuenca und Wien waren seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem im Museum der bildenden Künste Leipzig, in der MEWO Kunsthalle Memmingen, im Museum Folkwang in Essen, im Museum für Photographie Braunschweig und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Im Jahr 2026 gehörte Hachmeister zu den acht Nominierten für den renommierten Pauli-Preis der Kunsthalle Bremen, der als einer der bedeutendsten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland gilt.

 

Kurator: Henrike Holsing, stellvertretende Direktorin des MiK.

 

Eröffnung: 12. Februar 2027, 19 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
129
Tage
9
Std
1
Min
30
Sek
Termine
Start13.02.2027
Ende17.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag13:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum im Kulturspeicher Würzburg
Museum im Kulturspeicher WürzburgOskar-Laredo-Platz 1 (vormals Veitshöchheimer Str. 5), 97080 Würzburg

Die Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Die Sammlung zeigt die Präsenz der Konkreten Kunst in 23 europäischen Ländern und die unterschiedlichen Erneuerungen und Ausformungen, die sie nach 1945 erfahren hat. Es wird immer vielfältiger, das Bild Europas in der »Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945«. Denn in den letzten Jahren wurde durch den Sammler Peter C. Ruppert die Kollektion weiter vergrößert. Insbesondere die Länder Osteuropas erfuhren mit Werken mehrerer Kunstschaffender, darunter Tamas Henczse, Tamas Konok, István Nadler, János Megyik, András Mengyán (Ungarn), Wieslaw Luczay, Jan Pamula (Polen) oder Milan Dobeš, Marián Drugda, Viktor Hulik (Slowakei) beträchtliche Zuwächse in der Sammlung. Städtische Sammlung – Regionale Identität und überregionale Entwicklungen Der Ruf nach einer Galerie mit einer Städtischen Sammlung kam nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Kreis Würzburger Künstler:innen. Promotor und Vorreiter war der Maler und Kunsterzieher Heiner Dikreiter (Ludwigshafen 1893–1966 Würzburg). Seit den 1920er Jahren suchte er die Kunst und Kunstschaffenden seiner Zeit in der Gegenwart und im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern und so eine Verbindung zu schaffen zur ruhmreichen künstlerischen Vergangenheit. Im Zuge der Gründung der Städtischen Galerie 1941 begann eine rege Sammlungstätigkeit. In nur wenigen Jahren wurden durch Schenkungen, Nachlässe, private Leihgaben und Ankäufe Werke von Künstler:innen zusammen getragen, die im 19. und 20. Jahrhundert durch Herkunft oder Tätigkeit mit Würzburg und Mainfranken verbunden waren. Diese Zielrichtung setzte Maßstäbe für die weitere Ankaufs- und Sammlungspolitik. Sie konzentrierte sich über Jahrzehnte auf Werke deutscher, bevorzugt fränkisch-süddeutscher Kunstschaffenden des 19. und 20. Jahrhunderts, auch wenn nach und nach der geographische Rahmen erweitert wurde. Heute orientiert sich die Sammlungstätigkeit stärker an den Schwerpunkten, die sich in der Sammlung ausgebildet haben. Diese vermitteln überregionale Entwicklungen in der Kunst oder rücken einzelne Künstler:innenpersönlichkeiten wie Wilhelm Leibl und seinen Kreis in den Blick.